Eine Pensionskasse ist eine Möglichkeit, eine betriebliche Altersvorsorge aufzubauen. Somit gehören Verträge mit Pensionskassen zu den optionalen privaten Zusatzversicherungen, die im Alter die staatliche Rente aufstocken und eine eventuelle Rentenlücke schließen sollen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Pensionskasse ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge.
  • Sie bietet Steuervorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
  • Sie kann bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes mitgenommen werden und wird nicht mit ALG-II-Zahlungen verrechnet.

Altersvorsorge per Pensionskasse: so funktioniert es

Eine Pensionskasse ist eine Möglichkeit, eine betriebliche Altersvorsorge aufzubauen. Somit gehören Verträge mit Pensionskassen zu den optionalen privaten Zusatzversicherungen, die im Alter die staatliche Rente aufstocken und eine eventuelle Rentenlücke schließen sollen.

Pensionskassen sind selbstständige Einrichtungen, die von einem oder mehreren Unternehmen getragen werden. Es kann sich dabei um einen Aktienfonds oder einen Versicherungsverein handeln. Die Besonderheit dieser Art der privaten Altersvorsorge ist, dass stets der Arbeitsgeber die Versicherung auswählt. Im Rahmen einer Versorgungszusage bietet er den Arbeitnehmern einen Vertrag mit einer Pensionskasse an. Hat der Angestellte Interesse, zahlt der Arbeitnehmer regelmäßig festgelegte Beiträge ein.

Die Höhe der eingezahlten Beträge kann sowohl von Unternehmen zu Unternehmen als auch innerhalb eines Unternehmens stark variieren. Es gibt auch die Möglichkeit, dass nur der Arbeitnehmer Beiträge einzahlt oder dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam Einzahlungen vornehmen. Werden die Beträge ganz oder teilweise vom Arbeitnehmer erbracht, spricht man von einer Entgeltumwandlung. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber einen vereinbarten Teil des Bruttogehalts direkt an die Pensionskasse überweist. Außerdem ist es dem Arbeitnehmer möglich, Sonderzahlungen aus Urlaubs- oder Weihnachtsgeld vorzunehmen und die Beiträge nach Bedarf zu erhöhen oder zu verringern.

Vorteile der Pensionskasse

Die Altersvorsorge über eine Pensionskasse hat – abgesehen von der Tatsache, dass der Arbeitgeber sich um die Einrichtung der Versicherung und die pünktliche Überweisung der Beiträge kümmert – auch andere Vorzüge.

Arbeitnehmer, die per Entgeltumwandung in eine Pensionskasse einzahlen, können bis zu einer Höchstgrenze von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze ihre Altersvorsorge steuer- und sozialabgabenfrei finanzieren. So subventioniert der Staat eine private Altersvorsorge, denn durch die Steuerfreiheit ist der eingezahlte Betrag höher als der Betrag, der beim Nettogehalt fehlt.

Für Arbeitgeber, die für ihre Arbeitnehmer in eine Pensionskasse einzahlen, gilt ebenfalls ein Steuerfreibetrag. Außerdem können sie die Beiträge als Betriebsausgaben abschreiben. Positiver Nebeneffekt: Durch diese Zusatzleistung stärken Unternehmen die Mitarbeiterbindung.

Auch im Rentenalter kann eine Zusatzrente durch eine Pensionskasse Vorteile für ehemalige Arbeitnehmer bieten. So ist es möglich, individuell zu entscheiden, ob der Betrag einmalig oder monatlich ausgezahlt wird. Außerdem profitieren Rentner im Allgemeinen von niedrigeren Steuersätzen.

Nachteile der Pensionskasse

Unter Umständen bringt eine betriebliche Altersvorsorge in Form von Einzahlungen in eine Pensionskasse Nachteile mit sich. So hat der Arbeitnehmer kein Mitspracherecht bei der Auswahl des Versicherungsunternehmens, bei dem der Arbeitgeber die Altersvorsorge für ihn einrichtet.

Auch wenn die Besteuerung möglicherweise recht niedrig ist – bedenken Sie, dass bei dieser Form der Rente auch Krankenkassen- und Pflegeversicherungsabgaben bezahlt werden müssen. Das ist deshalb ein Problem, weil die Beiträge in die staatliche Rentenkasse durch Ihre Zahlungen in die Pensionskasse ohnehin geringer ausfallen. Dann kann es passieren, dass es im Alter zu einer geringeren Pension kommt, die zwar durch eine besteuerte und sozialabgabenpflichtige Zusatzrente aufgestockt wird, sich im Ende aber nicht rechnet. Deshalb sollten Sie genau nachrechnen, bevor Sie eine betriebliche Altersvorsorge abschließen.

Arbeitsplatzwechsel oder Jobverlust: was passiert jetzt?

Die Kündigung einer Zusatzrentenversicherung über eine Pensionskasse ist nicht vorgesehen. Verlässt ein Angestellter ein Unternehmen, das für ihn in eine Pensionskasse eingezahlt hat, kann er diese Altersvorsorge zu seinem neuen Arbeitgeber mitnehmen. An der neuen Arbeitsstelle läuft der Vertrag dann weiter.

Darüber hinaus kann der Versicherte den Vertrag auch unabhängig von einer Anstellung privat weiterzahlen oder die Beitragszahlungen pausieren – das ist gut zu wissen für den Fall, dass Sie Ihren Job verlieren und noch keinen neuen in Aussicht haben. Sollte es nötig werden, ALG II zu beantragen, sind die Einsparungen in der Pensionskasse geschützt und werden nicht auf die Arbeitslosenunterstützung angerechnet.