Verbraucher-Atlas: Internet in Deutschland

Internet in Deutschland

Wo surfen Internet-Nutzer in Deutschland mit High-Speed, wo im Schneckentempo? Und wie schneidet Ihre Heimatstadt ab? Das zeigen wir Ihnen im Verivox-Verbraucher-Atlas.

Wo wird am schnellsten im Internet gesurft?

Internet-Geschwindigkeit: Karlsruhe und Frankfurt sind die schnellsten

DSL- und Kabel-Kunden surfen mit großen Tempo-Unterschieden durch das Internet in Deutschland. Das zeigt eine Verivox-Auswertung von Vertragsabschlüssen in 25 deutschen Großstädten.

Am schnellsten sind Karlsruher und Frankfurter unterwegs. Dort betragen die durchschnittlich gebuchten Geschwindigkeiten jeweils fast 80 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). In Magdeburg geht es mit etwa 48 Mbit/s im Schnitt am langsamsten voran.

Die größten fünf Städte in Deutschland sind über das gesamte Klassement verteilt: Am besten schneidet dabei Frankfurt am Main ab (79 Mbit/s), auch in Köln geht es recht zügig voran (69 Mbit/s). Berlin (60) und Hamburg (59) finden sich im Mittelfeld, während München mit nur knapp 50 Mbit/s etwas abgeschlagen ist. Deutschlandweit lag die gebuchte Durchschnittsgeschwindigkeit bei 57 Mbit/s.

Zuwachs durchschnittliche Internet-Speed seit 2015

Deutschland surft immer schneller – Erfurt macht den größten Sprung

Mit Magdeburg und München blieben 2017 nur noch zwei der Großstädte im Vergleich unter der 50-Megabit-Marke. Deutsche Verbraucher buchen immer schnellere Internet-Verbindungen. Für das gesamte Bundesgebiet zeigt der Zweijahresvergleich eine Beschleunigung um durchschnittlich 15 Mbit/s.

Den größten Geschwindigkeitszuwachs verzeichnete Erfurt. Hier buchten Internetkunden um fast 28 Mbit/s schnellere Verbindungen. Auch Frankfurt und Berlin legten kräftig zu – um über 20 Mbit/s. Der geringste Tempo-Boost findet sich in Karlsruhe, dort waren Internetverbindungen jedoch bereits 2015 schneller als im Rest der Republik. Magdeburg ist die einzige Stadt im Vergleich, die auf niedrigem Niveau nur geringen Zuwachs aufweist (plus 13 Mbit/s).

Highspeed-Korridor im Westen, Osten und Bayern langsamer

Schnelle Verbindungen werden nach wie vor gehäuft im Westen und Südwesten gebucht. Die zehn schnellsten Städte bilden auf der Deutschlandkarte einen regelrechten Highspeed-Korridor, der sich vom Ruhrgebiet bis nach Stuttgart über die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg erstreckt.

Verbraucher aus den neuen Bundesländern oder Bayern surfen dagegen etwas langsamer. „Dieser Vorsprung des Westens bei der Internetgeschwindigkeit ist seit Jahren messbar und spiegelt sich auch in unseren Zahlen wider“, sagt Jens-Uwe Theumer, Vice President Telecommunications bei Verivox. „Der Internetausbau in dicht besiedelten Regionen ist für die Anbieter lukrativer. Je geringer die Bevölkerungsdichte, etwa in ostdeutschen Flächenländern oder in Teilen Bayerns, desto höhere Kosten entstehen pro Kopf.“

Stadt-Land-Kluft bei der Internet-Geschwindigkeit

Großstädte surfen schneller als kleinere Orte

Die regionalen Unterschiede bei der Internetgeschwindigkeit aufgrund unterschiedlicher Besiedlungsdichte zeigen sich auch im Vergleich zwischen Großstädten (Orte über 100.000 Einwohner) und eher ländlichen Gegenden (Orte unter 100.000 Einwohner). In allen Flächenländern in Deutschland nimmt die Durchschnittsgeschwindigkeit außerhalb der Großstädte ab.

Am höchsten ist der Unterschied in Sachsen: In den Großstädten liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 56 Mbit/s – außerhalb fällt sie um durchschnittlich 18,5 Mbit/s. Am geringsten fällt die Tempolücke in Bayern aus: Zwischen Großstädten (51 Mbit/s) und ländlichem Raum (rund 47) liegen nur knapp 5 Mbit/s.

Schnellste Provinz surft schneller als Berlin

Neben der bloßen Stadt-Land-Kluft müssen jedoch auch die tatsächlichen Geschwindigkeiten berücksichtigt werden: Zwar ist der Tempo-Rückstand der Provinz in Nordrhein-Westfalen mit 11 Mbit/s deutlich größer als in Niedersachsen (rund 8 Mbit/s) – der Internet-User vom Lande surft in NRW jedoch mit durchschnittlich 58 Mbit/s, während es in Niedersachsen nur 47 Mbit/s sind.

Am besten ist die Situation in Baden-Württemberg: Hier verfügen Internet-Nutzer in ländlich geprägten Gebieten über durchschnittlich 65 Mbit/s und surfen damit schneller als der durchschnittliche Berliner.

Internet auf dem Land: Teurer, langsamer, weniger Auswahl

In kleineren Städten in Deutschland haben Internetnutzer weniger Anbieter zur Auswahl. Dieser geringere Wettbewerb führt – neben den niedrigeren Geschwindigkeiten – oft zu höheren Preisen als in größeren Städten. Zudem zeigen Stichproben: Die Verfügbarkeit von Internetanschlüssen mit 50 Mbit/s oder mehr ist in großen Städten höher als in Kleinstädten.

„Außerhalb der Großstädte müssen die meisten Anbieter auf DSL-Leitungen der Telekom zurückgreifen. Einige legen die dadurch entstehenden Mehrkosten auf die Verbraucher um“, erklärt Jens-Uwe Theumer. Internetnutzer auf dem Land zahlen dann häufig einen sogenannten Regiozuschlag.

Breitbandausbau: Mehr Glasfaser für Giga-Strategie

Die (teilweise gar nicht abgerufenen) Milliarden an Fördergeldern für den Breitbandausbau konnten die Lücke zwischen Stadt und Land bislang nicht schließen. „Der Breitband-Ausbau profitiert nur sehr bedingt von einer Förderung in dieser Form“, sagt Jens-Uwe Theumer. „Den Großteil stemmen die Netzbetreiber ohne staatliche Mittel. Insbesondere der Glasfaser-Ausbau lässt sich nicht alleine durch Förderprogramme anschieben. Denkbar wären beispielsweise Steuererleichterungen für Investitionen der Anbieter in die Glasfasertechnik. So könnten erheblich mehr Projekte verwirklicht und der Wettbewerb gestärkt werden“, sagt Theumer.

Glasfasernetz noch lückenhaft

Schnelle Glasfaseranschlüsse sind derzeit noch Mangelware. Ende 2018 lag die Anzahl der angeschlossenen Haushalte laut VATM bei 3,4 Millionen. Nur etwa eine Million Haushalte nutzte den vorhandenen Glasfaseranschluss aktiv. Auch sieben der 20 größten deutschen Städte sind derzeit noch nicht ans Glasfasernetz angeschlossen – darunter die Metropole Frankfurt am Main oder Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart. Andere Städte haben zumindest kleine Glasfaserinseln, wie etwa Deutschlands Hauptstadt in Berlin-Mitte und Marzahn. Auf den ersten Plätzen beim Glasfaserausbau liegen derzeit München, Köln und Hamburg mit 40 bis 70 Prozent. Lokale Netzbetreiber wie NetCologne in Köln, Alice (ehemals HanseNet, jetzt O2 Telefonica) im Norden oder M-Net in Bayern haben hier den Netzausbau vorangetrieben.

Glasfaserquote in den 20 größten Städten Deutschlands

„Der Glasfaserausbau scheitert häufig an der sogenannten letzten Meile,“ erklärt Theumer. Selbst wenn der örtliche Verteilerkasten ans Glasfasernetz angeschlossen ist, gelangt das Signal oft noch über alte Kupferkabel in die Gebäude. „FTTH (Fibre to the Home) muss dagegen direkt bis ins Haus verlegt sein, damit der Endkunde die volle Leistung erhält.“

Höhere, stabile Bandbreiten seien dringend erforderlich: „Alleine in den letzten beiden Jahren ist der Datenversand über stationäre Anschlüsse in Deutschland um rund 40 Prozent gestiegen. Kabelinternet ermöglicht schon heute die zehnfache Bandbreite, mit Glasfaseranschlüssen sind sogar 1.000 Mbit/s möglich.“ Gerade datenintensive Anwendungen wie UHD-Fernsehen und Online-Streaming, Smart-Home-Geräte oder Online Computing benötigen ein leistungsfähiges Netz.

Wie schnell kann ich zu Hause surfen?

Welche Geschwindigkeiten zu welchen Preisen verfügbar sind, erfahren Verbraucher am einfachsten über einen Online-DSL-Vergleich. Geben Sie einfach die Telefon-Vorwahl Ihres Wohnorts ein und bestimmen Sie die gewünschte Internet-Geschwindigkeit. In den Filtereinstellungen haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, durch Eingabe Ihrer genauen Adresse das Suchergebnis nochmals zu verfeinern.

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Kabel oder DSL – welche Technik ist die bessere?

Kunden, die eine schnelle Datenübertragung wünschen, können sich zwischen DSL- und Kabel-Anbietern entscheiden. Beide Technologien haben Vor- und Nachteile.

DSL-Kunden haben meist die Wahl zwischen mehreren Anbietern. Außerdem ist eine DSL-Verbindung fast überall verfügbar. Kabelinternet ist hingegen weniger verbreitet. Kabelinternet eignet sich oft für Nutzer, die eine sehr schnelle Internet-Verbindung mit 50 oder mehr Mbit/s wünschen oder für Kunden von sogenannten Triple-Play-Paketen, die Internet, Festnetz-Telefon und Fernsehen aus einer Hand bieten. Kabel-Kunden sind jedoch an den örtlichen Kabelnetzbetreiber gebunden.

Um zu prüfen, welche Technik mit welchen Geschwindigkeiten an Ihrem Wohnort in Deutschland verfügbar ist, eignet sich der Online-Vergleich von Verivox. Hier erfahren Sie alles Wichtige mit wenigen Klicks – alles, was Sie benötigen, ist Ihre Vorwahl.

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Welche Internet-Geschwindigkeit brauche ich?

Welcher Internetanschluss ist der richtige für Sie? Für welche Technik sollten Sie sich entscheiden? Nicht jeder Internetnutzer in Deutschland braucht eine Hochgeschwindigkeitsverbindung. Wer welche Geschwindigkeit benötigt, hängt stark vom Nutzungsverhalten ab. Vor der Tarifwahl sollten Sie sich daher fragen: Was möchte ich im Internet tun? Welcher Nutzertyp bin ich?

Auf Verivox.de finden Sie umfassendes Expertenwissen und wertvolle Verbrauchertipps, mit denen Sie viel Zeit und Aufwand sowie bares Geld sparen können. Mehr Informationen und Tipps finden Sie in unseren Ratgebern zum Thema DSL und Internet.

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Methodik der Auswertung

Die Verivox-Auswertung berücksichtigt alle über das Verbraucherportal getätigten Vertragsabschlüsse im Bereich stationäres Internet aus dem Jahr 2017 in 25 deutschen Großstädten bzw. je Bundesland. Der Verbraucher-Atlas stellt die gebuchten Durchschnittsgeschwindigkeiten je Stadt/ Bundesland dar.