Tagesgeld-Test: Fünf Banken "sehr gut"

Tagesgeld
  • Mehr als 1.700 Tages- und Festgeldprodukte
  • Nur Angebote mit 100% Einlagensicherung
  • Kombinierter Tages- und Festgeldvergleich
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202009_Trustpilot_Sternebewertung
Das sagen unsere Kunden
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Diese Banken konnten im Test überzeugen

Dauerhaft hohe Zinsen und Sicherheit fürs eigene Ersparte – das macht ein gutes Tagesgeldkonto aus. Unter dieser Maßgabe hat Verivox die Konditionen von knapp 750 Tagesgeldkonten geprüft. Der Testsieger kommt aus Schweden, doch auch zwei deutsche Banken bieten ein „sehr gutes“ Tagesgeldkonto. Das vollständige Testergebnis können Sie hier kostenlos herunterladen (Excel-Datei).

Den ersten Platz errang das Tagesgeldkonto der schwedischen TF Bank. Es erhielt als einziges Produkt im Test die Note 1,0. Ebenfalls „sehr gut“ bewertet wurden die Tagesgeldangebote der Hamburger HSH Nordbank, der schwedischen Bank Hoist Finance sowie der maltesischen FIMBank (alle Note 1,1). Auch das Online Tagesgeld der Frankfurter Akbank AG erzielte ein „sehr gutes“ Ergebnis (Note 1,4).

Tagesgeld-Test: Das ausführliche Ergebnis

Bemerkungen zur Testtabelle

  1. Ein- und Auszahlungen sind nur am 1. und am 15. Kalendertag eines Monats möglich.
  2. Mögliche Anlagesummen: 10.000 bis 100.000 Euro; Keine Ein- und Auszahlungen von Teilbeträgen
  3. Kunden mit mindestens 700 Euro Geldeingang im Monat (Aktivkunden) und erhalten einen höheren Zins.
  4. Auf Guthaben über 1 Mio. Euro wird ein Negativzins erhoben (-0,4 %).
  5. Auf Guthaben über 750.000 Euro wird ein Negativzins erhoben (-0,4 %).
  6. Laut Medienberichten wird auf Guthaben über 500.000 Euro ein Negativzins erhoben (-0,4 %). Auf den online zugänglichen Seiten der Bank (Preisverzeichnis, Produktübersicht, etc.) ist dieser nicht vermerkt.
  7. Auf Guthaben über 250.000 Euro wird ein Negativzins erhoben (-0,6 %).
  8. Auf Guthaben über 100.000 Euro wird ein Negativzins erhoben (-0,4 %).
  9. Auf Guthaben über 300.000 Euro wird ein Negativzins erhoben (-0,4 %).
  10. Auf Guthaben über 500.000 Euro wird ein Negativzins erhoben (-0,32 %).
  11. Bei weniger als 2.000 Euro Guthaben werden Kontogebühren erhoben (1 Euro pro Monat).
  12. Laut Medienberichten wird auf Guthaben über 100.000 Euro ein Negativzins erhoben (-0,4 %). Auf den online zugänglichen Seiten der Bank (Preisverzeichnis, Produktübersicht, etc.) ist dieser nicht vermerkt.
  13. Es werden Kontogebühren erhoben (pauschal 3,50 Euro pro Monat).

So haben wir bewertet

Für den Tagesgeld-Test haben die Tarifexperten von Verivox untersucht, welche Angebote dauerhaft die besten Zinsen bringen. Neben den Zinsen ging auch die Qualität der Einlagensicherung ins Testergebnis ein.

Zinsen machen 80 Prozent des Ergebnisses aus

Das wichtigste Kriterium im Tagesgeld-Test ist die Höhe der Zinsen. Es macht 80 Prozent der Gesamtbewertung aus. Für Anleger ist der aktuelle Zinssatz am interessantesten. Er wurde im Test deshalb doppelt gewichtet. Doch viele Verbraucher schätzen bei ihrer Geldanlage Kontinuität. Sie wollen nicht regelmäßig ihr Tagesgeldkonto wechseln. Deshalb sollte der Test auch berücksichtigen, welche Banken dauerhaft gute Zinsen auf Tagesgeld zu bieten haben. Aus diesem Grund floss die Höhe der Zinsen vor einem halben Jahr, vor einem Jahr und vor drei Jahren ebenfalls in die Bewertung ein.

Allerdings ist nicht jedes Tagesgeldkonto schon so lange am Markt verfügbar. Nur wenn es ein Tagesgeld-Angebot bereits an mindestens einem weiteren der geprüften Termine gab, ging es in den Test ein. Ganz neue Produkte, für die ausschließlich die aktuellen Zinsen vorliegen, wurden nicht berücksichtigt.

Zinsen für 10.000 Euro zählen doppelt

Für jedes Tagesgeld-Produkt wurde ausgewertet, wie hoch die Zinsen an den Prüfterminen waren. Dabei flossen die Tagesgeldzinsen für Anlagesummen von 1.000, 10.000 und 100.000 Euro ins Ergebnis ein. Der Zinssatz für 10.000 Euro Tagesgeld wurde doppelt gewichtet.

Befristete Aktionszinsen nicht berücksichtigt

Immer wieder locken Banken Sparer mit speziellen Aktionsangeboten. Die Anbieter gewähren Neukunden dann nach der Kontoeröffnung einen besonders guten Zins auf ihr Tagesgeld. Meist erstreckt sich die Zinsgarantie für das neue Konto über einige Monate. Die Sonderkonditionen sind also in der Regel zeitlich befristet. In unserem Test haben wir sie bei der Benotung deshalb nicht berücksichtigt. Für sehr agile Sparer, die sich nicht scheuen, ihr Tagesgeld in regelmäßigen Abständen auf ein neues Konto umzuschichten, können sich die Tagesgeldangebote mit Aktionszins aber durchaus lohnen.

Negativzinsen haben keinen Einfluss auf die Test-Note

In der anhaltenden Niedrigzinsphase haben einige Geldinstitute damit begonnen, Negativzinsen auf Tagesgeld zu erheben. Das betrifft aber in allen Fällen nur sehr hohe Sparguthaben. Die Grenze liegt je nach Bank zwischen 100.000 und einer Million Euro. Erst oberhalb dieser Grenze werden die Einlagen auf dem Tagesgeldkonto negativ verzinst. Für die drei von uns getesteten Beträge spielen die Negativzinsen also keine Rolle. Sie haben keinen Einfluss auf das Ergebnis des Tagesgeld-Tests.Wir weisen aber in den Fußnoten unter der Testtabelle auf Produkte hin, für die bei hohen Guthaben ein Strafzins erhoben wird.

Gebührenpflichtiges Tagesgeld wird abgewertet

Bei Tagesgeld sind Gebühren für die Kontoführung äußerst selten, einige Finanzinstitute im Test verlangen sie aber doch. In Zeiten von Zinsen gleich oder nahe null bedeuten Kontoführungsgebühren für Sparer faktisch einen Negativzins auf ihr Tagesgeld. Die effektive Rendite sinkt ins Negative.

Produkte, bei denen die Bank Kontoführungsgebühren für Tagesgeld verlangt, haben wir deshalb abgewertet. Eine Abwertung um einen halben Notenpunkt erfolgte, wenn die Gebühren nur unter bestimmten Voraussetzungen erhoben werden – zum Beispiel nur dann, wenn das Guthaben einen gewissen Betrag über- oder unterschreitet. Werden die Gebühren generell erhoben, wurde um eine ganze Note abgewertet.

Einlagensicherung fließt mit 20 Prozent ins Ergebnis ein

Tagesgeld ist eine äußerst sichere Geldanlage. Innerhalb der Europäischen Union (EU) sind mindestens 100.000 Euro pro Anleger und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Bei schwedischen und britischen Banken kann die Mindesthöhe der Einlagensicherung aufgrund von Wechselkursschwankungen leicht abweichen. In Schweden umfasst die Einlagensicherung 950.000 Schwedische Kronen – aktuell knapp 93.000 Euro. In Großbritannien sind 85.000 Britische Pfund (ca. 95.000 Euro) pro Anleger und Bank abgesichert.

Tagesgeld-Anleger verlassen sich darauf, dass ihre Ersparnisse auch im Falle einer Bankpleite sicher sind. Ein Produkt, das die gesetzlichen Mindestanforderungen nicht erfüllt, hätten wir deshalb automatisch mit „Mangelhaft“ bewertet. Allerdings entsprechen alle Tagesgeldkonten im Test den gesetzlichen Standards. Unterschiede gibt es dennoch. Zu insgesamt 20 Prozent floss die Einlagensicherung in den Tagesgeldvergleich ein. Bewertet wurde einerseits die Höhe der abgesicherten Einlagen und andererseits der nationale Einlagensicherungsfonds, über den das Tagesgeld abgesichert ist.

Pluspunkte für Länder mit Top-Rating

Denn anders als viele Verbraucher annehmen, gibt es innerhalb der EU noch keine gemeinsame Einlagensicherung. Jeder Mitgliedstaat ist selbst dafür verantwortlich, einen Sicherungsfonds aufzubauen, aus dem im Falle einer Bankpleite die Ansprüche der Anleger bedient werden. Sollte der Kapitalstock dieses Fonds nicht ausreichen, müsste im schlimmsten Fall der Staat selbst für die Einlagen haften.

Als besonders sicher bewerten wir deshalb die Einlagensicherungssysteme von Ländern mit Top-Bewertungen bei allen drei großen Rating-Agenturen Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s. Aktuell sind das neben Deutschland die EU-Mitgliedstaaten Belgien, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Niederlande, Österreich und Schweden.

Norwegen ist Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und erhält ebenfalls ausschließlich Top-Ratings. Hier sind bis zu 2 Millionen Norwegischen Kronen gesetzlich abgesichert – umgerechnet über 205.000 Euro. Die norwegische Einlagensicherung haben wir deshalb ebenfalls als besonders sicher eingestuft.

Bei vielen Banken sind über 100.000 Euro abgesichert

Viele Geldinstitute bieten ihren Kunden einen Schutzumfang, der größere Beträge als das gesetzlich geforderte Mindestmaß absichert. In Deutschland etwa können sich Geschäftsbanken dem Einlagensicherungsfonds der privaten Banken anschließen. Pro Kunde sind dann bis zu 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank abgesichert – mindestens eine Million Euro.

Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken fällt Tagesgeld unter die sogenannte Institutssicherung. Gerät ein Geldhaus in Schieflage müssen die anderen Institute des Verbunds gemeinsam einspringen und garantieren für das Geld der Kunden. Im Test gab es Extra-Punkte für Angebote, bei denen der Schutzumfang der Einlagensicherung über das gesetzlich geforderte Mindestmaß hinausgeht.

Minuszinsen und Negativzinsen auf Konto, Hand mit Stempel vor Laptop

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