Der Versicherungsort bezeichnet in der Hausratversicherung in erster Linie die Wohnung des Versicherungsnehmers. Allerdings geht der Bereich, in dem das Eigentum und der Besitz des Versicherungsnehmers geschützt sind, noch weiter. Was genau verstehen die Versicherungsgesellschaften unter dem Versicherungsort?

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wann und wo muss der Versicherer im Schadensfall leisten?
  3. Auto und Hotel
  4. Wohnung der Kinder bei Ausbildung mitversichert
  5. Krankenhaus und Züge
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Hausratversicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Versicherungsort ist in erster Linie die Wohnung des Versicherungsnehmers mit dazu gehörigen Nebenräumen.
  • Im Rahmen der Außenversicherungsklausel greift die Hausratversicherung auch bei Schäden im Hotel, Ferienunterkünften, Krankenhäusern, Zugabteilen oder Schiffskabinen.
  • Der Hausrat ausbildungsbedingt ausgezogener Kinder ist mit einem gewissen Prozentsatz zeitlich begrenzt mitversichert.
  • Die maximalen Versicherungssummen im Rahmen der Außenversicherung variieren von Anbieter zu Anbieter.

Wann und wo muss der Versicherer im Schadensfall leisten?

Zunächst einmal ist die Frage, welche Schadensursachen in der Hausratversicherung abgedeckt sind. Die wesentlichen Risiken sind

Versicherungsnehmer können die Ersatzleistungen noch um das Risiko Elementarschäden erweitern. Immer beliebter werden sogenannte Wohnungsschutzbriefe als zusätzlicher Baustein. Diese übernehmen die Kosten, welche aus Notfällen entstehen, beispielsweise die Türöffnung bei vergessenen Wohnungsschlüsseln oder Sanitärdienste an Feiertagen.

Die Leistungspflicht der Versicherung tritt ein, wenn der Versicherungsnehmer am Versicherungsort durch eines der hier genannten Risiken einen Schaden erleidet.

Als Versicherungsort gilt die im Antrag genannte Wohnung des Versicherungsnehmers. Die Frage, in welchem Stockwerk unter der angegebenen Adresse sich die Wohnung befindet, hat durchaus Berechtigung. Liegt der Versicherungsort, die Wohnung, im Erdgeschoss, fällt das Einbruchsrisiko höher aus als bei einer Wohnung im dritten Stock. Sollte der Versicherungsnehmer den Versicherungsort dahin gehend wechseln, dass er unter derselben Adresse vom dritten Stock in das Parterre zieht, muss er den Versicherer davon in Kenntnis setzen.

Zu einer Wohnung zählen aber nicht nur die Räumlichkeiten, die sich hinter der Wohnungstür oder der Haustür befinden. Es gelten die Räumlichkeiten, die im Mietvertrag benannt sind. Darunter fallen die Mansarde, der eigene Keller, aber auch abschließbare Gemeinschaftsräume wie Waschküche oder Fahrradkeller. Das Treppenhaus zählt nicht dazu. Bei einer Eigentumswohnung sind es das Sondereigentum und die abschließbaren Gemeinschaftsräume. Wird beispielsweise Wäsche aus der Waschküche entwendet, käme die Hausratversicherung zum Tragen.

Bei einem Einfamilienhaus ist es etwas einfacher, da der Versicherungsort mit dem Grundstück identisch ist. Allerdings gelten hier auch Einschränkungen. Hochwertige Gartenmöbel beispielsweise befinden sich auf der Terrasse zwar innerhalb des Versicherungsortes, sind aber nicht verschlossen. In Bezug auf den Versicherungsschutz von im Garten befindlichen Gegenständen lohnt ein Blick in die Versicherungsbedingungen, da es hier Abweichungen gibt.

Auto und Hotel

Die Hausratversicherung kennt auch die sogenannte Außenversicherung. Durch diese Klausel wird der eigentliche Versicherungsort im Geltungsbereich erweitert.

Angenommen, das Auto wird aufgebrochen. Das ist zunächst ein Fall für die Vollkaskoversicherung, um für die am Fahrzeug entstandenen Schäden aufzukommen. Dies gilt auch, wenn fest mit dem Wagen verbundene Gegenstände wie das Autoradio gestohlen werden. Befindet sich unter der Beute des Täters aber auch eine Jacke, so würde diese im Rahmen der Einbruchdiebstahldeckung durch die Hausratversicherung gedeckt. Nutzt der Versicherungsnehmer eine Garage, gilt dafür ebenfalls die Außenversicherung. Allerdings dürfen nur Mitglieder des Hausstandes des Versicherungsortes Zutritt haben.

Im Rahmen der Außenversicherung gelten auch Ferienwohnungen, Hotelzimmer oder Ferienhäuser als Teil des „Versicherungsortes“. Allerdings gilt hier eine Einschränkung. Die Versicherungssumme beträgt nur einen gewissen Prozentsatz der Versicherungssumme, die für den eigentlichen Versicherungsort vereinbart wurde. Die Höhe des Prozentsatzes hängt ebenso wie die Dauer der Gültigkeit der Außenversicherung für Ferien- oder Hotelunterkünfte vom Versicherer ab.

Wohnung der Kinder bei Ausbildung mitversichert

Ziehen Kinder ausbildungsbedingt an einem anderen Ort in eine eigene Wohnung, fällt diese ebenfalls unter die Außenversicherung in der Hausratversicherung. Der Versicherungsort wird um die Wohnung des Kindes erweitert. Es gilt jedoch auch in diesem Fall eine prozentuale Maximierung der Versicherungssumme, abhängig vom jeweiligen Anbieter. Eine zeitliche Begrenzung ist ebenfalls üblich.

Krankenhaus und Züge

Immer mehr Policen schließen auch Diebstahl im Krankenhaus, aus Zugabteilen oder Schiffskabinen in den Versicherungsschutz mit ein.

Es wird deutlich, dass sich der Versicherungsort nicht nur auf die im Versicherungsschein genannte Adresse beziehen muss. Wie die einzelnen Versicherungsgesellschaften die Außenversicherung ausgestalten, lässt sich im Versicherungsvergleich unter den Details nachlesen.

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