1.000 Euro für ein Smartphone? Jeder Vierte unter 30 wäre bereit dazu

14.10.2019 | 09:40

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Heidelberg. Fast jeder vierte junge Mensch zwischen 18 und 29 Jahren würde 800 bis 1.000 Euro für ein Smartphone ausgeben – bevorzugt für ein iPhone. Auch bei den monatlichen Ausgaben sitzt den Millennials das Geld am lockersten, wie eine repräsentative Innofact-Umfrage im Auftrag von Verivox zeigt.

Junge Menschen akzeptieren die höchsten Monatsbeträge

50 Prozent der Millennials würden mehr als 30 Euro monatlich für einen Kombi-Tarif mit Smartphone bezahlen. In der Generation X bis 49 Jahre und den Babyboomern bis 69 Jahre sind nur 28 bzw. 19 Prozent dazu bereit.

Auch bei noch höheren Monatsbeträgen zwischen 40 und 80 Euro kommen die höchsten Zustimmungswerte ausnahmslos aus der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen. Die älteste Gruppe würde mehrheitlich maximal 20 Euro ausgeben.

Bis zu 1.000 Euro Einmalbetrag für ein Smartphone

Unter jungen Menschen würden 23 Prozent 800 Euro bis maximal 1.000 Euro bezahlen, wenn ein Smartphone unabhängig vom Vertrag gekauft wird. In den beiden älteren Gruppen ist die Akzeptanz eines so hohen Betrags deutlich niedriger (7 Prozent in der Generation X, 2 Prozent bei den Babyboomern). Altersunabhängig spricht sich die größte Gruppe (28 Prozent) für einen maximalen Einmalbetrag von 200 bis 400 Euro für ein Smartphone aus.

Maximale Einmalausgaben für ein Smartphone (ohne Tarif) Gesamt Anteil in % 18–29 Jahre Anteil in % 30–49 Jahre Anteil in % 50–69 Jahre Anteil in %
Bis 100 Euro 7,2 4,3 5,8 10,3
101–200 Euro 17,3 8 16,6 22,7
201–400 Euro 27,8 16,6 31,6 29
401–600 Euro 18,2 23 17,7 16,4
601–800 Euro 12,6 17,6 13,1 9,5
801–1000 Euro 8,1 22,5 6,9 2,4
1001–1200 Euro 2,7 5,3 3,5 0,5
Über 1200 Euro 1,4 0,5 2,3 0,8
Weiß nicht/keine Angabe 4,7 2,1 2,5 8,4

Die meisten jungen Kunden entscheiden sich für Apple

52 Prozent der Millennials würden für ein iPhone mehr Geld ausgeben als für jede andere Smartphone-Marke – unter Schülern bzw. Studenten sagen das sogar 61 Prozent. 29 Prozent der jungen Menschen nennen Samsung, 8 Prozent Huawei als die Marke ihrer Wahl.

Zusammengefasst haben 96 Prozent der 18- bis 29-Jährigen eine klare Vorstellung davon, für welche Marke sie am meisten ausgeben würden. In den beiden älteren Gruppen präferieren dagegen bis zu 30 Prozent keine bestimmte Marke.

„Bei Smartphones ist das Markenbewusstsein der Millennials sehr stark ausgeprägt,“ sagt Verivox-Telekommunikationsexperte Eugen Ensinger. „Wer Smartphones sozusagen in Marken denkt, hat auch eine entsprechend hohe Zahlungsbereitschaft – obwohl die Gehälter junger Menschen oft noch vergleichsweise niedrig sind.“

Methodik

Die verwendeten Daten basieren auf einer Online-Umfrage der Innofact AG im Auftrag von Verivox, an der 1.000 Personen im September 2019 teilnahmen. Gefragt wurde: „Für welche Smartphone-Marke wären Sie bereit, das meiste Geld auszugeben? – Angenommen, Sie kaufen Ihr Smartphone unabhängig von einem Vertrag. Wie viel würden Sie einmalig maximal für ein Smartphone ausgeben? – Angenommen, Sie schließen einen kombinierten Vertrag aus Handy & Tarif ab und erhalten das Smartphone für einen geringeren Einmalpreis, jedoch zu höheren monatlichen Kosten. Wie viel würden Sie monatlich maximal dafür ausgeben?“ Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.