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Umfrage: Wird Bargeld abgelöst? Jeder zweite Jüngere bevorzugt Kartenzahlung

20.01.2020 | 08:30

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg. Deutschland ist immer noch Bargeldland. Die Hälfte der Verbraucher bezahlt kleinere Einkäufe am liebsten bar. Doch unter Jüngeren ist die Girocard bereits das bevorzugte Zahlungsmittel. Das zeigt eine repräsentative Innofact-Umfrage im Auftrag von Verivox. Jeder Dritte kann sich sogar vorstellen, irgendwann ganz auf Scheine und Münzen zu verzichten.

Die Hälfte der Verbraucher zahlt immer noch bar

Ob Girocard, Kreditkarte oder mobiles Bezahlen mit dem Smartphone – nie zuvor standen Verbrauchern so viele elektronische Zahlverfahren wie heute zur Verfügung. Doch im Alltag der Konsumenten hat Bargeld immer noch einen festen Platz. Von 1.000 Befragten bezahlt mehr als die Hälfte (51,1 Prozent) einen Supermarkteinkauf in Höhe von 20 Euro typischerweise mit Scheinen und Münzen.

Bezahlvorlieben

Girocard bei Jüngeren auf Platz 1

Besonders ausgeprägt ist die Vorliebe für Bargeld bei älteren Menschen. Fast zwei Drittel (63,9 Prozent) der Befragten über 50 bezahlt den 20-Euro-Einkauf in der Regel bar. Ganz anders bei jungen Erwachsenen unter 30. Hier zahlt jeder Zweite (49,4 Prozent) bevorzugt mit der Girocard (EC-Karte). Unter den Jüngeren hat sie Bargeld damit als bevorzugtes Zahlungsmittel abgelöst. Nur 40 Prozent bezahlen ihren Supermarkteinkauf typischerweise in Scheinen und Münzen.

Offenbar schätzen insbesondere Jüngere Komfort und Geschwindigkeit der Kartenzahlung. „Die meisten Karten ermöglichen heute schon kontaktloses Bezahlen nach NFC-Standard“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. „Sie sind gerade für kleinere Einkäufe attraktiv, weil zum Bezahlen keine PIN-Eingabe nötig ist.“ Über alle Altersgruppen ist die EC-Karte für 35 Prozent der Befragten das bevorzugte Zahlungsmittel, jeder Zehnte zahlt standardmäßig mit Kreditkarte (9,7 Prozent).

Mobile-Payment-Dienste wie Apple Pay und Co. spielen in allen Altersgruppen noch keine herausragende Rolle. Nur 2,9 Prozent der Befragten würde einen 20-Euro-Einkauf typischerweise mit einer Bezahl-App auf dem Smartphone begleichen.

Jeder Dritte kann sich eine Zukunft ohne Bargeld vorstellen

Für eine Mehrheit bleibt Bargeld auch in Zukunft von Bedeutung. Allerdings kann sich immerhin jeder Dritte (33,4 Prozent) vorstellen, irgendwann ausschließlich elektronische Bezahlverfahren wie EC- und Kreditkarte, Bezahl-Apps auf dem Handy oder Online-Überweisungen zu verwenden und dafür auf Scheine und Münzen als Zahlungsmittel komplett zu verzichten. Knapp die Hälfte (48,4 Prozent) kann sich das auf keinen Fall oder eher nicht vorstellen. 18,2 Prozent der Befragten sind unentschlossen.

Zukunft ohne Bargeld

Auch hier zeigen sich deutliche Generationenunterschiede: Während sich nicht einmal ein Viertel (22,6 Prozent) der Über-50-Jährigen eine Zukunft ohne Bargeld vorstellen kann, ist es bei den jungen Erwachsenen unter 30 schon fast die Hälfte (46,1 Prozent).

Methodik

Die verwendeten Daten basieren auf einer Online-Umfrage der Innofact AG im Auftrag von Verivox, an der im Oktober 2019 insgesamt 1.000 Personen teilgenommen haben. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Gefragt wurde: Wie würden Sie einen Supermarkt-Einkauf in Höhe von 20 Euro typischerweise bezahlen? – Können Sie sich vorstellen, in Zukunft irgendwann komplett auf Bargeld zu verzichten und ausschließlich elektronische Bezahlverfahren zu verwenden.

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