Wann eine Reisekrankenversicherung sinnvoll ist

21.07.2010

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Baierbrunn - Es kann schnell sehr teuer werden, wenn man auf Reisen krank wird und sich behandeln lassen muss. In den Ländern der Europäischen Union sind pflichtversicherte Deutsche krankenversichert, mit vielen anderen Ländern hat Deutschland Sozialversicherungsabkommen geschlossen; auch dort besteht Versicherungsschutz. Welche Staaten das sind, sollte man vor Urlaubsantritt bei der Krankenkasse erfragen.

"Wichtige Reiseziele wie die USA und Asien sind davon ausgenommen. Da zahlt die Krankenkasse gar nichts", erklärt Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in der "Apotheken Umschau". Dann ist eine private Reisekrankenversicherung dringend angeraten.

Die Kosten zwischen fünf und etwa 20 Euro für ein Jahr sind gut angelegt. Vor allem, wenn ein Rücktransport aus dem Reiseland nach Hause nötig oder wünschenswert ist, zahlen die gesetzlichen Kassen nie. Reisekrankenversicherungen decken die Kosten ab, allerdings nach unterschiedlichen Kriterien. Kunden sollen deshalb die Vertragsbedingungen genau lesen und vergleichen.

Viele Ärzte in Urlaubsregionen rechnen nur privat ab. Eine Reisekrankenversicherung schützt davor, auf einem Teil der Kosten sitzen zu bleiben. Vorhersehbare medizinische Behandlungen sind in der Regel aber nicht versichert, auf keinen Fall, wenn sie Anlass für die Reise sind. Chronisch kranke Reisende sollen sich vor Urlaubsbeginn von ihrem Arzt deshalb attestieren lassen, dass ihr Gesundheitszustand gut und ihre Reise unter gesundheitlichen Gesichtspunkten unbedenklich ist.