Bild: Braunkohlekraftwerk ©Tom-Hanisch.de/fotolia.com

Energiemix

Wie viel Energie wird in Deutschland überhaupt verbraucht und wo kommt sie her? Um diese Fragen zu beantworten, muss zuerst der Unterschied zwischen „Endenergie“ und „Primärenergie“ geklärt werden. Mit Endenergie wird die Energie bezeichnet, die beim Endverbraucher ankommt und dort verwendet wird. Die Primärenergie umfasst zusätzlich noch die Energie, die notwendig ist, um die Endenergie herzustellen und zu verteilen. Je nach Energieträger und Art der Umwandlung kommt es hier zu mehr oder weniger großen Verlusten.

Primärenergieverbrauch ist leicht rückläufig

Insgesamt wurden im Jahr 2016 in Deutschland 13.383 Petajoule (PJ) an Primärenergie verbraucht. Das entspricht etwa 3.790 Milliarden Kilowattstunden. Damit ist der Verbrauch seit 1990 leicht rückläufig (14.905 PJ). Die Höhe des Primärenergieverbrauchs in Deutschland ist vor allem von zwei Faktoren abhängig: Der Wirtschaftsleistung und der Witterung. Dies wird beispielsweise am Jahr 2009 deutlich – die damalige Wirtschaftskrise drückte den Primärenergieverbrauch auf 13.428 PJ. Im Jahr 2010 stieg mit dem Anziehen der Konjunktur auch der Verbrauch auf 14.121 PJ an. In den Folgejahren fiel er aufgrund des milden Winters wieder niedriger aus.

Wie sich der Energieverbrauch aufteilt

Nur etwa zwei Drittel des Primärenergieverbrauchs werden als Endenergie verbraucht. Das restliche Drittel geht in erster Linie durch Umwandlungsverluste verloren. Die letztendlich verbrauchte Endenergie teilt sich zu ungefähr gleichen Teilen zwischen Industrie, Verkehr und Haushalten auf. Ein kleinerer Teil (15 Prozent) wird vom Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verbraucht.  

Fossile Energieträger stellen den größten Teil des Energiemix

Obwohl in Deutschland immer mehr Erneuerbare Energien genutzt werden, tragen fossile Rohstoffe nach wie vor den größten Teil zum Energiemix bei: Im Jahr 2016 stammte der Primärenergieverbrauch in Deutschland aus Mineralöl (34 Prozent), Erdgas (22,6 Prozent), Steinkohle (12,2 Prozent) und Braunkohle (11,4 Prozent). Durch die Energiewende ist der Anteil der Kernkraft auf 6,9 Prozent zurückgegangen, aus Erneuerbaren Energien stammen 12,6 Prozent des Energiemix.

Strommix in Deutschland: Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

Strom wird aus ganz unterschiedlichen Energiequellen erzeugt. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil der Erneuerbaren Energien auf 30 Prozent gesteigert werden. Im Jahr 2012 wurden bereits über 20 Prozent erreicht. Im Jahr 2016 kletterte dieser Wert auf 29 Prozent. Der Strommix in Deutschland (Bruttostromerzeugung) setzte sich im Jahr 2016 folgendermaßen zusammen (Quelle: AG Enerbilanzen e.V.):

Energieträger Anteil
Kohle 40,3%
Atomenergie 13,1%
Erneuerbare Energien 29%
Erdgas 12,4%
Sonstige (Öl etc.) 5,2 %

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Text: Verivox
Bild: Tom-Hanisch.de
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