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Biblis B soll wieder ans Netz gehen

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: ddp

Biblis - In der kommenden Woche soll Block B des Kernkraftwerks Biblis nach zehn Monaten Stillstand wieder in den Regelbetrieb gehen. Die Atomkraftgegner reagieren mit heftiger Kritik, doch werden nun andere Stimmen laut als noch zu Jahresbeginn. Mit der Netzabtrennung des Reaktors am 23. Januar - dasselbe widerfuhr danach Block A - habe Biblis-Betreiber RWE die Laufzeit der zwei Blöcke dehnen wollen, hieß es seinerzeit oft. Heute erklärt Greenpeace: "Das war kein Streckbetrieb, sondern ein Stopp wegen technischer Defekte." Nach der Revision sei das südhessische Kernkraftwerk weiter ein "Risikoreaktor". Das hessische Umweltministerium nennt diese Einschätzung "Unfug".

Am 12. November leiteten die Techniker im Block B die Kernreaktion ein und starteten den Probelauf. Für den Beginn des Regelbetriebs legt sich der Betreiber auf kein Datum fest, vor Mittwoch dürfte es nicht so weit sein. "Nach Ende des Probelaufs", heißt es vor Ort nur, "wird der Block dem Verbundnetz mit Volllast zur Verfügung stehen." Auskunftsfreudiger ist der Konzern beim Aufzählen der Instandsetzungen: Repariert wurden Rohrleitungen, deren Halterungen, elektrotechnische Komponenten, Zulaufleitungen und Turbinenregelung.

Während SPD, Grüne und Linke das Anfahren von Block B verurteilen, kommentierten die hessischen Regierungsparteien CDU und FDP den Probelauf nicht. Kaum mehr ist aus dem Umweltministerium zu hören. "In Biblis hat es jetzt erneut Tausende technische Prüfungen gegeben", sagt ein Ministeriumssprecher. "Politisch ist da nichts zu bewerten." 100 Millionen Euro hat RWE nach eigenen Angaben in den zurückliegenden Monaten in den Reaktor B für Nachrüstungen und Modernisierungen investiert, dabei 16 000 verschiedene Arbeiten ausgeführt und die "Sicherheitsreserven weiter erhöht".

Zufrieden sind die Atomkraftgegner gleichwohl nicht. Oben auf ihrer Mängelliste stehen der Verzicht auf eine verbunkerte Notstandswarte und auf einen Schutz vor einem möglichen Flugzeugaufprall. "Das ist kein abwegiges Szenario", sagt der Greenpeace-Kernphysiker Heinz Smital. Bei den schwarz-gelben Koalitionsgesprächen habe die Abwehr eines terroristisch gelenkten Flugzeugabsturzes auf Reaktoren - besonders auf die dem Frankfurter Flughafen benachbarten Biblisblöcke - auf der Agenda gestanden. "Von diesen Koalitionspapieren will keiner mehr etwas wissen", sagt Smital. "Sie beschrieben im Fall einer Attacke Strahlungsfreisetzungen, die nicht mehr vorstellbar sind."

Nach dem von der früheren rot-grünen Bundesregierung mit den Betreibern mühsam ausgehandelten Atomausstieg müsste der 33 Jahre alte Block B in diesen Tagen eigentlich abgeschaltet werden. Nicht ein willkürlicher Streckbetrieb werde die Laufzeiten in Biblis verlängern, sagt Smital, "sondern eine Neuverhandlung des Atomausstiegs mit der Regierung". RWE-Chef Jürgen Großmann hat mit den Verhandlungen bereits begonnen. Baugleiche Reaktoren seien in Frankreich 60 Jahre am Netz, warf er schon mal in die Runde, "in den USA 80 Jahre".

Jetzt, da Block B wieder in Betrieb genommen wird, verstummt bei den Atomkraftgegnern die Kritik an den zuvor geschmähten "Schlupflöchern" im Atomkonsens. SPD und Grüne, einst für vertrackte Regelungen zur Übertragung von Reststrommengen verantwortlich gemacht, sind nun eher Verbündete. "Der Konsens war schwierig auszuhandeln", sagt Smital mit Blick auf Rot-Grün, "hätte aber einen geordneten Rückzug möglich gemacht."

Auch Atomkritiker Jochen Stay von der Hamburger Gruppierung "Ausgestrahlt" hält eine Debatte über zurückliegende Ausstiegsvereinbarungen kaum noch für sinnvoll. Schwarz-Gelb habe die Parole ausgegeben: "Sicherheit ist entscheidender als Laufzeit", sagt Stay. "Das halten wir gern fest." Vor dem südhessischen Kernkraftwerk liege damit eine ungewisse Zukunft. "Das Stichwort Sicherheit kann sich für Biblis als Büchse der Pandora erweisen."