Bild: Elektroauto ©Ben Chams/fotolia.com

Elektroauto

Ein Elektroauto ist ein Auto, das nicht wie herkömmliche Fahrzeuge durch die Verbrennung von Kraftstoff, sondern durch elektrische Energie angetrieben wird. Elektroautos haben einen höheren Wirkungsgrad, das heißt, sie arbeiten effizienter als Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor. Außerdem sind sie fast vollständig emissionsfrei, was Schadstoffe und Geräuschentwicklung angeht.  

Typen von Elektroautos

Elektroautos mit einem reinen Elektroantrieb haben statt eines Antriebsstrangs, der vom Motor die Bewegungsenergie auf die Räder überträgt, in den Radnaben Elektromotoren. Diese Elektromotoren werden mit Energie aus einem Akku, der an der Steckdose aufgeladen werden kann, versorgt. Da jedoch die Speicherkapazität der Batterien begrenzt ist, haben einige Elektromobile einen kleinen Generator an Bord, der die Elektromotoren mit Energie versorgt, wenn der Akku leer ist.

Elektroautos mit Hybridantrieb sind zusätzlich zum Akku mit einem klassischen Verbrennungsmotor ausgestattet. Dieser springt an, sobald der Akku leer ist. Sogenannte Mild-Hybrid-Systeme sind eine Variante, bei denen der Stromantrieb parallel unterstützend läuft, um den Benzinverbrauch zu reduzieren. Der Akku wird durch Bremskraftrückgewinnung und einen Dynamo geladen. Zukünftig sollen Hybridfahrzeuge aber auch an der Steckdose aufladbar sein.

Bei Elektroautos mit Brennstoffzellenantrieb tankt man gasförmigen Wasserstoff. Durch eine chemische Reaktion wird dieser in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, die das Auto antreibt. Im Vergleich zu reinen Elektrofahrzeugen ist der Vorteil der Brennstoffzellenfahrzeuge ihre größere Reichweite. Allerdings ist die bundesweite Versorgung mit Wasserstoff-Tankstellen bisher ein ungelöstes Problem.

Sauber, leise, sparsam

Autos mit Elektroantrieb sind weitgehend emissionsfrei. Das ist insbesondere überall dort von Bedeutung, wo es darum geht, Schadstoffemissionen zu reduzieren, beispielsweise in Ballungszentren und Großstädten.

Hinsichtlich der Umwelt- und CO2-Belastung muss auch die Produktion des Fahrzeugs betrachtet werden. Dabei ist die Klimabilanz von Elektroautos in etwa der von herkömmlichen Autos mit einem Verbrennungsmotor vergleichbar. Nichtsdestotrotz kann man beim Aufladen der Akkus den CO2-Ausstoß durch die Wahl des Stromversorgers entscheidend beeinflussen, indem man sich für einen Ökostromanbieter entscheidet.

Beim Verkehrslärm punkten Elektromotoren, da sie sehr leise sind. Das liegt daran, dass zur Energieerzeugung keine Verbrennung von Treibstoff stattfindet. Die Reifen-Fahrbahn-Geräusche entsprechen dagegen denen üblicher Antriebe. Im Geschwindigkeitsbereich von etwa 10 bis 30 km/h kann dies jedoch problematisch werden, da manche Fahrzeuge so leise sind, dass sie von Fußgängern und Radfahrern nicht wie gewohnt wahrgenommen werden.

Das Reichweiten-Problem

Bislang erhältliche Fahrzeuge mit Elektroantrieb sind nur für kürzere Strecken geeignet. Wer das Elektroauto bloß als „Stadtauto“ nutzt und nur kurze Wege zur Arbeit und zum Einkaufen hat, der wird mit der eingeschränkten Reichweite kein Problem haben. Laut Herstellerangaben liegt die Reichweite bei ungefähr 150 Kilometern - für wie viele Kilometer eine Akkuladung jedoch tatsächlich reicht, hängt unter anderem vom Fahrzeugmodell und auch von der Fahrweise ab.

Der Grund für die noch stark eingeschränkte Reichweite sind die Antriebsbatterien. Diese haben ein hohes Gewicht, eine geringe Speicherkapazität und sind in der Herstellung sehr kostenintensiv. Entwickler arbeiten mit Hochdruck an Energiespeichern mit einer höheren Energie- und Leistungsdichte. Dabei konzentrieren sie sich vor allem auf die Lithium-Ionen-Batterie, weil diese nach heutigen Kenntnissen die Anforderungen am besten erfüllt und zudem noch ein hohes Weiterentwicklungspotenzial verspricht.

Lithium-Ionen-Batterien sind durch eine sehr hohe Zyklenfestigkeit (Ladung/Entladung) gekennzeichnet und gehören mittlerweile zur Standardausrüstung in elektrischen Kleingeräten wie beispielsweise Handys. In den letzten Jahren konnten Leistungsdichte, Energiedichte und Zyklenfestigkeit zunehmend verbessert werden. Problematisch ist allerdings der Sicherheitsaspekt, da diese Batterien ein negatives Kurzschlussverhalten haben und die Zelle explodieren kann.

Was Elektroautos kosten

Während noch vor wenigen Jahren Elektroautos für viele Käufer preislich wenig interessant waren, gibt es mittlerweile auch Modelle im unteren Preissegment. Günstige Elektroautos sind bereits ab circa 20.000 Euro zu haben. Für ein Mittelklassemodell müssen Verbraucher nochmal 10.000 Euro obendrauf legen.

Damit bis 2020 eine Million Stromer auf den Straßen unterwegs sind, hat das Bundeskabinett am 18. Mai 2016 eine Kaufprämie für Elektroautos auf den Weg gebraucht. Bis zu 4.000 Euro erhalten Verbraucher, wenn sie sich für ein reines Elektrofahrzeug entscheiden. Wer ein Hybridfahrzeug wählt, erhält 3.000 Euro. Die Kaufprämie wird jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und von der Industrie finanziert. Die Kaufprämie ist an verschiedene Voraussetzungen geknüpft: So darf der Nettolistenpreis für das Basismodell bei maximal 60.000 Euro liegen. Käufer müssen mindestens neun Monate lang im Besitz des Elektroautos bleiben, das gilt auch für Leasing. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird.

Doch nicht nur die Kaufprämie soll den Absatz von Elektroautos anschieben. Rückwirkend zum 1. Januar 2016 sind Besitzer von reinen Elektroautos für zehn Jahre von der Zahlung der Kfz-Steuer befreit. Darüber hinaus finanziert der Staat mit 300 Millionen Euro den Aufbau von 15.000 neuen Strom-Ladestellen, davon mindestens 5.000 Schnellladestationen.

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Text: Verivox, dpa
Bild: Ben Chams
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