Ein Blitzer dient der Polizei zur Geschwindigkeitsüberwachung. Das Gerät ermöglicht auch die Ahndung von Rotlichtverstößen. Um zu überprüfen, ob ein Autofahrer das festgelegte Tempolimit einhält, stehen den Beamten verschiedene Messtechniken zur Verfügung. Der klassische Blitzer liefert stets ein Beweisfoto, das der entsprechenden Behörde die Möglichkeit gibt, ein Bußgeld zu verhängen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Die verschiedenen Arten von Blitzern
  3. Blitzer-Warner und Manipulationen sind nicht erlaubt
  4. Die häufigsten Verstöße bei Blitzern
  5. Womit müssen Sie rechnen, wenn Sie geblitzt wurden?
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Blitzer ist ein technisches Gerät, mit dem die Polizei überprüft, ob ein Fahrzeugführer sich innerhalb des vorgeschriebenen Temporahmens bewegt.
  • Wie hoch die Strafe bei einem Verstoß ausfällt, bedingt im Wesentlichen der Grad der Geschwindigkeitsübertretung.
  • Ein Einspruch ergibt dann Sinn, wenn die Messung fehlerhaft war, der Bescheid zu spät ankam oder das Gesicht auf dem Foto nicht erkennbar ist.

Die verschiedenen Arten von Blitzern

Grundsätzlich gibt es mit stationären Blitzern und mobilen Blitzern zwei unterschiedliche Gerätetypen. Ein stationärer Blitzer wird im Volksmund auch „Starenkasten“ genannt. Im Regelfall handelt es sich dabei um einen Kasten mit zwei Linsen, der Radarwellen nutzt. Es existieren jedoch auch sogenannte Radarsäulen. Einen mobilen Blitzer kann die Polizei in einem Fahrzeug mitführen und für kurzzeitige Einsätze verwenden. Dabei existieren unterschiedliche Ausprägungen. Gebräuchlich sind vor allem Radargeräte, Laser- und Lichtschrankenmessgeräte sowie das Police-Pilot-System.

Mobiles Radargerät

Die Radartechnik gilt als meistverwendete Methode. Der Blitzer befindet sich entweder in einem Auto oder ist an ein Stativ angebracht, das am Rand der Fahrbahn platziert ist. Mobile Radargeräte verfügen über eine Reichweite von etwa 40 Metern und schießen bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung ein Blitzer-Foto.

Lasermessgerät

Laserferngläser oder -pistolen sind eine vergleichsweise neue Technologie. Sie ermitteln die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs mithilfe eines ausgesendeten Lichtimpulses, den das Fahrzeug reflektiert. Die Messung führt ein Polizist durch. Der zuständige Beamte notiert das Nummernschild und gibt dieses dann an Kollegen weiter, die das entsprechende Fahrzeug anhalten. Der Messbereich der Geräte liegt bei bis zu 300 Metern.

Lichtschranken-Blitzer

Die Verbreitung der Lichtschrankenmessung nimmt in Deutschland kontinuierlich zu. Hier stellen die Polizisten an beiden Fahrbahnseiten mehrere Sender und Empfänger auf, die jeweils paarweise durch einen Lichtstrahl verbunden sind. Durchfährt ein Auto die Lichtschranken, kann die Polizei dessen Geschwindigkeit genau einschätzen. Bei einem Verstoß schießt der Blitzer auch hier ein Foto.

Police-Pilot-System

Das Police-Pilot-System setzt sich aus einem geeichten Tacho und einer Videokamera zusammen, die in das Polizeiauto eingebaut werden. Damit haben die Beamten die Möglichkeit, die Messung während der Fahrt vorzunehmen. Das System dokumentiert dabei die Verfolgung. Diese Art der Geschwindigkeitsüberwachung verwendet die Polizei vor allem auf Autobahnen.

Blitzer-Warner und Manipulationen sind nicht erlaubt

Die Weitergabe von Blitzer-Standorten durch das Radio ist nicht illegal. Daher nehmen viele Autofahrer an, dass dies auch auf andere Hilfsmittel zutrifft. Allerdings handelt es sich dabei um einen Trugschluss. Sie können einen Blitzer zwar beim Radiosender Ihrer Wahl melden, andere Blitzer-Warner sind jedoch nicht erlaubt. Dies gilt sowohl für Blitzer-Apps als auch für Radar-Warner sowie Laser Jammer, Reflektoren und sonstige Störsender. Wer derartige Software oder Geräte nutzt beziehungsweise im Auto mit sich führt, muss mit Strafen rechnen. Im Fall eines Verstoßes verhängt die Polizei ein Bußgeld von 75 Euro. Hinzu kommt ein Punkt in Flensburg.

Die häufigsten Verstöße bei Blitzern

Laut dem deutschen Kraftfahrt-Bundesamt sind Geschwindigkeitsübertretungen die mit Abstand häufigste Ordnungswidrigkeit, und zwar bei beiden Geschlechtern. Zu welchem Anteil dies innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften geschieht, gibt die Statistik nicht an. Überhöhte Geschwindigkeit innerorts bestraft das Gesetz aufgrund des höheren Gefahrenpotenzials – zum Beispiel bei spielenden Kinder – mit höheren Bußgeldern. Die Zahl der Verstöße liegt pro Jahr durchschnittlich im mittleren sechsstelligen Bereich.

Womit müssen Sie rechnen, wenn Sie geblitzt wurden?

Nachdem ein Blitzer die Geschwindigkeitsübertretung eines Fahrzeugführers registriert hat, erhält dieser einen Anhörungsbogen, den er ausgefüllt zurücksendet. Experten empfehlen jedoch, lediglich Angaben zu machen, wenn diese zu den eigenen Gunsten ausfallen. Im Anschluss schickt die zuständige Behörde dem Betroffenen einen Bußgeldbescheid. Aus dem Dokument geht hervor, welcher Verstoß zur Last gelegt wird und wie hoch das Bußgeld ausfällt. Die Höhe der Strafe hängt vom Vergehen ab. Wer beispielsweise innerorts 21 km/h zu schnell fährt, erhält ein Bußgeld von 80 Euro und zusätzlich einen Punkt in Flensburg. Benötigt die Bußgeldstelle allerdings mehr als drei Monate zur Zustellung des Bescheids, gilt das Delikt als verjährt.

Wann ergibt ein Einspruch Sinn?

Nach Erhalt des Bußgeldbescheids besteht zwei Wochen lang die Möglichkeit, Einspruch zu erheben. Erst nach dieser Zeitspanne erlangt das Dokument Rechtskräftigkeit. Wer Einspruch einlegen möchte, sollte unbedingt auf eine stichhaltige Begründung achten. Chancen auf Erfolg hat der Antragssteller vor allem, wenn:

  • ein Mess- oder Installationsfehler vorlag
  • die Behörde den Bescheid zu spät losgeschickt hat
  • das Gesicht des Fahrers nicht erkennbar ist

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