Lohnt sich eine Krankenversicherung für Kaninchen & Co?

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Hunde- und Katzen-OP- und Krankenversicherungen sind schon lange bekannt. Es gibt aber auch Anbieter für eine Tierkrankenversicherung für Kleintiere und Nager. Mäuse oder Hamster sind allerdings nicht versicherbar. Das Angebot erstreckt sich auf Kaninchen, Meerschweinchen und Chinchillas.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt kaum Anbieter für Tierkrankenversicherungen für Kleintiere und Nager.
  • Üblicherweise trägt der Tierhalter eine Selbstbeteiligung.
  • Die Leistungen unterscheiden zwischen reiner OP-Versicherung und Vollkrankenversicherung.
  • Bei Kaninchen macht ein Tarif Sinn, der auch Impfkosten übernimmt.

Impfkosten bei Kaninchenversicherung einschließen

Abhängig vom Anbieter stehen reine OP-Versicherungen und Vollkrankenversicherungen zur Verfügung. Viele solcher Anbieter gibt es aber für Kleintiere und Nager noch nicht. Während es für Meerschweinchen aktuell keine Impfungen gibt, auch keinen Impfstoff, müssen die Halter von Kaninchen ihre Tiere einmal im Jahr impfen lassen. Diese Kosten belaufen sich auf rund 70 Euro. Es ist bei einer Vollversicherung sinnvoll, darauf zu achten, dass Impfkosten mitversichert sind.

Generell halten sich die Arztkosten bei Kleintieren aber eher im überschaubaren Bereich. Meerschweinchen tendieren dazu, im Alter Tumore zu entwickeln. Die Entfernung eines Tumors schlägt mit rund 100 Euro zu Buche.

Die Leistungen sind jedoch nicht unbegrenzt. Je nach Tarifierung liegt die Obergrenze bei 3.000 Euro oder 4.000 Euro im Jahr.

Die Leistungsbandbreite einer Tierkrankenversicherung für Kaninchen

Die Wartezeit bei einer speziellen Kaninchenkrankenversicherung beträgt 30 Tage. Der Versicherer leistet bis zum vierfachen Satz der Gebührenordnung Tierärzte (GOT). In der normalen Diagnostik versichert sind:

  • Aufnahme & Pflege in einer Klinik im Anschluss an eine Behandlung / Operation
  • Ambulante und stationäre Heilbehandlungen
  • Notwendige Blut-, Gewebeprobe, Urin -und Stuhldiagnostik
  • Narkose, Röntgen, Echoskopie und Elektrokardiogramm (E.K.G.)
  • Lasertherapie
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane außer Kastration / Sterilisation
  • Kostenübernahme für zugelassene Medikamente
  • Homöopathie & Akupunktur
  • Behandlung von Allergien durch Hyposensibilisierung
  • Medikamente bei Verhaltensstörungen
  • Behandlung orthomanuelle Tierheilkunde / Chiropraktik
  • Kostenübernahme von Diagnostik und Medikamenten bei Hüft- und Ellenbogenerkrankungen
  • Versorgung des Haustieres bei Krankenhausaufenthalt des Halters
  • Professionelle Gebissreinigung / Wurzelkanalbehandlungen

Die erweiterte Diagnostik sieht bei einer Kostenübernahme von 50 Prozent auch

  • Physio- und Verhaltenstherapie durch staatlich anerkannten Therapeuten
  • Einsetzen von Herzschrittmachern, Herzklappen, Stents und Coils

vor. Grundsätzlich trägt der Tierhalter eine Selbstbeteiligung von 20 Prozent. Die Kosten für eine Kleintierkrankenversicherung belaufen sich auf rund 13 Euro bis 16 Euro im Monat, abhängig von den Leistungen des Versicherers. Da Kleintiere häufig nicht alleine gehalten werden sollten, multipliziert sich der Satz um die Anzahl der Tiere.

Ob sich eine Tierkrankenversicherung für Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen lohnt, muss jeder für sich entscheiden.