Kfz-Versicherungen vier Prozent teurer seit November

24.01.2020 | 08:18

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg. Die Preise für Kfz-Versicherungen sind seit November um vier Prozent gestiegen. Das zeigen Zahlen des Kfz-Versicherungsindex von Verivox. Der Abstand zwischen den günstigsten Tarifen und dem mittleren Marktsegment beträgt über 20 Prozent.

Im Oktober und November 2019 haben die Kfz-Versicherer um Kunden gekämpft, die ihren Vertrag zum Jahresende wechseln wollten, und deshalb die Preise gesenkt. Im Vergleich zum Sommer waren die Preise der günstigsten Anbieter um sechs Prozent gefallen.

Nach der Wechselsaison kletterten sie wieder um vier Prozent. „Wir erwarten einen weiteren leichten Anstieg bis zum Sommer“, sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH.

Jahreswechsel als Versicherungsablauf vereinbaren

Im Jahresverlauf sind Oktober und November die Monate mit den niedrigsten Preisen. „Wer ein Auto kauft, sollte deshalb den 31. Dezember als Ablauf der Versicherung vereinbaren. Nur dann kann er von den günstigen Preisen der Wechselsaison profitieren“, sagt Wolfgang Schütz.

Einige Versicherer möchten weg vom einheitlichen Versicherungsablauf zum Jahreswechsel. „Sie erklären das mit einer Entzerrung des Geschäfts. Tatsächlich rechnen sie auch damit, dass sie dann höhere Preise durchsetzen können“, so Wolfgang Schütz.

Über 20 Prozent Sparpotenzial

Die Preisdifferenzen am Markt liegen aktuell bei 21 Prozent zwischen den günstigsten Anbietern und dem mittleren Preissegment. Bei einem Vertrag mit Vollkasko summiert sich die Ersparnis auf durchschnittlich 167 Euro im Jahr. Im November 2019 hatte die Ersparnis sogar noch 23 Prozent betragen.

Preisentwicklung KfzVersicherung Grafik

Methodik

Verivox berechnet den Kfz-Versicherungsindex gemeinsam mit Professor Wolfgang Bischof von der Technischen Hochschule Rosenheim. In die Auswertung fließen anonymisiert die Nutzerberechnungen bei Verivox ein. Das statistische Modell gewährleistet, dass nicht nur ein Durchschnitt berechnet, sondern die tatsächliche Preisentwicklung dargestellt wird. Veränderte Kundengruppen – besonders in der Kfz-Saison – können so die Indexberechnung nicht beeinflussen.