Mobiles Internet: keine Angst vor Kostenfallen

02.09.2010 | 10:25

Heidelberg - Unterwegs E-Mails schreiben, jederzeit über soziale Netzwerke mit Freunden in Kontakt bleiben, immer top informiert sein - das mobile Internet macht‘s möglich. Jedoch ist mobiles Internet laut einer Umfrage des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Fittkau & Maaß bei zwei Drittel der Handy-Besitzer als Kostenfalle gefürchtet. Darüber hinaus schreckt der Tarifdschungel im mobilen Datenverkehr viele Nutzer ab. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox hat die günstigsten Tarife für mobiles Internet recherchiert, räumt mit den gängigsten Vorurteilen auf und beantwortet die häufigsten Fragen.

Wie funktioniert mobiles Internet?

Wer jederzeit von unterwegs im Netz surfen möchte, hat generell die Möglichkeit, dies über das Handy oder das Notebook zu tun. Auf den meisten Handys sind Browser installiert, die Internetseiten anzeigen können sowie Programme zum Schreiben von E-Mails. Startet der Handynutzer diese Software, startet er damit gleichzeitig eine Verbindung zum Internet.

Wer mit dem Laptop unterwegs ins Internet will, muss dazu das Notebook erst empfangsbereit machen – zum Beispiel mit einem Surfstick. Dabei handelt es sich um Steckkarten, die einfach an den USB-Anschluss des Computers angeschlossen werden. In den Surfsticks stecken - wie auch bei Handys - SIM-Karten der Mobilfunk-Anbieter. Über spezielle Software wird mit diesen Sticks eine Internetverbindung hergestellt.

Ist mobiles Internet eine Kostenfalle?

Mobile Internetnutzung kann, muss aber nicht zur Kostenfalle werden, meint Christof Zinkgräf, Leiter Telekommunikation bei Verivox: „Wer mit dem Handy im Internet surfen will, sollte sich einmal mit den verfügbaren Angeboten beschäftigen. Zur Kostenfalle wird mobiles Internet nur, wenn man einfach blauäugig drauf los surft und keine Tarife vergleicht.“

Handy-Nutzer können mit sogenannten Datenoptionen einen günstigen mobilen Internetzugang zu ihrem bestehenden Handyvertrag hinzu buchen. Datenoptionen werden von zahlreichen Mobilfunkanbietern angeboten. Sie schützen vor hohen Kosten, da die mobile Internetnutzung pauschal für einen festgelegten Zeitraum bezahlt wird. Notebook-Nutzer haben ebenfalls die Möglichkeit, mit einem Flatrate-Tarif mobil ins Internet zu gehen. Bei nahezu allen Angeboten zu mobilem Internet gibt es bei der Anmeldung bereits die Möglichkeit, einen Surfstick hinzu zu buchen. Dabei fallen in der Regel einmalige Kosten an, unabhängig davon, ob ein Tarif mit oder ohne Vertragslaufzeit ausgewählt wird.

Mit diesen Flatrate-Angeboten haben Kunden jederzeit die optimale Kostenkontrolle und brauchen keine Angst vor einer hohen Rechnung zu haben.

Wie findet man den passenden Tarif für mobiles Internet?

Schnell und einfach findet man den passenden Tarif für mobiles Internet über einen Preisvergleich im Internet. Bei einem Preisvergleich, zum Beispiel auf http://www.verivox.de/, kann man innerhalb weniger Minuten den passenden Tarif finden. Besonders wichtig ist es hierbei, auf das persönliche Nutzungsverhalten zu achten.

Sowohl für Notebook als auch für Handy gilt: Wenn das Internet unterwegs regelmäßig und über eine längere Dauer genutzt wird, sollte ein Flatrate-Tarif mit einer längeren Vertragslaufzeit ausgewählt werden. Wer nur sehr selten das Internet mobil nutzen möchte, sollte sich dagegen eher für einen Prepaid-Tarif, gegebenenfalls mit Tagesflatrate, entscheiden. Wird das mobile Internet nicht benötigt, fallen bei Prepaid-Tarifen auch keine weiteren Kosten an.

Welche Angebote für mobiles Internet sind günstig?

Wer mit dem Handy mobil ins Internet möchte, ohne sich festzulegen, ist mit einer Datenoption mit sehr kurzer Laufzeit gut beraten. Die Internet-Flatrate für nur einen Monat bieten die Anbieter Tchibo, Freenet und Callmobile für rund 10 Euro an. Wer sich längerfristig binden will, bekommt von O2 die Datenoption mit dreimonatiger Vertragslaufzeit für 8,50 Euro. Noch günstiger ist die mobile Internet-Flatrate von Discoplus für 7,50 Euro mit ebenfalls drei Monaten Laufzeit.

Notebook-Nutzer, die mit einem Surfstick jederzeit mobil im Netz surfen möchten, können ebenfalls zwischen verschiedenen Angeboten wählen: Die Tagesflatrate von Medion Mobile (Aldi) gibt es ab 1,99 Euro pro Tag, die Monatsflat wird von 1&1 für 9,99 Euro angeboten.

Ist mobiles Internet langsam?

Viele Anbieter versprechen schnelle Übertragungsraten (HSDPA = High Speed Downlink Packet Access) von bis zu 7,2 Mbit/Sekunde – diese Angabe entspricht jedoch nur der theoretisch möglichen Geschwindigkeit.

Tatsächlich kann die Surfgeschwindigkeit stark variieren und hängt von der verfügbaren Netzkapazität ab.

Da der mobile Datenverkehr in den vergangenen Jahren stetig zugenommen hat, sind die Netze in „Stoßzeiten“ überlastet. Deshalb drosseln die Anbieter bei Überschreiten eines festgelegten Datentransferlimits die Surf-Geschwindigkeit.

„Generell sollten Nutzer darauf achten, dass die Surf-Geschwindigkeit erst ab einem möglichst hohen Volumen gedrosselt wird. Empfehlenswert sind Angebote mit einer Drosselung ab einem Gigabyte“, so der Verivox-Telekommunikationsexperte Christof Zinkgräf.