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Niedrige Zinsen wirken sich auf Betriebsrenten aus

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa

München/Frankfurt - Für Millionen Beschäftigte verbessert die betriebliche Altersversorgung die gesetzliche Rente ganz deutlich. Sie können zwar nicht auf Millionen aus der Betriebsrente hoffen wie mancher Spitzenmanager. Aber auch die Zeiten, in denen viele Beschäftigte mit einer festen Verzinsung von 3,5 bis 4 Prozent ihrer Beiträge rechnen konnten, scheinen vorerst vorbei zu sein.

Für die Unternehmen wird es angesichts des Dauertiefs an der Zinsfront immer schwieriger, hohe Renditen für künftige Ruheständler zu erwirtschaften. "Der Trend geht zu Versorgungssystemen ohne feste Zusagen, bei denen die Beschäftigten stärker am Risiko beteiligt werden. Die Zusagen werden beispielsweise an die Entwicklungen bestimmter Wertpapiere gekoppelt", sagt Carl-Heinrich Kehr, Investmentstratege beim Beratungsunternehmen Mercer.

Für die Beschäftigten heißt das: Läuft es an den Finanzmärkten gut, profitieren sie davon, geht es bergab, fällt die betriebliche Altersversorgung schmaler aus. Die eingezahlten Beiträge müssen sie in jedem Fall herausbekommen.

Bei Klein- und Mittelständlern häufig Rentenversicherungen

Mehr als die Hälfte von 26 untersuchten deutschen Großunternehmen haben nach Angaben des Beratungsunternehmens Towers Watson inzwischen flexible Modelle ohne feste Zinszusagen. Mittelständler setzten häufig auf Rentenversicherungen, berichtet Towers-Watson-Experte Thomas Jasper. Die Höhe der Zahlungen im Ruhestand richtet sich nach den Leistungen einer Lebensversicherung.

"Es ist kaum noch zu schaffen, feste Zusagen am Markt zu erwirtschaften", sagt auch Versicherungsexpertin Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das Problem der flexiblen Modelle: Die Beschäftigte könnten kaum noch einschätzen, was sie am Ende herausbekommen.

Wer schon im Ruhestand ist, muss sich kaum Sorgen machen: "Laufende Betriebsrenten zu kürzen, ist nahezu unmöglich", sagt Florian Swyter von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Anwartschaften - also Zusagen für künftige Ruheständler - zu ändern, ist ebenfalls nicht einfach. Vor allem bei Betriebsvereinbarungen seien enge Grenzen gesetzt, erläutert Swyter. Ist die Altersversorgung in einem Tarifvertrag geregelt, sei der Spielraum für Änderungen dagegen etwas größer.

Streit um Betriebsrente bei der Lufthansa

Der Umbau der Altersvorsorge birgt durchaus Zündstoff - wie das Beispiel Lufthansa zeigt. Sie hat allen Lufthanseaten ab 2014 die Betriebsrenten aufgekündigt und will mit den Gewerkschaften den Wechsel auf feste Zuschüsse anstelle verbindlicher Pensionszusagen verhandeln. Das Zinsrisiko tragen dann die Beschäftigten. Ärger gibt es unter anderem deswegen mit den auf Streiks setzenden Piloten.  

Maßstab für die Berechnung von Pensionslasten ist die Rendite von Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Sinkt die Rendite der Anleihen, steigt der in der Bilanz anzusetzende Gegenwert der Pensionsverpflichtungen. Die Rendite - in der Fachsprache Rechnungszins genannt - ist auf Talfahrt. So kürzte Mercer seine Zinsempfehlung von 3,7 Prozent Ende 2013 auf 2,7 Prozent Ende Juli.

Legt man diesen Wert zugrunde, steigen die Pensionsverpflichtungen der 30 Dax-Konzerne auf etwa 341 Milliarden Euro. Ende 2013 waren es noch 301 Milliarden. Die Folge: Die Unternehmen müssen mehr Rückstellungen bilden, was am Eigenkapital nagt. "Die Belastung des Eigenkapitals ist schmerzhaft für die Unternehmen", sagte Thomas Hagemann, Versicherungsmathematiker bei Mercer. Denn sinkt das Eigenkapital, besteht die Gefahr, dass Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit des Unternehmens herabstufen. Schlechtere Noten der Bonitätswächter können wiederum die Kreditaufnahme verteuern.

Auch Ex-Vorstände bekommen weniger

Ein weiterer Ausweg aus der Zinsfalle kann die Anlagestrategie sein. Mercer zufolge wollen Dax-Konzerne und andere Großunternehmen die Anlage in Anleihen in diesem Jahr auf 50 Prozent verringern (Vorjahr: 57 Prozent) und stattdessen stärker auf Aktien und andere Investments setzen.

Selbst manche Spitzenmanager werden im Ruhestand mit weniger auskommen müssen als ihre Vorgänger. Zwar zahlten Dax-Konzerne der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zufolge im vergangenen Jahr im Schnitt fast acht Millionen Euro an Ruhestandsbezügen an Ex-Vorstandsmitglieder. Mit neu berufenen Vorständen werde jedoch oft ein geringeres Leistungsniveau vereinbart als bei ihren Vorgängern, erklärte der Autor der Studie, Hans Evers.