In den vergangenen Jahren ist der kabellose Internetzugang in den eigenen vier Wänden dank WLAN zum Standard avanciert. Ob Surfen, Drucken oder Fernehen – mit WLAN ist dies auch ohne lästige Netzwerkkabel möglich. Hier erfahren Sie, wie das lokale Funknetz funktioniert, welche Vorteile es bietet und wie sich das WLAN-Signal verstärken lässt.

Das Wichtigste in Kürze

  • WLAN bedeutet „Wireless Local Area Network“ (zu deutsch: drahtloses lokales Netzwerk) und dient der Datenübertragung mittels eines Funksignals.
  • Auch Laien können in wenigen Minuten ein WLAN einrichten. Nachdem man den Router für eine Herstellung des Internetzugangs konfiguriert hat, ist es erforderlich, die eigentliche WLAN-Funktion zu aktivieren.
  • Um eine Verbindung mit dem Access Point des WLANs herstellen zu können, ist ein entsprechendes Funkmodul im Endgerät nötig.

Was ist WLAN eigentlich?

WLAN bedeutet „Wireless Local Area Network“ (zu deutsch: drahtloses lokales Netzwerk) und dient der Datenübertragung mittels eines Funksignals. Wo früher Netzwerkkabel in jedes Zimmer verlegt werden mussten, kann heute durch kluge Positionierung des WLAN-fähigen Routers eine kabellose Netzwerkverbindung hergestellt werden. Endgeräte wie Computer, Smartphone und Tablet können als eingeloggte Teilnehmer dieses Funknetzes über den Router auf das Internet zugreifen und jederzeit und überall kabellos surfen. Ob auf der Couch, im Arbeitszimmer oder in der Küche – WLAN ermöglicht allerorts eine einfache und bequeme Internetverbindung.

Das WLAN einfach erklärt

Zentraler Punkt des WLANs ist der sogenannte Wireless Access Point. In der Regel handelt es sich hierbei um einen Router, der die Verbindung der eingeloggten Clients koordiniert und durch den Versand und Empfang von Daten die Verbindung der Endgeräte mit dem Internet herstellt. Es existieren zwei grundsätzliche Varianten von WLAN:

Das Ad Hoc-Netzwerk

Beim Ad Hoc-Netzwerk (lateinisch „für diesen Augenblick gemacht“) verbinden sich zwei Endgeräte – üblichweise Computer – per Funk. Da es keinen zentralen Access Point gibt, sind beide Teilnehmer gleichberechtigt und übernehmen selbst die Koordinierung der Verbindung.

Infrastruktur-Netzwerke

Bei einem Infrastruktur-Netzwerk handelt es sich um die gängigste Art des WLANs. Hierbei tritt ein WLAN-Router mit DSL-Modem als Access Point und zentrale Vermittlung auf, bei der sich Geräte anmelden. Vom heimischen WLAN ist dieser Vorgang wohl bekannt: WLAN auswählen, Verschlüsselung eingeben, fertig. In der Folge ist man mit dem Laptop Teilnehmer des Funknetzes und kann dank WLAN-fähigen Router den kabellosen Internetzugang nutzen.

WLAN einrichten: So geht’s

Auch Laien können in wenigen Minuten ein WLAN einrichten. Nachdem man den Router für eine Herstellung des Internetzugangs konfiguriert hat, ist es erforderlich, die eigentliche WLAN-Funktion zu aktivieren. Neben dem Drücken der WLAN-Taste am Router selbst muss hierfür in der Konfiguration der Benutzeroberfläche des WLAN-Routers das Häkchen zur Aktivierung des WLAN-Funknetzes gesetzt werden. In der Folge können Endgeräte das WLAN erkennen und sich mittels des Sicherheitsschlüssels einwählen.

Safety first – auch bei WLAN!

Nach der Einrichtung des WLANs sollte die erste Handlung darin bestehen, es gegen unbefugtes Eindringen Dritter abzusichern. Als Verschlüsselung sollte der aktuelle Standard WPA/WPA2 gewählt werden, der für größtmögliche Sicherheit steht. Als Netzwerkschlüssel, den man beim Einloggen in das Netzwerk eingeben muss, sollte ein Passwort oder Code gewählt werden, der schwer zu knacken ist. Bis zu 63 Zeichen können genutzt werden. Je variabler und größer die Zeichenfolge ist, desto besser ist das WLAN geschützt.

Begrenzte WLAN-Reichweite sorgt für Frust

Die Sendedistanz des Funksignals ist begrenzt – und das ist auch gut so. Durch die übliche Nutzung des 2,4 GHz-Frequenzbandes konkurrieren zahlreiche Netzwerke der näheren Umgebung um Funkkanäle, was zu Verlusten der Signalqualität führt. Vor allem in Hochhäusern oder Gebäuden mit mehreren Parteien kann es in der Folge durch die hohe Anzahl von Netzwerken zu Problemen kommen. Durch eine geringere Reichweite des WLAN-Signals können Überschneidungen verringert werden. Trotzdem sollte innerhalb der eigenen vier Wände darauf geachtet werden, die mögliche WLAN-Reichweite bestmöglich auszunutzen. Dicke Wände verringern das WLAN-Signal ebenso wie große metallische Flächen im Sendeweg – der Keller ist daher als Aufstellort des WLAN-Routers denkbar ungeeignet.

Zu schwaches WLAN-Signal – was tun?

Kommt das WLAN-Signal nur schwach beim Endgerät an, lahmt die Internetgeschwindigkeit und der Puls steigt. Bevor man sich um zusätzliche Anschaffungen kümmert, sollte geklärt werden, ob die Positionierung des WLAN-Routers verbessert werden kann. Je näher dieser am Endgerät steht, desto stärker ist das Signal und damit die Datenübertragungsrate. Sollte sich hier aufgrund der Größe der zu überbrückenden Distanz zwischen Router und Endgeräte(n) nichts mehr optimieren lassen, empfiehlt sich der Kauf eines WLAN-Repeaters oder WLAN-Verstärkers. Diese empfangen auf halber Strecke das Signal und leiten es weiter, wodurch sich das WLAN-Signal verstärken und die WLAN-Reichweite erhöhen lässt. Dadurch lassen sich auch weiter vom WLAN-Router entfernt einige Mbit/s mehr beim Endgerät realisieren.

WLAN-Funkmodul zwingend erforderlich

Um eine Verbindung mit dem Access Point des WLANs herstellen zu können, ist ein entsprechendes Funkmodul im Endgerät nötig. Notebooks, Tablets und Handys haben in der Regel schon ein kompatibles Modul verbaut, für Desktop-PCs kann mittels eines günstigen WLAN-Sticks rasch Abhilfe geschaffen werden.