Kfz-Versicherung: Knapp ein Drittel lässt sich sparen

28.09.2017 | 08:00

Heidelberg. Zwischen günstigen Kfz-Versicherern und dem Preis-Mittelfeld klafft eine deutliche Lücke. 30 Prozent lassen sich sparen, wie die Tarifexperten von Verivox berechnet haben.

In die Auswertung flossen alle Tarifvergleiche ein, die Verbraucher im August 2017 bei Verivox durchgeführt haben. Aus den anonymisierten Nutzerberechnungen erstellt Verivox in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Wolfgang Bischof von der Hochschule Rosenheim einen Kfz-Versicherungsindex.

Im Schnitt 200 Euro Differenz

Verglichen wurden die drei günstigsten Tarife jedes Vergleichs mit dem mittleren Preis (Median). Dabei lagen die Top-Preise in der reinen Haftpflichtversicherung 28 Prozent unter dem Mittelfeld. Bei Nutzern, die auch eine Vollkasko oder Teilkasko abschließen wollten, betrug die Differenz 30 Prozent.

„Für Autofahrer bedeutet das Preisunterschiede von 200 Euro“, sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. Bei teuren Tarifen liegt die Differenz noch höher.

Und es gibt oft weitere Sparmöglichkeiten:

  • Wer den gesamten Versicherungsbeitrag am Jahresanfang zahlt, spart rund 10 Prozent gegenüber der monatlichen Zahlung.
  • Autofahrer sollten dem Versicherer eine realistische Fahrleistung nennen. Wer 6.000 Kilometer im Jahr fährt, aber bei seinem Versicherer noch 12.000 Kilometer angegeben hat, der kann den Preis um etwa 13 Prozent senken.
  • Wer sein Auto in einer Partnerwerkstatt des Versicherers reparieren lässt, fährt 12 Prozent günstiger. Der Kunde verzichtet dann bei Kaskoschäden auf die freie Werkstattwahl. Fahrer eines Leasing-Fahrzeugs sollten diese Option nicht wählen, weil dann der Leasing-Geber festlegt, in welchen Werkstätten das Auto repariert wird.