Digitale Freizeitgestaltung: Drei Viertel fast immer online

19.02.2021 | 11:21

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Schnell noch die E-Mails checken oder im Gruppen-Chat antworten: Die digitalen Medien sind zum festen Bestandteil des Alltags geworden. Drei Viertel der Erwachsenen sind fast immer online – die Mehrheit möchte aber eigentlich lieber mal abschalten. Das ergab eine Studie der Techniker Krankenkasse zur Digitalkompetenz der Deutschen.

Vor allem Jüngere sind "always on"

Drei Viertel der Erwachsenen (76 Prozent) sind in ihrer Freizeit mehrmals am Tag bzw. fast immer online. Bei Männern sind es 83 Prozent, bei Frauen 69 Prozent. Vor allem zwischen den Altersgruppen herrschen große Unterschiede. 92 Prozent der Jüngeren zwischen 18 und 33 Jahren sind mehrmals täglich bzw. fast immer zu privaten Zwecken im Internet. Bei den Älteren zwischen 50 bis 65 Jahren sind es 63 Prozent.

Mehr als die Hälfte bis zu fünf Stunden täglich im Netz

Die Mehrheit der Internet-Nutzer ist nicht nur oft im Internet, sondern verbringt dort auch viel Zeit. 60 Prozent gaben an, täglich zwischen einer Stunde und fünf Stunden online zu sein. Bei der digitalen Freizeitgestaltung sind diese Tätigkeiten besonders beliebt:

  • Kommunizieren per Messenger (79 Prozent)
  • Nachrichten konsumieren (65 Prozent)
  • E-Mails lesen und schreiben (61 Prozent)
  • Social-Media-Posts anschauen (39 Prozent)
  • Unterhaltungsangebote wie etwa Musik-Streaming nutzen (33 Prozent)
  • Filme oder Videos schauen (31 Prozent)

Nur fünf Prozent der Befragten aus allen Altersgruppen gaben an, das Internet selten oder nie zu nutzen.

Trend geht zum "Second Screen"

Viele Menschen sind mittlerweile nicht nur mit einem Gerät online, sondern mit zwei oder mehr Bildschirmgeräten – zum Beispiel mit dem Smartphone vor dem Fernseher. Ein Drittel der Jüngeren nutzt mehrmals täglich mehrere Bildschirmgeräte gleichzeitig. Vor allem bei Vielsurfern sind Second Screens beliebt: 92 Prozent sind mehrmals täglich mit verschiedenen Geräten online.

Digital Detox fällt vielen schwer

Knapp ein Drittel der Befragten nutzt digitale Kommunikationskanäle häufiger als vor Beginn der Corona-Pandemie. Gleichzeitig gaben 87 Prozent der Befragten an, überhaupt nicht so viel Zeit im Internet verbringen zu wollen. Jeder Zweite (50 Prozent) fühlt sich durch die Internetnutzung von anderen Dingen abgelenkt.

Für die Studie "Schalt mal ab, Deutschland!" wurden bundesweit 1.250 Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren zu ihrem Umgang mit digitalen Medien befragt.