Welche Smartphones sind LTE-fähig?

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Etwa seit 2014 funken fast alle neuen Mobiltelefone im 4G-Netz (LTE). Lediglich bei Modellen für einen ganz speziellen Bedarf, etwa bei Einfachhandys oder Geräten für Senioren, können Funktionsumfang und Netzstandard eingeschränkt sein.

LTE-Funktion wird ab 2020 wichtiger

LTE bzw. 4G ist derzeit der wichtigste Standard in den Mobilfunknetzen – 5G startet erst langsam durch und ist für private Anwender noch kaum nutzbar. Im Gegensatz zu den Vorgänger-Standards 2G und 3G wird 4G auch weiter ausgebaut, vor allem in ländlichen Regionen. Damit wird der ältere 3G-Standard künftig eigentlich nicht mehr benötigt und soll Platz machen für 5G. Die Telekom und Vodafone haben angekündigt, erste 3G-Standorte bereits 2020 abzuschalten.

2G bleibt als Fallback-Option sowie für Sprachtelefonie und SMS bestehen. Da 3G (auch als UMTS bekannt) das Aus droht, wird die Versorgung mit 4G immer wichtiger. Das gilt nicht nur für den Tarif, der LTE ermöglichen sollte, sondern auch für die verwendete Hardware.

Wie kann ich erkennen, ob ich im LTE-Netz bin?

Wer mit 4G surft, sieht im Display des Geräts „4G, „LTE“ oder „LTE+“. Die Kürzel „3G“, „H“ oder „H+“ zeigen an, dass der niedrigere 3G-Standard genutzt wird. Die Anzeige kann je nach Gerät unterschiedlich ausfallen. Wer nicht sicher ist, ob sein (älteres) Gerät 4G-tauglich ist, findet Infos dazu in der verwendeten Software. Ein Blick in die Vertragsbedingungen des Tarifs ist nur bedingt hilfreich, weil manche Anbieter 4G/LTE für ihre Kunden nachträglich freigeschaltet haben.

Folgende Smartphone-Generationen und deren Nachfolger sind LTE-fähig (Achtung, teilweise muss die LTE-Funktion erst in den Einstellungen des Geräts aktiviert werden):

  • iPhone ab 5er-Modellen (mit Einschränkungen, teils nur mit Software-Update)
  • Samsung Galaxy teilweise ab S4 (S3 mit LTE in Deutschland nur über die Telekom)
  • Huawei P-Reihe ab P7 Ascend
  • Sony Xperia (Teile der S- und T-Reihen, UL, V-Reihe, Z-Reihe)
  • Honor ab Modell 4C
  • Microsoft Lumia ab Modell 625

Manche Modelle gab es eine Zeit lang in zwei Versionen, mit und ohne LTE – für letztere wurde ein Aufpreis fällig.

Übrigens: Bei Tablets, Routern oder Surfsticks ist der LTE-Standard zwar die Regel, jedoch können je nach Preisklasse und Funktionsumfang auch Geräte neueren Datums ohne 4G-Funktion unterwegs sein.

Handys ohne LTE und ohne UMTS

Anders als handelsübliche Smartphones, die für das mobile Surfen ausgelegt sind, gibt es nach wie vor Mobilfunkgeräte, die weder in 4G- noch in 3G-Netzen nutzbar sind. Damit sind solche Handymodelle auch nicht von der UMTS-Netzabschaltung betroffen. Das gilt etwa für manche Seniorenhandys, die primär zum Telefonieren gedacht sind, aber auch für Einfachhandys wie das relativ neu vorgestellte Nokia 3310. Solche Geräte richten sich an Wenignutzer oder Nostalgiker – wie bei Autos wird auch hier von Oldtimern nicht erwartet, dass die allerneueste Technik verbaut ist.