Ausbildungsversicherung

Schon lange vor der Geburt eines Kindes machen sich Eltern und auch Großeltern Gedanken darüber, wie die Zukunft des Kindes einmal aussehen wird. Damit es einmal einen tollen Beruf erlernen oder ein Studium beginnen kann, investieren sie häufig Geld in einen Sparplan und geben den Kindern auf diese Art und Weise eine Versicherung für deren Ausbildung. Viele Eltern denken auch über eine Ausbildungsversicherung nach. Ob sich eine Ausbildungsversicherung lohnt oder nicht, erfahren Sie hier.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Kinder kosten viel Geld
  3. Die Ausbildungsversicherung funktioniert wie eine Lebensversicherung
  4. Wann sollte eine Ausbildungsversicherung abgeschlossen werden?
  5. Die Risikolebensversicherung
  6. Lohnt sich eine Ausbildungsversicherung?
  7. Verwandte Themen
  8. Jetzt Depots vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Ausbildungsversicherung ist normalerweise eine Kombination von Kapitallebensversicherung und Risikolebensversicherung.
  • Die Laufzeit beträgt normalerweise 20, maximal 25 Jahre. Der Abschluss sollte möglichst früh stattfinden, um eine sinnvolle Sparleistung zu erzielen.
  • Versicherungsexperten raten vor Abschluss einer Ausbildungsversicherung ab und empfehlen stattdessen andere Geldanlagemöglichkeiten für Kinder.

Kinder kosten viel Geld

Dass Kinder viel Geld kosten, ist bekannt, aber wie viel genau kostet eigentlich zum Beispiel ein Studium? Das Deutsche Studentenwerk hat einmal ausgerechnet, mit welchen Kosten Studenten rechnen müssen, wenn sie sich für einen Studiengang über sechs Semester mit einem Bachelor-Abschluss entscheiden – es sind 60.000 Euro.

Wer sich für ein langes Studium wie Medizin oder Archäologie entscheidet, der muss noch tiefer in die Tasche greifen. Diese Kosten können in der Regel nicht alleine durch Nebenjobs finanziert werden, meist legen die Eltern noch etwas dazu. Alle Eltern, die aber nicht die finanziellen Mittel haben, ihre Kinder im Studium zu unterstützen, schließen gerne eine Ausbildungsversicherung ab und hoffen, dass die über Jahre eingezahlten Prämien ausreichen, um das Studium zu bezahlen. Aber ist die Ausbildungsversicherung wirklich so effizient und lohnt es sich für Eltern, in diese Versicherung zu investieren?

Die Ausbildungsversicherung funktioniert wie eine Lebensversicherung

Auch wenn die Leistungen einer Ausbildungsversicherung auf den ersten Blick sehr attraktiv sind, wirklich neu ist diese Versicherung nicht. Streng genommen ist eine Ausbildungsversicherung nichts anderes als eine klassische Kapitallebensversicherung, die aber oftmals an den Abschluss einer Risikolebensversicherung gekoppelt wird. Eltern oder Großeltern, die eine Ausbildungsversicherung für ihre Kinder oder Enkelkinder abschließen, zahlen – wie bei einer normalen Lebensversicherung auch – jeden Monat einen bestimmten Betrag ein, der dann zu einem bestimmten Zeitpunkt mit Zinsen ausgezahlt wird. Bei einer Ausbildungsversicherung ist das Kind immer der Begünstigte und kann über das Geld verfügen und es zum Beispiel zur Finanzierung eines Studiums nutzen.

Wann sollte eine Ausbildungsversicherung abgeschlossen werden?

Wer sich für eine Ausbildungsversicherung entscheidet, der muss diese nach Möglichkeit schon bei der Geburt des Kindes abschließen. Nur wenn es zu einem sehr frühen Versicherungsabschluss kommt, dann reicht auch die Zeit aus, um einen ansehnlichen Betrag zu sparen. Wie bei einer klassischen Lebensversicherung, so ist auch für die Ausbildungsversicherung ein Zeitraum von 20 bis 25 Jahren realistisch. 25 Jahre sind allerdings das oberste Limit, denn sonst wird die Ausbildungsversicherung erst dann ausgezahlt, wenn das Studium bereits beendet ist. Auch wenn nicht alle Studenten es schaffen, ihr Studium in der Regelzeit abzuschließen, reicht in der Regel der Zeitraum von zwei Jahrzehnten als Laufzeit für eine Ausbildungsversicherung aus.

Die Risikolebensversicherung

Viele Versicherer machen den Abschluss einer Risikolebensversicherung zur Pflicht, wenn eine Ausbildungsversicherung abgeschlossen werden soll. Das hat einen guten Grund. Wenn den Eltern als Beitragszahlern für die Ausbildungsversicherung etwas passieren sollte, dann wäre die Versicherung praktisch erloschen. Für den Fall, dass die Eltern sterben sollten, greift die Risikolebensversicherung, die Kinder als Hinterbliebene müssen sich dann keine Sorgen mehr um die weiteren Beitragszahlungen machen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Ausbildungsversicherung auf die Paten oder die Großeltern zu übertragen: Falls den Eltern etwas zustößt, zahlen sie dann weiter in die Versicherung ein.

Lohnt sich eine Ausbildungsversicherung?

Versicherungsexperten raten vor dem Abschluss einer Ausbildungsversicherung ab. Sie sind der Ansicht, dass eine Ausbildungsversicherung bei niedriger Rendite relativ viel kostet. Wer sich die Entwicklung der Zinsen für Lebensversicherungen in den letzten Jahren abschaut, der wird den Experten recht geben. Zudem ist ein Vergleich der Rendite schwierig, weil hier zwei Arten Versicherung (Kapital- und Risikolebensversicherung) aneinander gekoppelt sind. Wer nach einer sicheren Alternative sucht, kann einen Banksparplan mit steigender Verzinsung abschließen. Mehr Risiko und mehr Rendite bietet Investmentsparen.

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