Umfrage: Strom sollte nicht stärker besteuert werden als Heizöl und Erdgas

17.06.2020

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Laut dem Haus- und Systemtechnikhersteller Stiebel Eltron liegt die staatliche Abgabenlast auf Strom rund 8 Mal höher als bei Heizöl und Erdgas. Eine Umfrage im Auftrag des Unternehmens hat ergeben, dass 86 Prozent der Verbraucher diese Verteilung kritisch sehen.

Strompreisbremse kommt gut an

Die Ergebnisse des Energie-Trendmonitor 2020 zeigen, dass die Strompreisbremse im jüngsten Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung auf Zustimmung bei den Verbrauchern trifft. Nicht einmal jeder zehnte Bundesbürger ist davon überzeugt, dass die Energiewende mit hohen Zusatzkosten auf Strom finanziert werden sollte. "Die Alternative zu Erdöl und Gas ist Strom, der für den Antrieb umweltfreundlicher Heizsysteme gebraucht wird", sagt Dr. Nicholas Matten, Geschäftsführer bei Stiebel Eltron. "Die neue Deckelung des Strompreises über die EEG-Umlage auf 6,5 Cent/kWh ab 2021 ist ein richtiges Signal für die privaten Haushalte, um sich von klimaschädlichen Öl- und Gasheizungen zu verabschieden.“

Die meiste Energie wird im Heizungskeller verbraucht

73 Prozent der Befragten sehen den eigenen Heizungskeller als wichtigste Baustelle für die private Energiewende an. Dort fällt rund 80 Prozent des Energieverbrauchs eines Haushaltes an. Zur Finanzierung der Energiewende sollten die Kosten laut Umfrage auf die fossilen Brennstoffe umgelegt werden.

Wärmepumpen holen auf

Stiebel Eltron gibt an, dass die mit Strom betriebene Wärmepumpe beim Neubau von Wohngebäuden bereits die wichtigste Heiztechnik sei. Im Jahr 2019 erreichte sie in Deutschland einen Marktanteil von knapp 46 Prozent und liegt damit deutlich vor Öl- und Gasheizungen. Auch bei der Sanierung von alten Heizungen ist die Nutzung natürlicher Wärme aus Luft, Grundwasser oder Erdreich auf dem Vormarsch. Die Bundesregierung fördert den Einbau von umweltfreundlichen Wärmepumpen stark.