Bild: SIM-Karte ©Klaus Eppele/fotolia.com

SIM-Karte

Die SIM-Karte ist elementarer Bestandteil jedes Mobiltelefons. Mit Hilfe der SIM-Karte werden die PIN, die Rufnummer und das individuelle Telefonbuch gespeichert. Sie dient zur Identifikation des Nutzers im Netz - „SIM“ steht für "Subscriber Identification Module", was auf deutsch so viel heißt wie „Teilnehmer-Identitätsmodul“. Außerdem stellen die Mobilfunkbetreiber mithilfe der SIM-Karte dem Nutzer mobile Telefon- und Datenanschlüsse zur Verfügung.

Was ist auf der SIM-Karte gespeichert?

Eine SIM-Karte ist wie ein kleiner Prozessor mit internem Speicher: Mit ihr wird das Handy oder Smartphone einem Mobilfunknetz zugeordnet. Anhand von in der SIM-Karte gespeicherten Nummerncodes wird der Zugriff auf das Netz autorisiert und die Sprach- und Datenübertragung verschlüsselt. Außerdem können auf der SIM-Karte temporäre netzbezogene Daten gespeichert werden. Auch das Telefon- und Notizbuch, ein Speicher für SMS und die zuletzt gewählten Telefonnummern sind in die SIM-Karte integriert.

Mit einem sogenannten SIM-Toolkit können auch kleine Programme auf der SIM-Karte hinterlegt werden, beispielsweise Nachrichten-Services, von denen man sich tagesaktuelle Informationen zusenden lassen kann. Auch das Aufladen oder Abfragen des Prepaid-Guthabens erfolgt über das SIM-Toolkit. Der Pluspunkt für solche kleinen Programme, die direkt auf der SIM-Karte gespeichert sind, ist, dass diese unabhängig vom eingesetzten Handy benutzt werden können. Denn so kann ohne ersichtliche Funktionalitätsänderung die SIM-Karte auch in einem neuen Handy verwendet werden. Inzwischen arbeiten die Hersteller an SIM-Karten, die einen besonders großen Speicherplatz haben – ähnlich der SD-Karte aus der Digitalkamera. Dieser Speicher könnte dann beispielsweise für Musik, Bilder oder andere Dokumente genutzt werden.

Auch SIM-Karten altern

Der Zahn der Zeit nagt auch an SIM-Karten: Sie haben keine unbegrenzte Lebensdauer, denn jedes Mal, wenn sich die SIM-Karte im Mobilfunknetz anmeldet, „altert“ sie. Die meisten Hersteller sagen, dass die Lebensdauer etwa 100.000 solcher Authentifizierungsvorgänge beträgt. Manche SIM-Karten haben im Innern eine Art Lebensdauer-Zähler, der auf jedes Ein- und Ausschalten reagiert. Erreicht der Zähler die Null, deaktiviert sich die Karte automatisch.

Dual-SIM: ein Handy mit zwei SIM-Karten

Mit einem Handy parallel zwei SIM-Karten und damit auch zwei verschiedene Tarife nutzen, über zwei Nummern erreichbar sein und die Handyrechnung deutlich senken – dank Dual-SIM-Handys kein Problem. Wer ein Dual-SIM-Handy besitzt, kann zwei verschiedene SIM-Karten gleichzeitig einlegen. Vor jedem Anruf, jeder SMS oder jedem Internetzugriff kann der Nutzer entscheiden, welche der beiden Karten verwendet werden soll.

Micro-SIM - die kleine Schwester

Da Handys und Smartphones mittlerweile immer kleiner und dünner werden, gibt es auch eine Miniaturausgabe der SIM-Karte - die Micro-SIM. Diese Version der SIM-Karte ist nur 15 x 12 Millimeter klein. Zum Vergleich: Eine übliche SIM-Karte hat die Maße 25 x 15 Millimeter. Hinsichtlich des Chips gibt es keine signifikanten Unterschiede, bis auf den internen Speicher. Dieser ist trotz des kleineren Formats etwa 50 Prozent größer. Das iPad von Apple war eines der ersten Geräte, das eine Micro-SIM-Karte verwendete.

Nano-SIM

Der Nachfolger der Micro-SIM ist die noch kleinere Nano-SIM, die es den Smartphone-Herstellern ermöglicht, noch flachere Gehäuse zu bauen. Im Juni 2012 wurde der Design-Vorschlag von Apple als Standard verabschiedet. Die Karten sind abwärtskompatibel - ältere SIM-Karten können auf das Format zugeschnitten werden. Das iPhone 5 und das Galaxy SIII arbeiten mit solchen Karten.

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