Für Smartphone-Displays, Computer- und Laptop-Bildschirme werden immer häufiger OLED- bzw. AMOLED-Technologien verwendet. Diese Technik findet sich auch in Großbildschirmen, in der Raumbeleuchtung und bei biegsamen Bildschirmen. Sie wird wegen ihrer hohen Bildqualität besonders geschätzt. Im Folgenden werden diese beiden Technologien vorgestellt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was versteht man unter OLED?
  3. Wie funktioniert ein OLED-Display?
  4. Was heißt AMOLED?
  5. Wie arbeitet ein AMOLED-Display?
  6. Vorteile der OLED-Displays im Vergleich mit LCD-Bildschirmen
  7. Nachteile der OLED-Displays
  8. Wo werden OLEDS eingesetzt?
  9. Was ist QLED?
  10. Fazit
  11. Verwandte Themen
  12. Weiterführende Links
  13. Jetzt Handytarife vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die OLED-Technologie bietet kostengünstige Displays mit sehr guter Bildqualität.
  • Die Displays können durch diese Technik extrem dünn werden.
  • OLED-Displays sind relativ empfindlich und haben eine kürzere Lebensdauer als LCD-Displays.

Was versteht man unter OLED?

OLED steht für "Organic Light Emitting Diode". Damit sind Leuchtdioden gemeint, die aus organischem Material hergestellt werden. Organisch ist hier im chemischen Sinne als Gegensatz zu anorganisch zu verstehen. Es hat in diesem Zusammenhang nichts mit lebendig oder biologisch zu tun. Es handelt sich meist um metall-organische Komplexe, die die Elektrolumineszenz ausnutzen.

Wie funktioniert ein OLED-Display?

Die OLED besteht aus mehreren Schichten. Die Anode aus Indium-Zinn-Oxid befindet sich auf einer Glasscheibe. Darüber wird eine Lochleitungsschicht aufgebracht. Darauf folgt eine Schicht mit organischem Farbstoff. Sie wird Emitterschicht genannt. Eventuell folgt nun noch eine Elektronenleitungsschicht. Den Abschluss bildet die Kathode aus einem Metall oder einer Metalllegierung. Die Elektronen der Kathode und die Löcher der Anode driften aufeinander zu und treffen sich schließlich. Hierdurch wird das Farbmolekül angeregt und sendet ein Photon aus. Dies wird vom menschlichen Auge als Farbe wahrgenommen.

Was heißt AMOLED?

AMOLED heißt Aktiv-Matrix-OLED. Dies bedeutet, dass die einzelnen Pixel des Displays über eine Matrix aktiv angesteuert werden. Dabei hat jedes Pixel seine eigene Verbindung zum Strom, durch die es zum Leuchten angeregt wird. Das Gegenteil von AMOLED ist PMOLED, eine OLED mit einer passiven Matrix.

Wie arbeitet ein AMOLED-Display?

Für die Herstellung von AMOLED-Displays gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:

  • die RGB-SBS-Technik
  • die WOLED-Technologie

Was ist die RGB-SBS-Technik?

Für die vergleichsweise kleinen Bildschirme der Smartphones wird die RGB-SBS-Technik verwendet. Hierbei emittiert jedes Pixel der Matrix eine der drei Grundfarben Rot, Gelb oder Blau. Dadurch kann ein großer Farbraum mit einer kleinen Leistungsaufnahme dargestellt werden. Das ist ideal für Smartphone-Displays. Allerdings ist das Herstellungsverfahren äußerst aufwendig und fehleranfällig. Durch eine sehr feine Metallmaske werden dabei die Farbpixel auf das Substrat aufgetragen. Hierbei ist eine extrem große Genauigkeit erforderlich.

Wie funktioniert die WOLED-Technologie?

Bei dieser Technik werden die Grundfarben nicht durch spezielle Pixel dargestellt, vielmehr selektiert ein Farbfilter aus weißem Licht die Grundfarben pro Pixel. Die Herstellung von Displays mit dieser Technik ist einfacher und kostengünstiger. Daher wird sie hauptsächlich für große Anzeigen verwendet.

Vorteile der OLED-Displays im Vergleich mit LCD-Bildschirmen

Im Vergleich mit herkömmlichen Handy-Displays bringen OLED-Bildschirme einige Vorteile mit:

  • Sie haben einen sehr hohen Kontrast, da bei ihnen keine Hintergrundbeleuchtung erforderlich ist.
  • OLED-Displays benötigen weniger Energie, da nur die Pixel angesteuert werden, die zur Darstellung benötigt werden.
  • Da sie weniger Energie benötigen, werden sie auch nicht so warm.
  • OLED-Displays können viel dünner realisiert werden, da ja keine Hintergrundbeleuchtung erforderlich ist.
  • Die Reaktionszeit dieser Displays ist ungefähr 1.000 Mal schneller.
  • Diese Displays sind in der Herstellung günstiger, da weder Reinraum noch Vakuum benötigt werden
  • Mit OLEDs können auch sehr große Anzeigen realisiert werden.

Nachteile der OLED-Displays

Bei allen Vorteilen hat diese Technologie doch auch einige Schwächen:

  • Sie haben eine geringere Lebensdauer als LCD-Displays.
  • Die Lebensdauer des OLED-Displays ist temperaturabhängig. Eine gute Kühlung lässt es länger leben.
  • Die Lichtausbeute einer OLED ist geringer als die einer herkömmlichen LED.
  • Das Material reagiert empfindlich auf Umwelteinflüsse wie beispielsweise Wasser oder Sauerstoff. Die Displays müssen daher dicht gekapselt sein.

Wo werden OLEDS eingesetzt?

Neben den Smartphone-Displays gibt es noch eine Reihe anderer Anwendungen für diese Technologie. Beispiele hierfür sind:

  • Fernseher
  • Beleuchtung
  • Tablets und PCs
  • Kameras
  • Camcorder
  • MP3-Player
  • flexible, gebogene, eventuell auch aufrollbare Displays
  • transparente Displays

Was ist QLED?

QLED ist eine von Samsung entwickelte Anzeige-Technologie. Hier wird – im Gegensatz zu OLED – eine flächendeckende Hintergrundbeleuchtung verwendet. Das Q kommt von "Quantum Dot". Dies sind Nanokristalle, die Licht absorbieren und später wieder abstrahlen. Diese Technik bietet noch bessere Kontraste und ein tiefes Schwarz. Bei der seitlichen Betrachtung des Displays bleiben Farbe und Kontrast fast so brillant wie bei der Betrachtung von vorne.

Fazit

Die OLED-Technologie stellt zurzeit die beste Display-Technik in Hinblick auf Bildqualität und Energieverbrauch dar. Zwar ist sie etwas teurer und hat eine geringere Lebensdauer als vergleichbare Techniken, gerade bei Smartphones fallen diese Nachteile aber kaum ins Gewicht. Das Display ist vergleichsweise klein und Smartphones werden regelmäßig durch neuere Modelle ersetzt. Diese Technologie ist mittlerweile auch bewährt, sodass der Benutzer nicht mit den üblichen "Kinderkrankheiten" neuer Techniken rechnen muss.

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