Wer als Sparer sein Geld in einem Investmentfonds anlegen möchte, wird nicht viel darüber nachdenken, ob es sich dabei um einen Publikumsfonds oder einen Spezialfonds handelt. Bei den Fonds, welche von den Banken an Privatanleger hierzulande ausgegeben werden, handelt es sich durchgängig um Publikumsfonds. Dies trifft auf alle Anlagesegmente zu, seien es Aktienfonds, Rentenfonds oder spezialisierte Branchen- und Themenfonds. Die Fondsgesellschaften bieten aber noch eine andere Gattung an Fonds an: Sogenannte Spezialfonds. Diese werden nur für institutionelle Anleger aufgelegt und dürfen von Privatpersonen nicht erworben werden.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Rechtliche Grundlage der Publikumsfonds
  3. Spezialfonds – das Gegenstück
  4. Offene und geschlossene Investmentfonds
  5. Publikumsfonds – Wertpapieranlage für jeden
  6. Verwandte Themen
  7. Jetzt Depots vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Fonds, die von den Banken an Privatanleger hierzulande ausgegeben werden, sind durchgängig um Publikumsfonds.
  • Jeder Anleger kann Anteile eines Publikumsfonds erwerben. Er erhält dadurch aber keinerlei Mitspracherecht bei der Auswahl der im Fonds befindlichen Werte.
  • Publikumsfonds ermöglichen es jedem Sparer, gleich ob in der Wertpapieranlage erfahren oder nicht, sein Guthaben in Wertpapiere zu platzieren, ohne dass er sich Gedanken über die Auswahl der einzelnen Titel machen muss.

Rechtliche Grundlage der Publikumsfonds

Jeder Anleger kann Anteile eines Publikumsfonds erwerben. Er erhält dadurch aber keinerlei Mitspracherecht bei der Auswahl der im Fonds befindlichen Werte. Die primäre Regulierung eines Publikumsfonds ergibt sich aus dem Kapitalanlagegesetzbuch, die sekundäre aus den Anlagerichtlinien für das Fondsmanagement, beispielsweise in Bezug auf die Höhe der Aktienquote bei einem Mischfonds.

Spezialfonds – das Gegenstück

Spezialfonds stehen nicht jedem Anleger offen, sondern werden teilweise speziell für den jeweiligen Auftraggeber, beispielsweise Pensionskassen, konstruiert. Häufig besitzen sie nur einen einzelnen, institutionellen Anleger. Dadurch können sie individuell an seine Bedürfnisse angepasst werden. Die Anleger eines Spezialfonds besitzen, je nach Konstrukt, durchaus ein Mitspracherecht in Bezug auf die Zusammensetzung des Portfolios. Die Fondsanteile werden nicht wie bei einem Publikumsfonds an der Börse gehandelt. Die Einstiegsgrößen bei einem Spezialfonds können sich auf eine Million Euro und mehr belaufen.

Offene und geschlossene Investmentfonds

Teilweise handelt es sich bei Spezialfonds auch um geschlossene Fonds, deren Kapitalzulauf limitiert ist. Geschlossene Publikumsfonds existieren jedoch ebenfalls. Offene Fonds akzeptieren durchgehend neue Investitionen und sind in der Anzahl der auszugebenden Anteile nicht begrenzt. Besteht eine hohe Nachfrage, kann die Fondsgesellschaft jederzeit neue Anteile ausgeben. Die Laufzeit eines geschlossenen Fonds dagegen ist in mehrere Phasen aufgeteilt. Zuerst werden Anleger gesucht. Steht genug Kapital für das geplante Investment zur Verfügung, wird der Fonds geschlossen. Das heißt, neue Anleger können nicht mehr einsteigen und bestehende können ihre Anlagesumme weder ändern noch zurückziehen. Ist die geplante Laufzeit zu Ende, wird der Fonds aufgelöst und der Erlös an die Beteiligten ausgeschüttet.

Publikumsfonds – Wertpapieranlage für jeden

Publikumsfonds ermöglichen es jedem Sparer, gleich ob in der Wertpapieranlage erfahren oder nicht, sein Guthaben in Wertpapiere zu platzieren, ohne dass er sich Gedanken über die Auswahl der einzelnen Titel machen muss. Die Kategorisierung nach Anlageschwerpunkten macht es im Vorfeld einfacher, eine Entscheidung zu treffen. Konservative Sparer finden mit einem Rentenfonds oder einem Mischfonds ebenso eine Option wie Anleger, die ihr Guthaben langfristig über Aktien ausbauen möchten.

Der Vorteil der Publikumsfonds gegenüber einer Anlage in einen einzelnen Titel besteht eindeutig in der Risikostreuung. Durch die breite Diversifizierung der Anlageziele existiert inzwischen kein Segment im Kapitalmarkt mehr, welches nicht durch einen Publikumsfonds abgedeckt ist. Gleich, ob ein Anleger in deutsche Aktien, Anleihen aus Schwellenländern oder Optionsscheine investieren möchte – die in Deutschland zum Handel zugelassenen Publikumsfonds decken jeden Bedarf ab.

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