Videostreaming: Mehr als jeder zweite Onliner nutzt Bezahldienste

25.06.2020

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Kostenpflichtige Videostreaming-Dienste verzeichnen steigende Nutzerzahlen. Mehr als jeder zweite Internetnutzer streamt Filme und Serien über Bezahldienste wie Netflix, Amazon Prime Video und Co. Abonnenten geben im Schnitt 17 Euro im Monat aus. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 1.004 Personen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Bezahldienste sind auf dem Vormarsch

53 Prozent der Internetnutzer nutzen Bezahldienste, darunter Netflix, Amazon Prime Video, Apple TV+ oder Sky Ticket. 2019 waren es noch 42 Prozent. Das Angebot für gestreamte Videoinhalte sei in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, beobachtet Bitkom-Experte Dr. Sebastian Klöß. "Während der Corona-Pandemie verbringen viele Menschen mehr Zeit zu Hause – das hat Videostreaming einen zusätzlichen Schub gegeben."

Fast ebenso viele Nutzer zahlen einmalig für Video-Inhalte (67 Prozent) wie für On-Demand-Dienste im Abonnement (65 Prozent). Aber bei der Höhe der Ausgaben gibt es Unterschiede. Wer einmalig kostenpflichtige Inhalte abruft, gibt im Schnitt 9 Euro im Monat aus. Für Abos zahlen Nutzer durchschnittlich 17 Euro monatlich.

Viele Nutzer teilen sich die Streaming-Kosten

Die Kostenlast wird in den einzelnen Haushalten unterschiedlich verteilt: 69 Prozent gaben an, dass sie die Ausgaben für eines ihrer Abonnements mit anderen teilen. 28 Prozent tragen die Kosten allein. 17 Prozent nutzen Streaming-Dienste mit, ohne sich aber an den Kosten zu beteiligen.

Streaming besonders bei Jüngeren hoch im Kurs

Vor allem bei jüngeren Onlinern erfreuen sich On-Demand-Portale großer Beliebtheit. Nahezu zwei Drittel der Internetnutzer zwischen 16 und 29 Jahren (63 Prozent) streamen Video-Inhalte über Bezahldienste. In der mittleren Generation zwischen 30 und 49 Jahren ist es mehr als jeder Zweite (55 Prozent); auch 51 Prozent der 50- bis 64-Jährigen schauen Filme und Serien über kostenpflichtige Streaming-Dienste.