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Die Bedachung eines Hauses wirkt sich massiv auf den Beitrag zur Wohngebäudeversicherung aus. So schön die Reetdachhäuser in den Küstenregionen aussehen, so teuer sind sie für die Eigentümer. Abhängig von der Bedachung steigt das Feuerrisiko.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Die Bedachung – so unterscheiden die Versicherer
  3. Weitere Kriterien für die Prämie
  4. Verwandte Themen
  5. Weiterführende Links
  6. Wohngebaeudeversicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bedachung eines Hauses wirkt sich entscheidend auf die Prämie der Wohngebäudeversicherung aus.
  • Weiche Bedachung gilt als feuergefährdeter.
  • Die Bedachung ist ein Definitionsmerkmal für die Bauartklasse.
  • Neben der Bauartklasse entscheidet auch die Region über die Höhe der Versicherungsprämie.

Die Bedachung – so unterscheiden die Versicherer

Die grobe Unterscheidung läuft auf harte Bedachung und weiche Bedachung hinaus. Im Detail wird hier bei der Wohngebäudeversicherung aber noch einmal unterschieden. Als harte Bedachung gelten

  • Ziegel
  • Schiefer
  • Betonplatten
  • Asbestzement
  • gesandte Dachpappe

In die Kategorie der weichen Bedachung fallen

  • Holz
  • Schilf
  • Ried
  • Stroh

Hauseigentümer sollten unbedingt die korrekte Bedachung angeben. Ist diese falsch, wäre der Versicherer im Schadensfall von der Leistung freigestellt. Bei einem Hausbrand bedeutet dies unter Umständen den Ruin.

Die Bedachung wirkt sich direkt auf die Bauartklasse aus. Die Bauartklasse spiegelt das Risiko eines Totalverlustes bei Feuer wider. Je niedriger die Bauartklasse, um so günstiger fällt die Prämie aus. Häuser mit weicher Bedachung finden sich allerdings in den höchsten Bauartklassen IV und V.

Für Fertighäuser gelten eigene Maßstäbe, die durch die jeweilige Fertighausgruppe, FHG, definiert sind. Allerdings fließt die Art der Bedachung auch in die Fertighausgruppe ein. Auch hier gilt, dass ein Hartdach mit Ziegel weniger feuergefährdet ist als ein Weichdach aus Stroh.

Bedachung nicht das einzige Prämienkriterium

Die Bedachung spielt zunächst bei der Einstufung der individuellen Immobilie eine Rolle. Die Bedachung liefert ebenso Berechnungsdaten wie die Ausstattung der Immobilie und die Quadratmeter respektive der umbaute Raum. Allerdings fällt die Prämie für zwei absolut identische Gebäude, eines in Flensburg, eines in Rosenheim, unterschiedlich hoch aus. Einer der Gründe dafür ist „ZÜRS“. Das Kürzel steht für „Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen“. Dieses Cluster wurde vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) entwickelt und teilt Deutschland in unterschiedliche Gefahrenzonen ein, abhängig von den definierten Risiken. Je höher die Gefahrenzone, umso höher ist auch die Versicherungsprämie.

Eine weitere Einteilung basiert auf den Sturmzonen. Auch hier gilt, je stürmischer eine Region ist, umso teurer wird der Prämienanteil für die Sturmversicherung innerhalb der Wohngebäudeversicherung.

Die individuellen Merkmale des Hauses auf der einen Seite, beispielsweise die Bedachung, die allgemeinen Merkmale auf der anderen Seite, die Region respektive der Versicherungsort, bilden am Ende die Grundlage für die Prämienkalkulation.

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