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Siemens schafft Sarkozy freie Bahn für größeren Atomkraftkonzern

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa

Paris/München - Die undementierten Siemens-Pläne für einen Ausstieg aus dem französischen Atomtechnikkonzern Areva lassen in Paris alte Träume von einem französischen "Weltchampion" der Kernkraft neu erblühen. Siemens will den Ausstieg angeblich an diesem Dienstag auf seiner Hauptversammlung in München bekanntgeben. Dann hätte Staatspräsident Nicolas Sarkozy freie Bahn, seine bisher am deutschen Widerstand gescheiterten Pläne für den "Champion" durchzusetzen. Doch es gibt auch Sorgen wegen Siemens' Sinneswandel.

Noch Mitte 2007 hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem kräftigen "Nein" Sarkozys Drang gestoppt, Siemens aus Areva herauszudrängen. Der Franzose wollte, dass der Staatskonzern Areva eine Option zieht, 2011 den 34-Prozent-Anteil von Siemens am Atomreaktorbauer Areva NP zu übernehmen. Dann wollte Sarkozy Areva mit dem heimischen Siemens-Konkurrenten Alstom und dem Baukonzern seines Freundes Martin Bouygues verschmelzen. Der neue Gesamtkonzern könnte Atomkraftwerke vom Betonbau über die Reaktoren bis zur konventionellen Elektrotechnik komplett anbieten. Doch Sarkozy konnte sich nicht leisten, Merkel zu verärgern. Das Projekt versandete.

Bei dieser Vorgeschichte schlug die Meldung vom angeblichen Sinneswandel von Siemens in Frankreich ein wie ein Bombe. Schließlich hatte Siemens noch im September sein Interesse bekundet, "mehrere Milliarden Euro" in Areva zu investieren. Und die Münchner wollen angeblich weiter in der Atomtechnik mitmischen. Zwar sei Siemens bei einem Ausstieg vertraglich verpflichtet, Areva bis 2020 keine Konkurrenz zu machen, heißt es. Doch solche Klauseln seien nicht aus Beton. Spekulationen schießen ins Kraut, die Münchner könnten sich mit der russischen Atomenergoprom zusammentun und vielleicht den japanischen Konzern Toshiba in das Bündnis einschließen, der 2006 den amerikanischen Atomreaktorbauer Westinghouse geschluckt hat.

Dann bekäme die Areva SA weltweit kräftig Gegenwind beim Export ihres gemeinsam mit Siemens entwickelten Europäischen Druckwasserreaktors (EPR). Areva könnte dann Mitsubishi als neuen Aktionär aufnehmen, heißt es. Schließlich entwickeln die Franzosen mit den Japanern bereits einen mittleren Reaktor und bauen gemeinsam ein Werk für Kernbrennstoffe.

Oder doch Bouygues und Alstom? Bouygues hatte mit Blick auf diesen Dreibund bereits seinen Anteil an Alstom auf mehr als 30 Prozent aufgestockt. Aber auch Total werden Pläne für einen Areva-Einstieg nachgesagt. Der Ölkonzern will sich aus der einseitigen Abhängigkeit von Öl und Gas befreien. Er hält bereits ein Prozent an Areva und will mit dem Atomkonzern den EPR in Abu Dhabi bauen.

Als schwerer Schlag erscheint die Wende für Areva-Chefin Anne Lauvergeon. Die resolute Sozialisten hatte sich Sarkozys Plänen stets widersetzt, ab 2009 die Kaufoption auf die Siemens-Anteile an Areva NP zu ziehen, und den Deutschen die Treue gehalten. Weil sie die nötigen zwei Milliarden Euro für den Siemens-Anteil nicht selbst aufbringen könnte, könnte sie sich einem von Sarkozy ausgewählten neuen Bündnispartner kaum widersetzen. Laut dem Wirtschaftsblatt "Les Echos" würde Lauvergeon Total wählen - wenn das ginge.

Warum Siemens aussteigen will, darüber gehen die Spekulationen auseinander. Manche meinen, der Elektrokonzern benötige wegen der Finanzkrise und der Folgen der Korruptionsaffären ganz einfach Geld. Andere mutmaßen ein politisches Ränkespiel oder - wie die Pariser Oppositionszeitung "Libération" - eine "erste industrielle Konsequenz der politischen Abkühlung zwischen Paris und Berlin". Denn angesichts der weltweiten "Neugeburt" der Kernkraft von den USA bis China wäre eher eine Verstärkung des Engagements zu erwarten.

Allerdings hat der EPR Siemens und Areva bisher nicht viel Glück gebracht, sondern eher für Streit der Partner gesorgt. Bisher sind zwei Reaktoren im Bau. Der erste in Finnland ist schon zwei Jahre in Verzug und kostet 1,5 Milliarden Euro mehr als geplant; beim zweiten in Frankreich bahnt sich dasselbe Debakel an. Bis zum 30. Januar müssen Siemens und Areva sich gemäß ihrem Aktionärspakt entscheiden, ob sie ihre Partnerschaft fortsetzen wollen.