Das Comeback der Klapphandys

26.09.2016 | 09:04

Heidelberg. Längst dominieren smarte Telefone mit immer größeren Displays unseren Alltag. Deshalb wirken Klapphandys inzwischen recht altmodisch. Doch sie haben eine neue Zielgruppe: Senioren. Zum internationalen „Tag der älteren Menschen“ am 1. Oktober erklärt das unabhängige Verbraucherportal Verivox die Hintergründe.

Traditionelle Zielgruppe

„Mit dem Siegeszug der Smartphones schien das Ende der Klapphandys besiegelt“, sagt Christian Schiele, Chief Product Officer Telecommunications bei Verivox. „Doch die kompakten Geräte werden wieder gesucht – von Anwendern, die meist nur telefonieren und Textnachrichten schreiben. Die Internetnutzung ist dieser oft älteren Zielgruppe weniger wichtig.“

Die großen Hersteller von Seniorenhandys haben sich längst darauf eingestellt. Von den 16 einfachen Handys, die der Hersteller Doro derzeit auf seiner Website abbildet, sind neun Klapphandys. Beim Wettbewerber Emporia zeigt die Website 13 Geräte, sechs davon sind Klapphandys.

Vorteile der Klapphandys

  • Das Annehmen und Beenden eines Anrufs ist besonders einfach und geschieht lediglich durch Auf- und Zuklappen des Geräts.
  • Im Vergleich zu anderen einfachen Handys sind bei Klapphandys oft die Tasten und das Display größer.
  • Die zugeklappten Geräte sind gut zu verstauen. Sie eignen sich besonders gut als Zweithandys, etwa beim Sport oder in der Natur.
  • Zugeklappt ist das Display geschützt, außerdem werden versehentliche Anrufe verhindert.
  • Physische Tasten mit einem klaren Druckpunkt erleichtern die Bedienung.
  • Klapphandys sind meist besonders robust gebaut. Spezielle Oberflächenmaterialien ermöglichen leichtes Greifen.
  • Viele dieser Handys sind hörgerätekompatibel nach der höchsten Einstufung.

Außerdem verbrauchen Klapphandys ebenso wie andere einfache Handys wenig Energie, dadurch halten die Akkus sehr lange. Weiterhin sind Klapphandys aktuell vergleichsweise preiswert, sie kosten häufig weniger als 100 Euro.

Der persönliche Bedarf entscheidet

Neben einfachen Handys im Klapp- oder klassischen Riegelformat gibt es noch zwei weitere Gerätetypen speziell für Senioren: Zum einen Handys mit nur wenigen Tasten, die für den Notfall gedacht sind. Zum anderen Smartphones mit abgespecktem Menü, die sich besonders leicht bedienen lassen.

Beispielbilder der Hersteller Emporia*, Doro** und Simvalley***