Immer dann, wenn von der Standardrente oder der Eckrente die Rede ist, dann ist damit die Rente gemeint, die jedem zusteht, der mindestens 45 Jahre lang in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat. Die Standardrente ist ein Idealmodell und eine fiktive Rechengröße, da sie viele Faktoren nicht berücksichtigt. Eventuelle Unterbrechungen während der 45 Jahre oder auch unterschiedlich hohe Löhne spielen bei der Berechnung der Standardrente keine Rolle.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit der Standardrente wird die Rente beschrieben, welche jedem zusteht, der mind. 45 Jahre in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat.
  • Unterbrechnungen der Arbeitszeit oder unterschiedliche Lohnhöhen werden bei der Berechnung der Standardrente nicht berücksichtigt.
  • Da das Rentenniveau kontinuierlich sinkt, ist es empfehlenswert, mit einer privaten Rentenversicherung fürs Alter vorzusorgen.

Standardrente und Durchschnittsrente: Unterschiede

Wenn von der Standardrente die Rede ist, dann fällt auch immer wieder der Begriff der Durchschnittsrente. Beide Größen lassen sich aber nicht miteinander vergleichen. Das wird immer dann besonders deutlich, wenn man die Entwicklung der Standardrente und die der Durchschnittsrente in den vergangenen Jahren einander gegenüberstellt: Die fiktive Standardrente lag deutlich über der durchschnittlich bezogenen Rente.

Die Standardrente und das sinkende Rentenniveau

Lange Jahre galten die Renten in Deutschland als sicher und, was noch wichtiger war, als stabil. Das hat sich längst geändert: Weil die Renten nicht mehr im gleichen Maße wie die durchschnittlichen Löhne steigen, sinkt das Rentenniveau. Um das aktuelle Rentenniveau zu ermitteln, wird das Durchschnittseinkommen mit der durchschnittlichen Rente im Verhältnis gesetzt und es wird zwischen netto und brutto unterschieden. Aktuell liegt das Rentenniveau bei etwas über 50 Prozent, im Jahre 2025 werden es jedoch voraussichtlich nur noch knapp 42 Prozent sein. Das bedeutet, dass die Einkommenslücke zwischen Arbeitnehmern und Rentnern im Schnitt immer größer wird.

Private Rente plus Standardrente?

In Anbetracht der sinkenden gesetzlichen Standardrente wird immer wieder dazu geraten, eine private Rentenversicherung abzuschließen. Doch welche Form der privaten Rente ist zu empfehlen?

In den vergangenen Jahrzehnten hatten viele Menschen auf die klassische Lebensversicherung als private Vorsorge für das Alter gesetzt. Mit einem anhaltend niedrigen Zinsniveau erwirtschaftet eine Lebensversicherung aber kaum noch Rendite, und da sie steuerlich nicht absetzbar ist, verliert dieser Klassiker mehr und mehr an Attraktivität.

Eine andere Möglichkeit für die finanzielle Absicherung im Alter stellt die sogenannte Riester-Rente da. Besonders in den letzten Jahren wurde viel für die Riester-Rente geworben, aber auch sie hat Nachteile. In jedem Fall wird empfohlen, mit einem vertrauenswürdigen und fachkundigen Berater in einem persönlichen Gespräch zu klären, welcher Weg der richtige sein kann. Es gibt viele Anlagemöglichkeiten fürs Alter, doch nicht jede passt zur jeweiligen persönlichen Lebenssituation.

Älteres lächelndes Paar am Strand

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