E-Health: 3,4 Millionen Menschen nutzen internetfähige Gesundheitsgeräte

23.02.2021 | 15:53

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Smarte Gesundheitsgeräte können Gesundheitsdaten wie Blutzucker, Blutdruck oder Körpergewicht messen – und so die medizinische Vorsorge und Behandlung im Alltag erleichtern. 3,4 Millionen Menschen in Deutschland nutzten im ersten Quartal 2020 Gesundheitsgeräte, die mit dem Internet verbunden sind. Das ergab eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten.

Ältere nutzen smarte Gesundheitsgeräte seltener

Im ersten Quartal 2020 nutzten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,4 Millionen Menschen in Deutschland internetfähige Geräte aus dem Bereich Gesundheit – das sind fünf Prozent der Gesamtbevölkerung. Smarte Gesundheitsgeräte kommen demnach vor allem bei Erwachsenen zwischen 25 und 54 Jahren zum Einsatz (6 Prozent). Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 10 und 24 Jahren sind es vier Prozent. Dagegen nutzten nur drei Prozent der 55-Jährigen und Älteren smarte Geräte zur medizinischen Vorsorge und Behandlung.

Wearables sind verbreiteter

Internetfähige Gesundheitsgeräte werden deutlich seltener verwendet als smarte Gadgets wie Fitnesstracker oder Smartwatches. Wearables wurden im selben Zeitraum von 15,5 Millionen Menschen genutzt. Gemessen an der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil der Anwender bei 21 Prozent.

EU-Vergleich: Dänen und Tschechen sind Spitzenreiter

In Tschechien verwendeten 35 Prozent der Bevölkerung smarte Uhren, Fitnessarmbänder und Co. Das ist der höchste Wert unter allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen Finnland (33 Prozent) und Estland (31 Prozent). Die EU-weite Nutzungsquote lag bei 19 Prozent. Internetfähige Gesundheitsgeräte verwendeten dagegen nur fünf Prozent der EU-Bevölkerung im Alter von 16 bis 74 Jahren. Dänemark ist hier der Spitzenreiter (12 Prozent), gefolgt von Slowenien (9 Prozent) und Österreich (8 Prozent).

Gefragt wurde, ob in den letzten drei Monaten vor der Erhebung internetfähige Gesundheitsgeräte (zum Beispiel intelligente Waagen) oder andere smarte Geräte aus dem Bereich Gesundheit genutzt wurden, etwa Smartwatches, Fitnessarmbänder oder intelligente Brillen.