Detaillierte Stellungnahme zur Sektoruntersuchung „Vergleichsportale“ des Bundeskartellamtes

Heidelberg. Das Bundeskartellamt hat im Rahmen seiner Sektoruntersuchung Vergleichsportale am 12.12.2018 ein Konsultationspapier mit vorläufigen Ergebnissen sowie eine dazugehörige Pressemitteilung veröffentlicht.

04.02.2019

Bild: Junges Paar vergleicht Verträge Bild: ©Jelena / Adobe Stock / Text: Verivox

Zu den Inhalten des Berichtes nimmt Verivox wie folgt Stellung:

Verivox arbeitet seit Jahren vertrauensvoll mit Verbraucherschützern und dem Bundeskartellamt zusammen und begrüßt vor diesem Hintergrund die Zielsetzung der Sektoruntersuchung, Verbrauchern noch mehr Sicherheit bei der Nutzung von Vergleichsportalen zu geben.

Die Untersuchungsergebnisse bestärken Verivox darin, als Vergleichsportal seinen Kunden einen verbraucherrechtlich exzellent aufgestellten Service zu bieten.

Im Sinne des aktiven Verbraucherschutzes hat Verivox seinen Service in den letzten 10 Jahren kontinuierlich verbessert. Neben regelmäßigen Tests durch unabhängige Prüfinstitute wie den TÜV hat Verivox zum Schutz seiner Kunden verbraucherfreundliche Voreinstellungen eingeführt, die sich u.a. an den spezifischen Vorgaben der Verbraucherschützer oder der Stiftung Warentest orientieren.

Spezielle Verbraucherschutzrichtlinien für Tarifrechner geben den Kunden darüber hinaus ein Plus an Sicherheit bei der Auswahl der Angebote, ohne auf eine große Markttransparenz der verglichenen Märkte verzichten zu müssen.

Als einziger Vertreter der deutschen Digitalwirtschaft hat Verivox im Rahmen eines EU-Projektes seit 2012 an der Entwicklung von Kriterien für mehr Qualität und Transparenz bei Vergleichsportalen mitgearbeitet und diese als Vorreiter der Branche auch umgesetzt. Die Forderung der Verbraucherschutzministerkonferenz nach einer Selbstverpflichtung der Vergleichsportale hat Verivox mit einem konstruktiven Vorschlag unterstützt (Ein erster Vorschlag wurde im August 2018 dem Wirtschaftsministerium und final am 30.01.2019 in Berlin öffentlich vorgestellt (zur Pressemitteilung). Hierzu hatte Verivox vorab mit den entsprechenden Stakeholdern aus Politik und Verbraucherschutz Gespräche geführt, um belastbare Lösungsvorschläge anzubieten, die ganz im Dienste eines bestmöglichen und zukunftsorientierten Verbraucherschutzes stehen.

Äußerst beunruhigend findet Verivox, wie der fundierte Untersuchungsbericht in der Medien-Berichterstattung wiedergegeben wurde. Auf Grund des vorwiegend negativen Tenors (hervorgehoben durch pauschale Kritik, die nicht nach Branchen oder Unternehmen differenziert hat) ist davon auszugehen, dass vielen seriös arbeitenden Vergleichsportalen wie z. B. Verivox ein erheblicher Imageschaden entstanden ist. (Die Gesamtreichweite seit Veröffentlichung der Untersuchung am 12. Dezember 2018 betrug rund 230 Millionen (Stand 22.01.2019, gemessen durch externe Medienbeobachtung Meltwater und Landau Media)).

Vor diesem Hintergrund wird Verivox das Bundeskartellamt dringend ersuchen, bei der Kommunikation des finalen Berichtes deutliche, sehr transparente und klare Differenzierungen nach Branchen und Unternehmen vorzunehmen. Andernfalls ist der Imageschaden für in Deutschland tätige Unternehmen mit zahlreichen Arbeitsplätzen extrem hoch und verschafft weniger stark regulierten ausländischen Unternehmen deutliche Wettbewerbsvorteile.

Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Regelungen/Anforderungen, die sich teilweise widersprechen. Allerdings können Vergleichsportale nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Hier muss der Gesetzgeber klare Vorgaben definieren.

Beispiele für derartige Konfliktfelder:

- Verbraucherschützer fordern, dass die Portale ihre Voreinstellungen so einstellen, dass der weniger mündige Verbraucher nicht in für ihn schlechte Angebote geleitet wird (Beispiele waren hier u. a. besonders günstige Angebote mit Vorauskasse und Kaution) – was sich u. E. nicht mit der Sichtweise des Bundeskartellamtes deckt.

- Verbraucherschützer prangern im Rahmen der Untersuchungsergebnisse der digitalen Marktwächter an, dass auf Vergleichsportalen nicht immer der günstigste Preis zu finden sei. Das Bundeskartellamt hingegen kritisiert die von Portalen selbst gegebenen Boni oder „Nirgendwo-Günstiger-Garantien“, welche den Verbrauchern eben gerade den günstigsten Preis garantieren sollen.

Zu den verbraucherrechtlichen Problemfeldern, die das Bundeskartellamt in seinem Bericht zitiert, nimmt Verivox wie folgt Stellung (PDF):

> Zur Stellungnahme (pdf)

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