Strom bei freenet: Verivox.de testet die neuen Angebote

19.02.2008 | 13:50

Der Telekommunikationsdienstleister freenet hat heute den Einstieg in den Strommarkt angekündigt. Die Stromtarife "freenetStrom Öko" und "freenetStrom Clever" werden in Zusammenarbeit mit der Bonus Strom GmbH in den freenet-mobilcom Shops sowie über den Direktvertrieb angeboten. Das Heidelberger Verbrauchertportal Verivox.de hat die Angebote untersucht und mit den Angeboten der Wettbewerber verglichen.

Der Telekommunikationsdienstleister freenet hat heute den Einstieg in den Strommarkt angekündigt. Die Stromtarife "freenetStrom Öko" und "freenetStrom Clever" werden in Zusammenarbeit mit der Bonus Strom GmbH in den freenet-mobilcom Shops sowie über den Direktvertrieb angeboten. Das Heidelberger Verbrauchertportal Verivox.de hat die Angebote untersucht und mit den Angeboten der Wettbewerber verglichen.

Beim Ökostrom-Tarif von freenet beträgt die monatliche Grundgebühr 7,90 Euro, eine Kilowattstunde kostet 19,90 Cent. Je nach Jahresverbrauch erhält der Kunde zusätzlich einen Bonus von 25 Euro bei einem Verbrauch zwischen 2000 und 4000 Kilowattstunden bzw. 50 Euro bei eine Jahresverbrauch über 4000 Kilowattstunden.

Das Angebot setzt sich zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen zusammen, von denen jedoch nur der Mindestanteil von 12 Prozent aus gesetzlich geförderten Erneuerbaren Energien stammt. Das Angebot hat aktuell kein Ökostrom-Zertifikat aufzuweisen.
Beim konventionellen Angebot haben sich freenet und Bonus Strom von der E.ON-Tochter "E WIE EINFACH" inspirieren lassen. Auch hier liegt der Preis pro Kilowattstunde um einen Cent unter dem Preis der Grundversorgung des lokalen Anbieters. Die Grundgebühr ist identisch mit der Grundversorgung.
Preisvergleich
Verivox.de hat die freenet-Strompreise in den 10 größten deutschen Städten untersucht. Im Ergebnis sind bei Wettbewerbern durchgehend günstigere Konditionen zu erzielen als mit dem Angebot von freenet.
Ein Berliner Musterhaushalt (Jahresverbrauch 4.000 Kilowattstunden) zahlt bei freenet beispielsweise 788 Euro pro Jahr. Hier spart der Kunde 40 Euro im Vergleich zum Grundversorgungstarif von Vattenfall. Der günstigste Anbieter mit Vorkasse ist mit 638 Euro pro Jahr um nochmal 150 Euro günstiger. Das günstigste Angebot ohne Vorkasse liegt mit 741 Euro ebenfalls deutlich unter dem freenet-Angebot.
Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Ökostrom-Angebot von freenet, das bei 4.000 Kilowattstunden bundesweit 866 Euro pro Jahr kostet. In Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Dortmund und Bremen gibt es jeweils günstigere Ökostromtarife beim Lokalversorger. Nochmal deutlich günstiger ist Ökostrom bei den Wettbewerbern. Das jeweils günstigste Angebot mit Vorkasse kostet 698 Euro. Die günstigsten Angebote ohne Vorkasse kosten in den Großstädten zwischen 746 und 822 Euro und liegen somit alle unter dem freenet-Angebot.
Details zum Preisvergleich sind unter www.verivox.de zu finden.
Vertragskonditionen
Beide Tarife haben eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten mit einer sechswöchigen Kündigungsfrist. Ungewöhnlich ist, dass der Vertrag im Falles eines Umzugs nicht automatisch ausläuft. Der Kunde muss mindestens 6 Wochen vorher kündigen. Wechselt man den Versorger vor Ablauf des ersten Jahres, werden keine Boni gutgeschrieben.
"Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die neuen freenet Stromtarife keine Preisbrecher sind. Darüber hinaus ist es meines Erachtens nicht gerade umweltfreundlich, wenn Mehrverbrauch bei Ökostrom mit einem höheren Bonus belohnt wird. In diesem Modell sehe ich einen Widerspruch. Generell ist aber jeder neue Marktteilnehmer positiv, da so der Wettbewerb vorangetrieben wird. Verbraucher sollten generell neue Angebote mit weiteren Alternativen vergleichen. Ein Strompreisvergleich kann im Internet einfach und schnell durchgeführt werden" fasst Thomas Stollberger, Chefredakteur bei Verivox.de, das Ergebnis zusammen.