Mischfonds spiegeln am Besten den ursprünglichen Investmentfondsansatz wider. Mischfonds investieren in (fast) alles. Aktien, Anleihen und Geldmarktpapiere bilden den Grundstock des Auswahluniversums, einige Anbieter mischen sogar noch Immobilien in das Portfolio. Anleger, die eine breite Risikodiversifizierung suchen, aber nicht 25 unterschiedliche Titel im Wertpapierdepot haben möchten, sind die Zielgruppe für diese Gattung der offenen Investmentfonds. Erstmalig wurde diese Fondsgattung Anfang der 70er Jahre in Deutschland aufgelegt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Markettiming – der Schlüssel zum Erfolg
  3. Vermögensverwaltung auch für Kleinanleger
  4. Targetfonds – Fonds mit fester Laufzeit
  5. Die Fondsauswahl
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Jetzt Depots vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Während ein Fonds gemäß Anlagegrundsätzen sehr hohe Aktienquoten aufweisen kann, sind es bei einem anderen Fonds die Anleihen, die im Vordergrund stehen.
  • Mischfonds bieten durch die breite Streuung der Basiswerte tatsächlich eine Art der Vermögensverwaltung.
  • Eine spezielle Variante in der Klasse der Mischfonds stellen Targetfonds, Zielfonds, dar. Offene Investmentfonds sind normalerweise nicht mit einer festen Laufzeit ausgestattet.

Markettiming – der Schlüssel zum Erfolg

Die einzelnen am Markt erhältlichen Mischfonds unterscheiden sich signifikant in der Zusammensetzung. Während ein Fonds gemäß Anlagegrundsätzen sehr hohe Aktienquoten aufweisen kann, sind es bei einem anderen Fonds die Anleihen, die im Vordergrund stehen. Die Auswahl hängt nur von der persönlichen Risikoaffinität des Anlegers ab. Der Vorteil eines Mischfonds besteht darin, dass das Fondsmanagement jederzeit den Anlageschwerpunkt wechseln kann, und der Anleger somit immer optimal entsprechend der jeweiligen Marktsituation aufgestellt ist. Sinkende Zinsen am Kapitalmarkt gehen häufig mit steigenden Aktienkursen einher. Den richtigen Zeitpunkt zum Ausstieg aus den Anleihen und dem Einstieg in Aktien, das Markettiming, zu finden, ist Aufgabe des Fondsmanagements. Umgekehrt verhält es sich natürlich genauso, wenn es darum geht, bei fallenden Börsen die Gewinne aus den Aktien zu sichern, und die Gelder der Anleger wieder in weniger volatile Rentenpapiere zu investieren.

Vermögensverwaltung auch für Kleinanleger

Mischfonds bieten durch die breite Streuung der Basiswerte tatsächlich eine Art der Vermögensverwaltung. Ebenfalls als Mischfonds treten Dachfonds auf. Diese werden in verschiedenen Risikoklassen aufgelegt, die durch den Aktienanteil definiert sind. Dachfonds legen die Gelder der Anleger wiederum in anderen Fonds an und stellen auf diese Weise ein eigenes Fondsportfolio zusammen. Die Klassifizierung dieser Dachfonds nach Risikogesichtspunkten erfolgt durch Namenszusätze wie „Klassik“, „Ausgewogen“ oder „Dynamik“. Dachfonds als Mischfonds bergen allerdings für Anleger im Gegensatz zu einem reinen Mischfonds ein Kostenrisiko. Sowohl das Fondsmanagement des Dachfonds als auch das Management der Zielfonds berechnet Gebühren. So kann es trotz rabattierter Managementgebühren im Zweifelsfall zu einer Mehrbelastung gegenüber einem einzelnen Mischfonds kommen.

Targetfonds – Fonds mit fester Laufzeit

Eine spezielle Variante in der Klasse der Mischfonds stellen Targetfonds, Zielfonds, dar. Offene Investmentfonds sind normalerweise nicht mit einer festen Laufzeit ausgestattet. Targetfonds werden dagegen zu einem vorher feststehenden Zeitpunkt zurückgezahlt. Diese Mischfonds investieren am Anfang in chancenreiche, wenn auch sehr volatile Basiswerte. Im Laufe der Zeit beginnt das Fondsmanagement damit, diese volatilen Papiere, auch wenn weitere Gewinnaussichten bestehen, in konservativere Titel, am Ende in Geldmarktpapiere, umzuschichten. Damit werden die Gewinne aus der Anfangsphase abgesichert. Targetfonds bieten allerdings keine Kapitalgarantie. Versagt das Fondsmanagement, erhalten Anleger unter Umständen weniger zurück, als sie eingezahlt hatten. Klassische Mischfonds bieten den Vorteil, dass sie solange gehalten werden können, bis sie wieder im Plus notieren.

Die Fondsauswahl

Natürlich spielt die Rendite eines Mischfonds bei der Auswahl mindestens die gleiche Rolle, wie die Risikoausrichtung. Im Fünfjahresvergleich (Stand Juni 2014) finden sich durchaus Papiere mit einer Wertentwicklung von über 50 Prozent, einige Ausnahme bieten sogar einer Performance von über 100 Prozent. Da die Kapitalmärkte in diesem Beobachtungszeitraum jedoch von steigenden Börsen bei gleichzeitiger Niedrigzinsphase geprägt waren, verwundert dies nicht. Die Rendite lässt sich übrigens noch steigern. An der Abführung der Abgeltungssteuer können Anleger nichts ändern, wohl aber in der Auswahl der Depotbank. Wer sich für eine Bank entscheidet, die zum einen auf die Depotverwaltungsgebühr verzichtet, zum anderen die Fonds mit einem rabattierten Ausgabeaufschlag abgibt, erhöht automatisch seine Nettorendite.

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