EU: Stärkung der Urheberrechte für Videos und Musik im Internet

14.07.2011

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Brüssel - Autoren und Künstler sollen mehr Rechte erhalten: Die EU-Kommission will die Urheberrechte für Videos und Musik im Internet stärken. Als ersten Schritt will die Europäische Union die Öffentlichkeit zu Rate ziehen. EU-Kommissar Michel Barnier rief am Mittwoch in Brüssel zur Beteiligung an einer öffentlichen Diskussion auf: "Es ist mir wichtig, die Meinung aller betroffenen Akteure - Urheber, ausführende Künstler, Produzenten, Vertriebsfirmen und Verbraucher - zu hören."

Interessierte können noch bis zum 18. November ihre Meinung im Internet abgeben. 2012 soll ein Gesetzesvorschlag für länderübergreifende Online-Lizenzen folgen.

Neue Regeln könnten beispielsweise Video-on-demand und Streaming-Angebote sowie Internet-TV betreffen. Anders als beim Rundfunk gebe es derzeit keine rechtlichen Grundlagen zur Klärung von Urheberrechten für grenzübergreifende audiovisuelle Online-Mediendienste. Die Kommission stellt auch die Frage nach einer angemessenen Vergütung von Autoren und Künstlern für die Online-Nutzung ihrer Werke.

Nach Angaben der Kommission erwirtschaftet die europäische Kulturbranche rund drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes der EU. Sie habe damit einen jährlichen Marktwert von 500 Milliarden Euro. Rund sechs Millionen Menschen seien in der Branche beschäftigt. Der Online-Vertrieb wachse dabei rasant: EU-weit gebe es bereits mehr als 500 Online-Videoplattformen.