Pendeln mit dem E-Bike kostet kaum Strom

13.05.2020

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg/Berlin. Immer mehr Deutsche entscheiden sich beim Kauf eines neuen Fahrrads für die elektrische Variante. Und gerade in der Corona-Krise kann das E-Bike eine Alternative für den Arbeitsweg sein. Die gute Nachricht: Die Ladekosten für Strom fallen dabei kaum ins Gewicht. Das zeigen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox in Kooperation mit Testberichte.de.

E-Bike-Pendeln für knapp 20 Euro Strom

Deutsche Pendler legen durchschnittlich 17 Kilometer pro Wegstrecke zurück. Bei 220 Arbeitstagen summieren sich Hin- und Rückweg auf rund 7.500 Kilometer. Je nach Terrain, Unterstützungslevel und Gewicht benötigen Pedelecs für eine Strecke von 100 Kilometern zwischen 0,4 und 0,8 Kilowattstunden. Die jährlichen Stromkosten für einen E-Bike-Pendler belaufen sich unter diesen Annahmen auf 9 bis zu 18 Euro pro Jahr.

Zum Vergleich: Autofahrer müssen aktuell für die gleiche Strecke durchschnittlich 683 Euro für Benzin und 567 Euro für Diesel aufwenden. Die Tankkosten sind damit bis zu 40 Mal höher als die Ladekosten bei einem E-Bike.

Bis zu 100 Euro Stromkosten in einem Akku-Leben

Die Akkus von zulassungsfreien Pedelecs fassen zwischen rund 200 und 700 Wattstunden, das zeigen die Daten von 1.187 Pedelecs von Testberichte.de. Beim aktuellen Strompreis von durchschnittlich 30,23 Cent je Kilowattstunde kostet eine Aufladung zwischen 6 und 21 Cent. Über die gesamte Lebensdauer eines Akkus von rund 500 Ladezyklen wird Strom im Wert von 30 bis zu 106 Euro benötigt.

„E-Biker können die Stromkosten getrost vernachlässigen. Betrachtet man auch Anschaffungs- und Unterhaltskosten, ist das E-Bike für Pendler meist auch in Kombination mit einem Nahverkehrsticket noch eine günstigere Alternative zum Auto“, erklärt Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox.

Methodik

Verivox hat die Verbrauchswerte von 1.187 Pedelecs mit höchstens 25 km/h ausgewertet. Die Daten wurden zur Verfügung gestellt von Testberichte.de. Die Länge der durchschnittlichen Pendlerstrecke beruht auf Angaben des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Die Daten zum Spritverbrauch stammen vom ADAC.