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So kündigen Sie Ihre Wohngebäudeversicherung

Wohngebäudeversicherung

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Inhalt dieser Seite
  1. Vermeiden Sie Versicherungslücken
  2. Kündigung bei finanzierten Gebäuden
  3. Die ordentliche Kündigung: Frist
  4. Die außerordentliche Kündigung
  5. Hier online kündigen

Vermeiden Sie Versicherungslücken

Ob Sie Ihre Wohngebäudeversicherung deshalb kündigen wollen, weil die Beiträge gestiegen sind, oder weil Ihr Altvertrag einfach nur ungünstig ist: Solange das Gebäude noch steht, lohnt es sich, vor der Kündigung eine neue Gebäudeversicherung abzuschließen, um Versicherungslücken zu vermeiden.

Im Online-Vergleich auf Verivox.de können Sie Beiträge und Leistungen ganz einfach gegenüberstellen und so zukünftig Kosten einsparen.

Sobald ein verbindliches, auf die Immobilie zugeschnittenes Angebot vorliegt, kann die Kündigung der Wohngebäudeversicherung erfolgen. Dabei sollte man aber stets die Kündigungsfrist, die sich auf den Eingang beim alten Versicherer bezieht, beachten. Um den rechtzeitigen Eingang im Fall der Fälle nachweisen zu können, sollte die Kündigung per Einschreiben erfolgen.

Kündigung bei finanzierten Gebäuden

Bei einer laufenden Baufinanzierung können Sie in den meisten Fällen die Wohngebäudeversicherung erst kündigen, wenn das Kreditinstitut zustimmt. Dabei kann der Gläubiger eine Sicherungsbestätigung der neuen Versicherung verlangen.

Zudem muss die Einverständniserklärung des Kreditgebers einen Monat vor dem Kündigungstermin beim alten Versicherer vorliegen. Gegebenenfalls verlangen Versicherer auch einen Grundbuchauszug zur Überprüfung des Einverständnisses der Gläubiger. Dieser muss dann ebenfalls einen Monat vor dem Kündigungstermin beim Versicherer vorliegen.

Die ordentliche Kündigung: Frist

In der Regel erfolgt die Kündigung der Wohngebäudeversicherung als eine sogenannte ordentliche Kündigung. Da jede Wohngebäudeversicherung mit einer dreimonatigen Frist zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden kann, spricht man dabei auch von der „Kündigung zum Ablauf“ oder „Kündigung zur Hauptfälligkeit“.

Im Versicherungsschein erkennen Versicherungsnehmer, wann der Versicherungsschutz begann und damit auch, wann ihr Versicherungsjahr abläuft. Drei Monate vor diesem Datum muss eine Kündigung beim Versicherer eingegangen sein, ansonsten bleibt sie erfolglos und die Versicherung ist ein weiteres Jahr gültig.

Einige Verträge binden die Kunden auch für drei oder fünf Jahre an die Gesellschaft. Hier ist eine reguläre Kündigung erst nach Ablauf dieser Zeit möglich.

Die außerordentliche Kündigung

Kündigung nach einer Beitragserhöhung

Neben der ordentlichen Kündigung können Verbraucher die Wohngebäudeversicherung kündigen, nachdem der Versicherer eine Beitragserhöhung durchgeführt hat. Erfolgt dabei keine Leistungssteigerung und ist die Erhöhung der Beiträge nicht nur auf die allgemeine Anhebung der Baukosten oder die gleitende Neuwert-Sicherung zurückzuführen, haben Versicherungsnehmer ein Sonderkündigungsrecht.

Aber auch für diese Art von Kündigung gibt es Fristen. Spätestens einen Monat nach Erhalt der Benachrichtigung über die Beitragsanhebung muss die Kündigung erfolgt sein. Eventuell gezahlte Beiträge werden dann zurückerstattet.

Ausnahmen: Für Verträge, die zwischen 1991 und dem 29.07.1994 abgeschlossen wurden, muss eine Beitragserhöhung im Vergleich zum Vorjahr über 5% und im Vergleich zum Erstbeitrag über 25% ausmachen, damit eine Sonderkündigung möglich ist. Ist Ihr Vertrag noch älter, gelten nur die vertraglichen Bestimmungen.

Kündigung nach einem Schadensfall

Auch nach dem Abschluss eines versicherungspflichtigen Schadens kann die Wohngebäudeversicherung gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat nachdem die Entschädigungszahlung oder das Erledigungsschreiben ankommt. Bei der Kündigung müssen Versicherungsnehmer die Schadennummer angeben und wählen, ab wann sie die Wohngebäudeversicherung kündigen möchten. Auch hier muss die Kündigung innerhalb eines Monats ausgesprochen werden. Die Kündigung kann mit sofortiger Wirkung oder bis zum Ende des Versicherungsjahres ausgesprochen werden.

Kündigung nach Eigentümerwechsel

Im Gegensatz zu einer Hausratversicherung, die man bei Umzug mitnimmt, geht eine bestehende Gebäudeversicherung bei Eigentümerwechsel automatisch auf den neuen Besitzer über. So wird eine Versicherungslücke für den Erwerber vermieden. Dem neuen Hausbesitzer steht allerdings ein Sonderkündigungsrecht zu. Auch hier gilt eine einmonatige Kündigungsfrist. Sie beginnt mit dem Grundbucheintrag oder bei einer Zwangsversteigerung mit dem Zuschlag. Auch bei Eigentümerwechsel kann der Erwerber die Wohngebäudeversicherung mit sofortiger Wirkung kündigen.

Bis zum Inkrafttreten des neuen Versicherungsvertragsgesetzes hatten Versicherer Anspruch auf die Beitragszahlung bis zum Ende des Versicherungsjahres. Heute darf der Versicherer nach § 39 VVG allerdings nur die Beiträge beanspruchen, die dem Zeitraum entsprechen, in dem Versicherungsschutz tatsächlich bestanden hat.

Der Eigentümerwechsel muss dem Versicherer stets angezeigt werden. Bei der Kündigung muss der Erwerber einen aktuellen Grundbuch-Auszug vorlegen, um nachzuweisen, dass er berechtigt ist, die Wohngebäudeversicherung zu kündigen.

Hier online kündigen

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