Touchscreens machen mechanische Tasten und Mäuse überflüssig – sie werden ausschließlich mit dem Finger bedient. Dank der berührungsempfindlichen Bildschirme ergeben sich zudem völlig neue Möglichkeiten für Design und Funktionalitäten von elektrischen Geräten. Besonders im Smartphone- und Tablet-Markt sind Touchscreens inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Aber auch in anderen Bereichen hält die Steuerung per Fingerzeig zunehmend Einzug.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt verschiedene Arten von Touchscreens mit unterschiedlichen Einsatzgebieten: Resistive, kapazitive und induktive Touchscreens.
  • Besonders gut eignet sich die Touchscreen-Bedienung für das Surfen im Internet und auch für die Nutzung von Apps.
  • Der Trend von reinen Touch-Betriebssystemen für Tablet-PCs oder Smartphones geht hin zu solchen für normale Desktop-PCs oder Notebooks.

Von Druck bis zur zarten Berührung

Es gibt verschiedene Arten von Touchscreens, die jeweils in anderen Bereichen zum Einsatz kommen. Die drei häufigsten Technologien sind resistive, kapazitive und induktive Touchscreens. Resistive Touchscreens reagieren auf Druck. Sie zählten zu den ersten Touchscreens und werden beispielsweise in PDAs und Navigationsgeräten verbaut. Kapazitive Touchscreens erlebten ihren Durchbruch mit der Markteinführung von Apples iPhone. Sie reagieren nicht mehr auf Druck, sondern auf elektrische Spannung. Da jeder Mensch eine geringe Spannung besitzt, ist die Bedienung mit dem Finger ohne Druck möglich. Induktive Touchscreens zeichnen sich durch die Bedienung mit einem speziellen Eingabestift aus. Diese Technik kommt bei einigen Tablet-PCs und Grafik-Tablets zum Einsatz.

Das Ende der Tastatur?

Seit dem riesigen Erfolg des iPhones setzen nahezu alle Smartphone-Hersteller inzwischen auf Geräte mit Touchscreen. Ob Samsung, HTC oder BlackBerry: Mobiltelefone mit Tastatur sind inzwischen Nischenprodukte geworden. Lange Zeit bemängelten Kritiker, dass das Schreiben von beispielsweise E-Mails auf Touchscreens unangenehm sei - ein Argument für Tastaturen. Doch auch Nutzer, die mit ihrem Smartphone viele Mails schreiben, setzen inzwischen auf Touchscreens. Das zeigt sich auch an der Krise des Herstellers BlackBerry, der noch lange auf Tastaturen setzte: Das klassische E-Mail-Smartphone wird kaum noch gekauft. Besonders gut eignet sich die Touchscreen-Bedienung für das Surfen im Internet und auch für die Nutzung von Apps.

Im Tablet-Markt hingegen sieht das anders aus. Zu nahezu jedem Tablet-Modell gibt es inzwischen optionale Tastaturen, die meist per Bluetooth mit dem Gerät verbunden sind. Denn längere Texte sind auf einem Touchscreen definitiv schwieriger zu tippen als auf einer mechanischen Tastatur. Wer das Tablet als Computer-Ersatz nutzen möchte, kommt meist nicht am Kauf einer solchen externen Tastatur vorbei.

Windows 8: Das erste Touch-Betriebssystem für den PC

Dass sich Touchscreens auch im PC-Markt etablieren könnten, lassen die Microsoft-Betriebssysteme ab Windows 8 erahnen. Schon die Oberfläche von Windows 8 konnte sowohl mit Fingerberührungen als auch über Maus und Tastatur bedient werden. Somit geht der Trend von reinen Touch-Betriebssystemen für Tablet-PCs oder Smartphones hin zu solchen für normale Desktop-PCs oder Notebooks. Dennoch wird die Maus – zumindest aus dem Arbeitsalltag – wahrscheinlich nie ganz verschwinden. Denn viele Programme benötigen eine präzise Steuerung, die derzeit nur die Maus bietet. Hinzu kommt, dass die Touchsteuerung am Computerbildschirm wegen der ausgestreckten Arme über die Dauer eines Arbeitstages zu anstrengend wird.

Nächste Station: Flexible Touchscreens

Die nächste Generation von Touchscreens wird flexibel sein - genauso wie die Geräte, die damit gesteuert werden können. Zuerst präsentierte LG ein flexible Smartphone mit Touchscreen. Der Biegsamkeit des Gerätes sind noch deutliche Grenzen gesetzt, doch es macht deutlich, dass der Trend zum zusammenfaltbaren Smartphone geht. "Edge"-Ausführungen einiger Samsung-Geräte deuten bereits an, dass hier schon bald weitere Produkte folgen werden.

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