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Jahresbilanz: 423 Banken mit Negativzinsen – fast zweieinhalb Mal so viele wie Ende 2020

05.01.2022 | 09:15

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg. Zum Jahresende verlangen insgesamt 423 Kreditinstitute Negativzinsen von ihren Privatkunden. Das sind 245 mehr als noch vor einem Jahr. Wie eine Verivox-Auswertung von rund 1.300 Banken zeigt, haben in diesem Jahr außerdem 90 Kreditinstitute bestehende Minuszinskonditionen verschärft, indem sie den Zins noch tiefer ins Negative abgesenkt oder ihre Freibeträge reduziert haben. Immer häufiger werden auch Klein- und Durchschnittssparer belastet. Dabei ist es rechtlich umstritten, ob Banken überhaupt Negativzinsen verlangen dürfen.

Negativzinsen sind zum Massenphänomen geworden

Inzwischen belastet fast jede dritte Bank in der Verivox-Analyse private Sparguthaben mit Negativzinsen – die Banken selbst sprechen meist von Verwahrentgelten. Insgesamt weisen 423 der insgesamt rund 1.300 ausgewerteten Kreditinstitute auf ihren Internetseiten Negativzinsen für private Tagesgeld-, Giro- oder Verrechnungskonten aus. Das sind 245 mehr als noch vor einem Jahr. Ende 2020 verlangten erst 178 Banken und Sparkassen ein Verwahrentgelt.

„Negativzinsen sind zu einem Massenphänomen geworden und haben längst auch den Durchschnittssparer erreicht“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Während in einer früheren Auswertung im Januar 2021 nur 58 Banken ihren Kunden weniger als 100.000 Euro Freibetrag einräumten, werden mittlerweile viel häufiger auch kleine und mittlere Guthaben belastet. Bei einigen Instituten müssen Sparer schon ab 5.000 oder 10.000 Euro auf dem Konto Negativzinsen zahlen. Mindestens 155 Banken berechnen das Verwahrentgelt ab einem Gesamtguthaben von 50.000 Euro oder weniger.

Banken mit Negativzinsen in der Übersicht

Viele Banken drücken Zins und Freibetrag noch tiefer

Darunter befinden sich auch zahlreiche Häuser, die zu einem früheren Zeitpunkt noch großzügigere Freibeträge gewährt hatten. 90 Banken haben 2021 bestehende Negativzinskonditionen verschärft. Entweder die Institute senkten den Freibetrag, so dass Sparerinnen und Sparer nun schon bei geringeren Kontoständen Negativzinsen bezahlen müssen. Oder die Banken drückten den Zinssatz noch tiefer in den Minusbereich.

19 Banken gehen über den EZB-Strafzins hinaus

Die große Mehrheit orientiert sich bei der Höhe des Verwahrentgelts am negativen Einlagezins der Europäischen Zentralbank (EZB). Auf einen Teil ihrer überschüssigen Einlagen müssen die Banken selbst 0,5 Prozent Strafzinsen zahlen. Insgesamt 19 Kreditinstitute gehen aber noch über diesen EZB-Strafzins hinaus und stellen zumindest einem Teil der Kundschaft Verwahrentgelte von 0,55 bis 1 Prozent in Rechnung. „Mit solchen Abwehrkonditionen machen die Kreditinstitute die Schotten dicht und versuchen, sich vor dem Zufluss weiterer Spargelder zu schützen“, sagt Oliver Maier.

Negativzinsen sind rechtlich umstritten

Ob Banken überhaupt Negativzinsen berechnen dürfen, ist noch nicht abschließend geklärt. Bislang sieht die gängige Praxis so aus: Wenn Banken Negativzinsen im Preisaushang veröffentlichen, greifen diese Konditionen für neue Giro- und Tagesgeldkonten. Wollen die Geldhäuser auch ihre Bestandskunden zur Kasse bitten, treffen sie mit den Betroffenen individuelle Vereinbarungen.

Doch ein Urteil des Berliner Landgerichts stellt die Zulässigkeit von Negativzinsen im Privatkundengeschäft grundsätzlich infrage. Die Richter entschieden, dass die Sparda-Bank Berlin auf ihren Giro- und Tagesgeldkonten keine Negativzinsen erheben darf (Az.: 16 O 43/21). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. „Für die Banken steht in dem Verfahren viel auf dem Spiel“, sagt Oliver Maier. „Sollten die nachfolgenden Instanzen die Entscheidung der Berliner Richter bestätigen, müssten zahlreiche Kreditinstitute unrechtmäßig erhobene Negativzinsen an ihre Kundinnen und Kunden zurückzahlen.“

Gebühren fürs Tagesgeld wirken faktisch wie Negativzinsen

Nicht immer werden Negativzinsen als solche ausgewiesen. Insgesamt 22 Banken und Sparkassen berechnen eine Gebühr für das üblicherweise kostenfrei geführte Tagesgeldkonto. Aus Kundenperspektive entstehen so faktisch Negativzinsen. Das Geld auf dem Konto wird weniger, auch wenn die Bank als Zinssatz 0,00 oder 0,01 Prozent ausweist. 13 dieser 22 Banken belassen es nicht bei der Gebühr, sondern verlangen zusätzlich auch nominell Negativzinsen.

Methodik

Für die Auswertung recherchiert Verivox fortlaufend die online ausgewiesenen Zinsen für private Tagesgeld-, Giro- und Verrechnungskonten von rund 1.300 Banken und Sparkassen. Nicht alle Institute veröffentlichen Negativzinsen frei zugänglich auf ihrer Website. Es gibt also eine Dunkelziffer. Stand der Erhebung ist der 29. Dezember 2021.