Hackschnitzelheizung

Die Hackschnitzelheizung ist die clevere Variante der Holzheizung. Wer einen wesentlich umweltfreundlicheren Brennstoff sucht als Öl oder Gas, sollte sich über die Hackschnitzelheizung informieren. Im Gegensatz zu anderen Holzheizungen kann hier mit Abfall geheizt werden.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Eine Variante der Holzheizung
  3. Anschaffungskosten
  4. Staatliche Förderung
  5. Durchschnittlicher Verbrauch
  6. Kosten im Vergleich
  7. Wie werden Hackschnitzel gelagert?
  8. Vorteile einer Hackschnitzelheizung
  9. Nachteile der Hackschnitzelheizung
  10. Jetzt Gaspreise vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hackschnitzelheizung ist im laufenden Betrieb günstiger als andere Heizungsarten.
  • Für die Anschaffung und den Einbau muss man mit Kosten zwischen 17.000 und 30.000 Euro rechnen.
  • Die Hackschnitzelheizung nutzt umweltfreundlich Brennstoffe und wird daher staatlich gefördert.
  • Moderne Hackschnitzelheizungen arbeiten vollautomatisch und sind extrem leistungsstark.

Hackschnitzelheizung - clevere Variante der Holzheizung

Wer einen wesentlich umweltfreundlicheren Brennstoff sucht als Öl oder Gas, sollte sich über die Hackschnitzelheizung informieren. Im Gegensatz zu anderen Holzheizungen kann hier mit Abfall geheizt werden.

Wie funktioniert eine Hackschnitzelheizung?

Das Herzstück der Hackschnitzelheizung ist der Brennkessel. In ihm werden die Hackschnitzel verfeuert. Eine automatische Zuführung transportiert sie vom Lager zum Brennkessel. Die nach der Verbrennung zurückbleibende Asche wird in einen Ascheeimer verbracht. Die durch die Verbrennung der Hackschnitzel entstehende Wärme wird genutzt, um – über einen Wärmetauscher – das Wasser der Heizungsanlage zu erwärmen. In der Regel ist zwischen Brennkessel und Heizung ein gut isolierter Wassertank als Pufferspeicher installiert.

Die Kosten der Hackschnitzelheizung in der Anschaffung

Die Hackschnitzelheizung ist in der Anschaffung relativ teuer, dafür aber im Betrieb äußerst günstig. Für den Einbau einer neuen Hackschnitzelanlage fallen folgende Kosten an:

  • Brennkessel: 10.000 bis 15.000 Euro
  • Brennstofflager: 1.500 bis 4.000 Euro
  • Fördersystem vom Brennstofflager zum Brennkessel: 1.500 bis 2.500 Euro
  • Pufferspeicher: je nach Größe 1.500 bis 3.500 Euro
  • Abgasanlage: 1.000 bis 1.500 Euro
  • Montage und Zubehör: 1.700 bis 3.700 Euro

Insgesamt müssen also rund 17.000 bis 30.000 Euro für die Anschaffung und den Einbau einer Hackschnitzelheizung veranschlagt werden.

Staatliche Förderung der Hackschnitzelheizung

Die Verwendung umweltfreundlicher Brennstoffe ist politisch gewollt. Daher werden Anschaffung und Einbau einer Hackschnitzelheizung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) durch Zuschüsse staatlich gefördert. Folgende Zuschüsse können beantragt werden:

  • Basisförderung: 3.500 Euro
  • zusätzlicher regenerativer Kumulationsbonus: 500 Euro
  • zusätzlicher Effizienzbonus: Hälfte der Basisförderung
  • Förderung der Installation einer Brennwertnutzung: 800 Euro (Neubauten) / 750 Euro (Bestandsbauten)
  • Förderung der Installation eines Partikelabscheiders: 800 Euro (Neubauten) / 750 Euro (Bestandsbauten)

Zusätzlich kann ein günstiger KfW-Förderkredit in Anspruch genommen werden.

Durchschnittlicher Verbrauch der Hackschnitzelanlage

Hackschnitzel kann der Nutzer im Prinzip selbst herstellen. Es handelt sich dabei schließlich um klein gehackte Holzstückchen. Ihr Brennwert hängt von der Holzart und noch stärker von ihrem Wassergehalt ab. Nadelholz hat einen etwas höheren Brennwert als Laubholz.

Ist das Holz frisch geschlagen, hat es einen Wassergehalt von rund 50 Prozent und einen Brennwert von ungefähr 2 Kilowattstunden je Kilogramm Hackschnitzel. Werden diese an der Luft so lange getrocknet, bis ihr Wassergehalt nahezu 0 Prozent beträgt, steigt der Brennwert auf 5 Kilowattstunden pro Kilo. Werden Hackschnitzel fertig gekauft, steigt der Preis, je weniger Wasser sie enthalten.

Kosten der Hackschnitzelheizung im Vergleich mit anderen Heizungsarten

  • Um eine Heizenergie von 35.000 Kilowattstunden zu erzeugen, werden Hackschnitzel für ungefähr 1.000 Euro benötigt.
  • Diese Heizenergie kann mit Holzpellets für 1.800 Euro erzeugt werden.
  • Eine entsprechende Menge Gas für eine Gasheizung kostet circa 2.500 Euro.
  • Für das Öl einer Ölheizung müsste der Benutzer ungefähr 2.900 Euro bezahlen.

Wie werden Hackschnitzel gelagert?

Generell können Hackschnitzel überall gelagert werden, wo entsprechend viel Platz zur Verfügung steht. Zum Beispiel im Kellerraum, einem Erdbunker oder in einem Silo.

Das Lager muss sich also nicht unbedingt innerhalb des Hauses befinden. Wichtig ist hierbei, dass die Hackschnitzel vor Feuchtigkeit geschützt sind und das Lager gut belüftet ist, um eine Brandgefahr auszuschließen. Außerdem sollte sich der Lagerraum in der Nähe des Brennkessels befinden. Soll für die Förderung der Hackschnitzel zum Brennkessel eine Förderschnecke verwendet werden, ist es günstig, wenn das Hackschnitzellager höher als der Brennkessel liegt.

Die Vorteile einer Hackschnitzelheizung

Sie ist klimafreundlich, weil sie nur so viel CO2 freisetzt, wie das Holz bei seinem Wachstum aufgenommen hat. Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass Holzreste, die anderweitig nicht zu verwerten wären, verwendet werden können. Der Brennstoff ist sehr billig und kann auch selber hergestellt werden. Moderne Hackschnitzelheizungen arbeiten vollautomatisch und sind extrem leistungsstark.

Die Nachteile der Hackschnitzelheizung

Für die Anschaffung und den Einbau fallen vergleichsweise hohe Kosten an. Das Brennstofflager hat einen großen Platzbedarf. Zusätzlich brauchen der Heizkessel und der Pufferspeicher relativ viel Platz. Daher ist diese Art der Holzheizung nicht überall zu realisieren. Die anfallende Asche muss regelmäßig (alle paar Monate) entsorgt werden. Die Hackschnitzelheizung ist etwas störanfälliger als eine Pelletheizung.

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