CCS-Ladestation

Wer den Akku seines Elektroautos möglichst schnell – also mit Gleichstrom (DC) – laden möchte, muss dafür meist nach einer sogenannten CCS-Ladestation Ausschau halten. Europaweit lassen sich bereits mehr als 10.000 entsprechende Ladestandorte finden, wovon über 2.500 CCS-Stationen allein auf Deutschland entfallen. In den nächsten Jahren dürfte die Anzahl der Schnellladestationen weiter ansteigen, denn europaweit werden täglich mehrere neue Ladegeräte installiert.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist eine CCS-Ladestation?
  3. CCS-Ladestation: Welche Automarken kompatibel?
  4. Leistung einer CCS-Ladestation
  5. Vorteile
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Jetzt Ladestrom sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei CCS-Ladestationen handelt es sich um Schnellladesäulen nach dem europäischen Standard.
  • Eine CCS-Ladestation ist ein kombiniertes Ladesystem, welches sich sowohl zum Laden mit Gleichstrom als auch mit Wechselstrom eignet.
  • Die Ladeleistung der Stromtankstellen liegt in der Regel zwischen 20 bis 50 Kilowatt, wobei es auch Ladepunkte mit bis zu 350 Kilowatt gibt.
  • Wenn das Elektroauto die technischen Voraussetzungen erfüllt, lässt sich sein Akku an einer CCS-Ladestation deutlich schneller mit Strom befüllen als an einem Normalladepunkt.

Was ist eine CCS-Ladestation?

Eine CCS-Ladestation stellt ein kombiniertes Ladesystem für Elektroautos dar, was bereits durch die Bezeichnung deutlich wird. Die Abkürzung CCS steht nämlich für „Combined Charging System“. Im Detail handelt es sich dabei um einen kombinierten Stecker. Dieser lässt sich sowohl mit einem Typ-1-Stecker als auch mit einem Typ-2-Stecker verbinden. Während in Amerika Typ-1-Stecker Verwendung finden, gilt in Europa der Typ-2-Stecker als Standard. Ausschlaggebend ist in diesem Zusammenhang die Richtlinie 2014/94/EU des Europäischen Parlaments und des Rates, die sowohl das Ladeverfahren als auch die Steckervarianten normiert. Deutschland setzt diese Vorgabe über die Ladesäulenverordnung um.

In Kombination mit einem Typ-2-Stecker ist auch die Bezeichnung „Combo 2“ geläufig. Der obere Teil entspricht einem siebenpoligen Typ-2-Stecker für einphasigen Wechselstrom (AC) beziehungsweise dreiphasigen Drehstrom. Der untere Teil besteht aus zwei großen, für Gleichstrom konzipierten Steckkontakten. Aufgrund dieses Aufbaus können Sie mit einem CCS-Stecker ausgerüstete Elektroautos auch an einer Wallbox und theoretisch sogar an einer Haushaltssteckdose aufladen.

Mit welchen Automarken lässt sich eine CCS-Ladestation nutzen?

Zu den Autoherstellern, die dieses Schnellladesystem präferieren, zählen neben Audi, BMW, Volkswagen und Mercedes unter anderem auch Ford und General Motors. Bei einigen Modellen gehört CCS zur Serienausstattung. In anderen Fällen ist es notwendig, das System gegen Aufpreis installieren zu lassen. Tesla nutzt zwar ein eigenes Steckersystem, hat jedoch einen CCS-Adapter entwickelt. Japanische Hersteller setzen dagegen vorrangig auf CHAdeMO-Stecker.

Wie hoch fällt die Leistung einer CCS-Ladestation aus?

Die meisten CCS-Stationen besitzen eine Ladeleistung zwischen 20 und 50 Kilowatt. Es gibt jedoch auch immer mehr Ultraschnellladesäulen beziehungsweise High Power Charger (HPC), deren Leistung sogar bei bis zu 350 Kilowatt liegt. An einer solchen Station dauert es lediglich drei bis fünf Minuten, 100 Kilometer Reichweite zu tanken.

Um derartige Ladestationen nutzen zu können, muss das Auto prinzipiell DC-ladefähig sein und über einen CCS-Anschluss verfügen. Mit welcher Geschwindigkeit der Akku Energie zieht, hängt allerdings ebenso vom Ladegerät des Fahrzeugs ab. Bisher gibt es noch keinen Hersteller, der die volle Ladeleistung unterstützt. Dennoch existieren bereits Modelle, die sich mit 150 Kilowatt und mehr laden lassen, beispielsweise:

  • Tesla Model 3
  • Porsche Taycan
  • Audi e-tron
  • VW ID.3
  • Ford Mach-E

Dank High Power Charging soll es zukünftig sogar noch schneller funktionieren, den Akku des Elektroautos aufzuladen. Es sind bereits Schnellladestationen mit 500 Kilowatt Leistung in Planung.

Welche Vorteile hat eine CCS-Ladestation?

Der wesentliche Vorteil einer CCS-Ladestation besteht, verglichen mit AC-Stromtankstellen, in ihrer deutlich höheren Ladeleistung, infolge derer die Ladedauer wesentlich kürzer ausfällt. Während das Laden des Elektroautos an einer Haushaltssteckdose oftmals zehn Stunden und mehr in Anspruch nimmt, liegt die Ladedauer an einer öffentlichen AC-Station bei zwei bis vier Stunden. Wer dagegen eine CCS-Ladestation nutzt, muss lediglich 30 bis 60 Minuten warten, bis der Akku wieder voll ist. Dieser Umstand begründet sich damit, dass die Batterie des Elektroautos ebenfalls Gleichstrom speichert. Demzufolge ist es hier nicht notwendig, den Strom beim Laden umzuwandeln.

Allerdings haben CCS-Ladestandorte auch einen Nachteil. Da die Kosten für die Anschaffung und Inbetriebnahme wesentlich höher ausfallen, müssen Besitzer eines Elektroautos hier für gewöhnlich mehr Geld für eine Kilowattstunde bezahlen als an einer Wechselstrom-Ladestation.

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