Google, Skype oder doch Call-by-Call – was ist günstiger?

08.08.2011 | 10:39

Heidelberg. Google hat einen neuen Telefonservice für Anrufe ins Festnetz- und Mobilfunknetz in seinen E-Mail-Dienst Google Mail integriert. Doch ist der Dienst auch günstiger, als Telefonate mit Call-by-Call oder Skype? „Nein“, sagt Verivox nach einem Vergleich der drei Alternativen.

Telefonieren mit Google – wie es funktioniert

Jeder, der einen Account bei Google Mail besitzt, kann über einen Klick auf den Menüpunkt “Telefonieren” den Telefonservice starten. Benötigt werden entweder ein Headset oder am Computer angeschlossene Lautsprecher sowie ein Mikrofon. Außerdem muss Googles Telefonservice installiert werden. Über Googles Bezahldienst Checkout wird ein Guthaben für die kostenpflichtigen Telefonate aufgeladen, dafür ist eine Kreditkarte erforderlich.

Womit spart man am meisten?

Für ein Telefonat ins deutsche Festnetz werden rund 2,4 Cent pro Minute fällig, für Anrufe in deutsche Handynetze gut 9,5 Cent. Das klingt wenig, ist aber im Vergleich zu Call-by-Call doch viel: Mit dem günstigsten Anbieter zahlt man mit der Sparvorwahl ungefähr 1,7 Cent pro Minute ins deutsche Festnetz und 3 Cent ins deutsche Mobilfunknetz. Skype verlangt für vergleichbare Festnetztelefonate 2,2 Cent und 23,6 Cent für Telefonate ins deutsche Mobilfunknetz – plus einer Verbindungsgebühr.

Ähnlich sieht es aus, wenn man ins Ausland telefonieren möchte: Während man für ein Gespräch in die Türkei mit einer Call-by-Call-Vorwahl bloß 0,9 Cent pro Minute zahlt, berechnet Skype 3,2 Cent und Google 2,4 Cent pro Minute. Noch größer ist der Preisunterschied für Gespräch in die Ukraine: Während Skype 13,2 Cent und Google 8,3 Cent kostet, zahlt man mit Call-by-Call gerade einmal 2,8 Cent je Minute.

Fazit: Call-by-Call unschlagbar im Preis

“Mit Call-by-Call ist das Telefonieren ins Ausland oder ins Mobilfunknetz immer noch am günstigsten. Da jedoch nur Telekom-Kunden diese Sparvorwahlen nutzen können, ist das Telefonieren mit Google für alle anderen eine lohnenswerte Alternative“, so Christof Zinkgräf, Telekommunikationsexperte bei Verivox.