Datenautomatik

Neuere Mobilfunkdatentarife beinhalten bei den meisten Providern eine Datenautomatik. Die Anbieter versprechen ihren Kunden damit eine zusätzliche Serviceleistung. Wie funktioniert die Datenautomatik bei den größten Providern und mit welchen Kosten ist sie verbunden?

Das Wichtigste in Kürze

  • Ist das individuelle Datenvolumen verbraucht, werden automatisch einige MB kostenpflichtig dazugebucht.
  • Die Datenautomatik bei O2 lässt sich nur per Kundenhotline, nicht in den O2-Shops deaktivieren.
  • Die Datenautomatik ist eine gute Option für alle Kunden, die normalerweise mit dem Datenkontingent ihres Grundvertrags auskommen.

Das Grundprinzip der Datenautomatik

Jeder, der mit einem Smartphone oder Tablet unterwegs im Internet surft, braucht einen Mobilfunktarif, der eine Datenübertragung ermöglicht. Damit die Kosten überschaubar bleiben, sind die meisten Tarife nach Datenvolumen gestaffelt. Der Kunde kann den passenden Datenpaket für sein individuelles Verhalten beim Surfen auswählen. Die Tarife beginnen in der Regel bei etwa 300 MB im Monat und lassen sich bis zu mehreren Gigabyte aufstocken. Ist das vereinbarte Datenvolumen aufgebraucht, wird bei Verträgen ohne Automatik die Internetgeschwindigkeit auf 64 oder sogar 32 kBit pro Sekunde herunter gedrosselt. Obwohl der Tarif eine Internet-Flatrate beinhaltet, wird das Surfen damit verlangsamt und erschwert.

Datenautomatik für gleichbleibende Geschwindigkeit

Bei vielen neueren Tarifen ist eine Datenautomatik integriert. Ist das individuelle Datenvolumen verbraucht, werden automatisch einige MB kostenpflichtig dazugebucht. Je nach Anbieter unterscheiden sich die Kosten und die Volumen dieser zusätzlichen Datenpakete. Die Datenautomatik ist fester Bestandteil der Tarife. Wer sie nicht möchte, muss sie erst deaktivieren.

Telefónica: Datenautomatik bei O2 und Base

Mitte 2014 bot E-Plus als erster Provider in Deutschland für seine Marke Base Tarifverträge mit Datenautomatik an. Nach Auslauf des Datenvolumens wurden dabei bis zu dreimal Datenpakete von 100 MB, 250 MB oder 750 MB, je nach Grundtarif, aufgebucht.

O2 nennt seine zusätzlichen Datenpakete „Datensnacks“. Um kleine Datenhappen von 100 MB handelt es sich jedoch nur bei Verträgen, die vor dem 30.9.2015 geschlossen wurden. Bei neueren Verträgen entsprechen die Paketgrößen eher dem Modell von Base. Das liegt am Zusammenschluss der beiden Mobilfunkbetreiber O2 und E-Plus im Oktober 2014. Ist das Datenkontingent eines O2-Kunden verbraucht, erhält er eine Information über die Buchung kostenpflichtiger Datensnacks von 100 bis 750 MB zusätzlich. Die Zubuchung erfolgt maximal dreimal pro Monat. Danach kann der Kunde ein generelles Surf-Upgrade hinzufügen.

Gewusst wie: Datenautomatik bei O2 deaktivieren

Die Datenautomatik bei O2 lässt sich nur per Kundenhotline, nicht in den O2-Shops deaktivieren. Hilfreich ist ein Anruf unter der Festnetznummer 089/787979400. Hier wird die Datenautomatik dauerhaft deaktiviert. Wurde ein Surf-Upgrade hinzugefügt, muss auch dieses über die Kundenhotline gekündigt werden, sonst fallen monatliche Kosten dafür an. Verbraucherschützer raten dazu, die Datenautomatik abschalten zu lassen, um der Gefahr ungewollter höherer Kosten pro Monat zu entgehen.

Datenautomatik bei Vodafone

Bei Vodafone zog die Datenautomatik im Oktober 2014 mit der Umstellung auf die sogenannten RED-Tarife ein. Dieser Service, bekannt als „SpeedGo“, sollte den Kunden sorgenfreies Surfen ermöglichen. Hier hat der Nutzer mehr Möglichkeiten, aktiv zu widersprechen.

Datenautomatik bei Vodafone deaktivieren

Neigt sich das Surfvolumen dem Ende zu, erhält der Kunde eine SMS mit dem Hinweis, dass er demnächst ein kostenpflichtiges SpeedGo-Paket erhält. Der Kunde kann nun aktiv widersprechen, indem er eine SMS mit dem Wort „Langsam“ zurückschickt. Wenn er das tut, wird die Geschwindigkeit gedrosselt und kein Paket gebucht. Wer SpeedGo nicht nutzen möchte, kann den Service gänzlich über die Kundenhotline deaktivieren lassen.

Für wen ist die Datenautomatik sinnvoll?

Die Datenautomatik ist eine gute Option für alle Kunden, die normalerweise mit dem Datenkontingent ihres Grundvertrags auskommen. Wer nur manchmal über das Surfziel hinausschießt, dann jedoch nicht im Schneckentempo bis zum Monatsende weitersurfen möchte, kann vom automatischen Zusatzvolumen profitieren. Nutzer eines reinen Datentarifs für einen mobilen Surfstick verfügen somit über eine praktische Serviceleistung, um weiterhin mit hoher Geschwindigkeit zu surfen.

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