Hybridheizung

Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich für eine sogenannte Hybridheizung. Sowohl für neu errichtete Mehrfamilienhäuser als auch für renovierte Bestandsimmobilien. Entsprechende Kombisysteme ermöglichen es, von den Vorzügen bewährter Heizarten zu profitieren und gleichzeitig erneuerbare Energien zu nutzen. Daher gelten Hybridheizungen nicht nur als effiziente Wärmeerzeuger, sondern ebenso als besonders umweltfreundlich.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist eine Hybridheizung?
  3. Funktionsweise
  4. Welche Arten gibt es?
  5. Welche Vorteile bietet eine Hybridheizung?
  6. Welche Nachteile hat eine Hybridheizung?
  7. Fördermöglichkeiten für Hybridheizungen
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Jetzt Gaspreise vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Hybridheizung kombiniert mehrere unabhängig voneinander funktionierende Wärmeerzeuger, wobei es sich meist um eine fossile und eine erneuerbare Energiequelle handelt.
  • Hybride Systeme punkten nicht nur mit einem hohen Komfort, sondern ebenso mit einer effizienten und umweltfreundlichen Arbeitsweise.
  • Der größte Nachteil von Hybridheizungen ist ihre hohen Anschaffungskosten, die bei bis zu 35.000 Euro liegen können.
  • Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle besteht die Möglichkeit, Fördermittel für eine Hybridheizung zu erhalten.

Was ist eine Hybridheizung?

Das charakteristische Merkmal einer Hybridheizung besteht darin, dass sie zwei oder mehr unabhängige Energiequellen beziehungsweise Wärmeerzeuger miteinander kombiniert. Aus technischer Sicht handelt es sich demnach um ein bivalentes oder multivalentes Heizungssystem. Meist fällt die Wahl dabei auf eine Kombination aus konventioneller und regenerativer Energie. Es sind jedoch auch Ausführungen möglich, die ausschließlich auf erneuerbare Energieträger setzen. In welchem Umfang die Hybridheizung die einzelnen Energiequellen nutzt, hängt vor allem vom Wärmebedarf ab.

Wie funktioniert eine Hybridheizung?

Bei einer Hybridheizung trägt für gewöhnlich die regenerative Energiequelle die Grundlast. Im Falle einer Spitzenauslastung oder wenn nicht ausreichend erneuerbare Energie zur Verfügung steht, springt der andere Wärmeerzeuger – meist ein konventioneller Energieträger – ein. Demzufolge kommen fossile Brennstoffe nur unterstützend zum Einsatz. Wenn sich auf dem Dach eines Hauses eine Solarthermieanlage befindet, heizt eine entsprechende Anlage beispielsweise nur dann mit Öl oder Gas, wenn gerade nicht ausreichend Sonnenenergie vorhanden ist. Welche Wärmequelle zu einem bestimmten Zeitpunkt am ökologischsten beziehungsweise wirtschaftlichsten ist, ermittelt eine integrierte Steuerungs- und Regelungstechnik.

Als zentrale Komponente der meisten Hybridheizungen gilt der Warmwasser- beziehungsweise Pufferspeicher, der gleichzeitig das Verbindungsstück zwischen den einzelnen Wärmequellen darstellt. Der für gewöhnlich recht große Behälter dient dazu das erhitzte Wasser zu speichern, bevor die Anlage es dem Heizkreislauf zuführt. Falls sich sämtliche Wärmequellen bedarfsgerecht betreiben lassen, besteht die Möglichkeit, auf einen Speicher zu verzichten.

Welche Arten von Hybridheizungen gibt es?

Mittlerweile können Eigentümer zwischen zahlreichen Kombinationen mit unterschiedlichen Energieträgern wählen. Insbesondere durch die Verwendung eines Pufferspeichers ergeben sich unterschiedlichste Möglichkeiten, verschiedene Heizsysteme in einer wirtschaftlich und ökologisch sinnvollen Art miteinander zu kombinieren. Die nachfolgenden Abschnitte erläutern kurz die beliebtesten Arten von Hybridheizungen.

Brennwertheizung und Wärmepumpe

In den meisten Fällen gewinnt bei dieser Ausführung eine Luft-Wasser-Wärmepumpe Energie aus der Umgebung. Dies funktioniert vor allem im Frühling und Herbst sehr gut. Wenn die Außentemperaturen sinken, sorgt eine mit Gas oder Öl betriebene Brennwertheizung für warme Räume beziehungsweise warmes Wasser. Diese Kombination geht meist mit vergleichsweise geringen Anschaffungskosten einher.

Brennwertheizung und Solarthermie

Bei dieser Lösung wandelt eine auf dem Dach installierte Solaranlage die Energie der Sonne in Wärme um. Im Sommer lässt sich mittels Solarthermie oftmals der komplette Haushalt mit Wärme und Nutzwasser versorgen. In den kalten Monaten übernimmt diese Aufgabe dagegen die Gas- oder Ölheizung. Auch diese Variante der Hybridheizung ist in der Anschaffung vergleichsweise günstig.

Brennwertheizung und Photovoltaik

Eine Hybridheizung lässt sich ebenso als Kombination aus Brennwertheizung und Photovoltaikanlage verwirklichen. Die Solarkollektoren erzeugen Strom für den Haushalt. Wenn sich die Solarenergie zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht sinnvoll nutzen lässt, bindet die Heizungsanlage den Strom zur Wärmeversorgung ein.

Brennwertheizung und Kamin mit Wärmetauscher

Bei dieser Art der Hybridheizung ist die Brennwertheizung immer aktiv. Wenn jedoch im Kamin ein Feuer brennt, speist dieser die Wärme in einen Pufferspeicher ein. Das ermöglicht es, die Wärme des Kamins für das komplette Gebäude zu nutzen. Infolgedessen drosselt die Anlage die Leistung der Brennwertheizung.

Pelletkessel und Solarenergie

Diese Variante bietet sich für Personen an, die für die Wärmeerzeugung ausschließlich regenerative Energiequellen nutzen möchten. Die Pelletheizung trägt hierbei meist die Grundlast. Doch in den warmen Monaten gewährleistet eine Photovoltaik- beziehungsweise Solarthermieanlage die Wärmeversorgung vollständig.

Brennwertheizung und Scheitholzkessel

Hier läuft die Versorgung mit Wärme im Regelfall über den Holzvergaserkessel. Sollte es den Hausbesitzern nicht möglich sein, Holz nachzulegen, erlischt das Feuer im Kessel jedoch. In diesem Fall wechselt die Regelung auf die Brennwertheizung.

Wärmepumpe und Solarthermie

Die Solarthermieanlage versorgt den Haushalt mit Nutzwasser. Die Aufgabe der Wärmepumpe besteht bei dieser Hybridheizung darin, eine angenehme Zimmertemperatur zu gewährleisten. Durch die Kombination mit der Solaranlage fallen die Vorlauftemperaturen der Pumpe für gewöhnlich niedriger aus, wodurch ihre Effizienz steigt.

Welche Vorteile bietet eine Hybridheizung?

Eine Hybridheizung bringt gleich mehrere Vorteile. Sie vereint die Zuverlässigkeit fossiler Energiequellen mit der Umweltfreundlichkeit erneuerbarer Energieträger. Hybride Systeme gewährleisten einen hohen Komfort und einen effizienten sowie sparsamen Betrieb. Infolgedessen sinken die Heizkosten in der Regel um bis zu 40 Prozent. Die Abhängigkeit gegenüber dem Energielieferanten reduziert sich ebenso. Ein positiver Nebeneffekt: Auch der Verbrauch von fossilen Brennstoffen fällt geringer aus, was die persönliche CO2-Bilanz verbessert.

Welche Nachteile hat eine Hybridheizung?

Zu den Nachteilen einer Hybridheizung gehören vor allem die nicht unerheblichen Anschaffungskosten. Je nach Ausführung müssen Eigentümer mit Beträgen zwischen 10.000 und 35.000 Euro rechnen. Darüber hinaus gilt es, zu bedenken, dass hybride Systeme für gewöhnlich etwas mehr Platz benötigen als konventionelle Heizungsanlagen. Außerdem fällt der Wartungsaufwand aufgrund der komplexere Anlagentechnik etwas höher aus.

Fördermöglichkeiten für Hybridheizungen

Die seit Anfang 2020 geltende Heizungsförderung legt den Fokus noch stärker auf erneuerbare Energie. Davon können auch Hausbesitzer profitieren, die sich eine Hybridheizung anschaffen möchten. Eine Förderung ist über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – kurz BAFA – möglich. Bei Gashybridheizungen liegt der Zuschuss bei 30 Prozent. Wer eine alte Ölheizung gegen eine Hybridheizung austauscht, kann sogar mit einer Förderung von bis zu 45 Prozent rechnen.

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