Alternative zu stromfressenden Netzgeräten entwickelt

München - Auf dem Weg zur Energiewende sieht die Fraunhofer-Gesellschaft noch viel Potenzial im Bereich der Elektronik. Es sei mehr nötig als die Umstellung auf regenerative Energien, erläuterte die Gesellschaft am Dienstag bei ihrer Jahrespressekonferenz in München. So werde etwa in Haushalten und Büros mit ineffektiven Netzteilen noch massiv Energie verschwendet.

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Bild: Stromstecker Bild: ©Gina Sanders/fotolia.com / Text: dpa

Was bei der Umwandlung von Wechsel- in Gleichstrom in Haushalten und Büros geschehe, sei extrem unökonomisch, sagte Lothar Frey, Leiter des Fraunhofer Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB. Fast jedes Elektrogerät vom Computer über den Fernseher bis zu Leuchtstofflampen habe ein eigenes Netzgerät, das aus den 230 Volt Wechselspannung die benötigte Gleichspannung erzeuge. Die Netzteile seien "in China gewickelt von fleißigen Händen, aber sie laufen bei 40 oder 50 Prozent Effizienz". Ein Großteil des Stroms werde in nutzlose Wärme umgewandelt. "Das ist eine gigantische Verschwendung."

Gleichspannung in einem Gebäude schafft Effizienz

Sinnvoller wäre es, im Gebäude erst einmal zentral für Gleichspannung zu sorgen. Dann sei eine Effizienz von 95 Prozent möglich. Nachfrage hierzu gebe es vor allem von gewerblicher und industrieller Seite.

Politik muss Nachteile für Wirtschaft verhindern

Die Kosten für Wind- und Solarstrom werden nach Einschätzung von Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer spätestens ab 2030 unter die der fossilen Energie fallen. Bis dahin müsse die Politik verhindern, dass der hiesigen Wirtschaft Nachteile entstehen.

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