Natursteinheizung

Heizungen aus Naturstein wärmen ihre Umgebung mittels Infrarotwellen. Diese Strahlungswärme empfinden viele Menschen als angenehmer als durch Konvektionsheizungen erwärmte Luft. Zudem sind Natursteinheizungen ein optisches Highlight: Sie wirken wie ein Designelement im Raum.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Funktionsweise der Natursteinheizung
  3. Hinweise zur Montage
  4. Verbrauchskosten
  5. Vorteile einer Natursteinheizung
  6. Nachteile einer Natursteinheizung
  7. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Natursteinheizungen erwärmen Körper und Gegenstände, ohne die Raumluft zu überhitzen.
  • Steinarten können passend zum Einrichtungsstil gewählt werden.
  • Natursteinheizungen werden mit Strom betrieben.

Wie funktioniert eine Natursteinheizung?

Eine Natursteinheizung kann aus unterschiedlichem Stein gefertigt sein. Gängig sind Marmor, Granit, Kalkstein und Speckstein. Die Art des Steins macht vorrangig einen optischen Unterschied, die Funktionsweise der Heizung ist immer gleich.

Infrarot-Strahlung

Eine Natursteinheizung gibt zum Heizen Infrarot-C-Strahlung (IR-C-Strahlung) ab. Es gibt unterschiedliche Arten von Infrarotstrahlung, die sich in der Wellenlänge unterscheiden. Einige Arten sind nur für den medizinischen Gebrauch geeignet (IR-A- und IR-B-Strahlung), weil eine dauerhafte Bestrahlung gesundheitsschädlich sein könnte. Vollkommen unbedenklich ist jedoch die Infrarot-C-Strahlung, die bei Natursteinheizungen zum Einsatz kommt.

Verteilung der Wärme

In die Rückseite der Natursteinplatte sind schmale Kanäle gefräst, in denen Heizleiter verlaufen. Diese verteilen die Wärme über die gesamte Oberfläche des Steins. Der wiederum gibt die Wärme durch seine kristalline Struktur breit gefächert ab. Die Strahlungswärme reicht in der Regel etwa drei bis vier Meter weit.

Die Natursteinheizung gibt die Wärme in alle Richtungen ab und erwärmt auch Decke und Boden. Der Raum ist also fast überall gleich temperiert und es bilden sich keine Wärmeschichten wie bei den Konvektionsheizungen. Damit die Wärme nicht über Außenwände verlorengeht, schirmt eine Dämmplatte die Natursteinheizung auf der Rückseite ab.

Wärmeempfinden

Wärme von Infrarotheizungen – ob aus Naturstein oder einem anderen Material – empfinden die meisten Menschen als sehr angenehm. Denn die Heizung erwärmt nicht vorrangig die Luft im Raum, sondern Gegenstände, Körper und Wände, die die Wärme wiederum gleichmäßig an die Raumluft abgeben. Die Wärme einer Natursteinheizung wird ähnlich empfunden wie die von Sonnenstrahlen oder einem Kachelofen.

Was gilt es bei der Montage zu beachten?

Eine Natursteinheizung kann, wie ein Infrarot-Paneel aus anderem Material, an der Wand oder der Decke befestigt werden. Dafür sind spezielle Halterungen erhältlich. Gerade an der Decke sollte ein Fachmann die Natursteinheizung anbringen, denn aufgrund ihres hohen Gewichts ist die Montage nicht einfach. Die Position an Wand oder Decke kann frei gewählt werden – einzige Voraussetzung ist ein Stromanschluss. Manche Modelle haben einen gewöhnlichen Schuko-Stecker; andere muss ein Elektriker an das Stromnetz im Haus anschließen. Letzteres ist auch optisch ansprechender, weil keine Kabel sichtbar sind. In Nassräumen muss immer ein Fachmann die Installation vornehmen und es gelten besondere Sicherheitsvorschriften.

Es ist auch möglich, Natursteinheizungen mit einem entsprechenden Ständer aufzustellen – so kann sie bei Bedarf unkompliziert woanders aufgestellt werden.

Die Verbrauchskosten einer Natursteinheizung

Mit Strom betriebene Heizungen verursachen höhere Kosten als Heizungssysteme mit anderen Energiequellen. Der Stromtarif sollte deshalb möglichst günstig sein – manche Stromanbieter haben sogar spezielle Tarife für Haushalte, die mit Strom heizen. Eine eigene Photovoltaik-Anlage kann im Zusammenspiel mit einer Natursteinheizung für erhebliche finanzielle Einsparungen sorgen und sich trotz der zunächst hohen Anschaffungskosten bereits nach wenigen Jahren rechnen.

Damit die Natursteinheizungen im Haus effizient arbeiten, müssen sie zu den Räumlichkeiten passen; Experten beraten diesbezüglich. Zu beachten sind unter anderem:

  • Raumgröße
  • Deckenhöhe
  • Anzahl der Außenwände im Raum
  • Fensteranzahl und deren Isolierung
  • Isolierung zum Dach und zum Keller Material sowie Dämm- und Wärmespeichereigenschaften der Wände

Abgesehen von den Stromkosten kommen auf Besitzer von Natursteinheizungen jedoch kaum laufende Kosten hinzu, denn diese Heizungsart ist praktisch wartungsfrei. In einem Niedrigenergiehaus mit 120 bis 140 Quadratmetern sind Heizkosten von etwa 600 bis 1.200 Euro pro Jahr realistisch. In einem Altbau vergleichbarer Größe von vor 1980 liegen die jährlichen Kosten bei ungefähr 1.600 bis 3.000 Euro.

Die Vorteile einer Natursteinheizung

  • keine Geräusche oder Gerüche beim Heizen
  • platzsparend und flexibel anzubringen
  • behagliche Wärme, die zudem beispielsweise Gelenkschmerzen lindern kann
  • gleichmäßige Wärmeabstrahlung
  • wirkt Schimmelbildung entgegen
  • wirbelt keinen Staub auf
  • wartungsfrei
  • geringere Temperatur für gleiches Wärmeempfinden notwendig, dadurch Raumluft insgesamt weniger warm und stickig

Die Nachteile einer Natursteinheizung

  • benötigt etwa 25 bis 30 Minuten, bis der Stein aufgeheizt ist und Wärme abgibt
  • je nach Steinsorte teurer in der Anschaffung als Infrarot-Paneele aus Kunststoff
  • Energiequelle Strom vergleichsweise teuer

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