Mobiler Datenverbrauch 190 Mal höher als vor 10 Jahren

07.09.2016 | 10:21

Heidelberg. Die mobile Datennutzung hat in den letzten zehn Jahren einen Quantensprung vollzogen: Die erreichbaren Geschwindigkeiten sind ums Vierzigfache gestiegen, der durchschnittliche Verbrauch liegt sogar rund 190 Mal höher. Die Preise pro Dateneinheit sind hingegen massiv gesunken, wie eine Untersuchung des unabhängigen Verbraucherportals Verivox zeigt.

20 Mal mehr Leistung fürs gleiche Geld

Ein Vergleich von Mobilfunkverträgen aus den Jahren 2006 und 2016 verdeutlicht die Entwicklung. Vor zehn Jahren kosteten bei Telekom und Vodafone 200 Megabyte Daten knapp 20 Euro. Im Sommer 2016 sind für denselben Preis im Telekom-Netz (bei Smartphoneflat) 4 Gigabyte Daten erhältlich, im Vodafone-Netz (bei 1&1) 3 Gigabyte. Das sind 20 Mal bzw. 15 Mal so viel wie vor zehn Jahren.

Durchschnittsverbrauch steigt von 2 auf 377 MB

Laut Zahlen des VATM verbraucht der durchschnittliche Mobilfunknutzer im Monat 377 MB – Tendenz steigend. Gegenüber einem 2-MB-Verbrauch des Durchschnittsnutzers von 2006 bedeutet das eine Steigerung um mehr als 18.000 Prozent. Auch die Höchstgeschwindigkeiten haben sich vervielfacht: Der Datendurchsatz stieg von 7,2 auf 300 Megabit pro Sekunde.

Kunden profitieren bei Preis und Leistung

Für Verbraucher macht sich diese Steigerung besonders in den Smartphone-Anwendungen bemerkbar. 2006 konnten Nutzer zwar mobil surfen und E-Mails lesen – mehr war mit lediglich 2 MB Durchschnittsnutzung kaum möglich. Für das heute selbstverständliche Video- und Musikstreaming sind Tarife mit 2 GB Daten das Mindeste – also der tausendfachen Menge. „Verbraucher bekommen heute mobile Flatrates schon für weniger als 10 Euro im Monat“, sagt Christian Schiele, Chief Product Officer Telecommunications bei Verivox. „Es gibt aber auch größere Flatrates für 50 Euro und mehr. Die Kosten eines Smartphone-Tarifs bestimmen heute das Datenvolumen sowie die Surfgeschwindigkeit und nicht mehr die Telefonie.“