Neujahrsvorsatz Nichtraucher: Arzneimittel helfen nur kurzfristig

28.12.2019

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Zu den Neujahrsvorsätzen vieler Menschen wird auch 2020 wieder zählen, endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Doch leichter gesagt als getan – vom Nikotin kommt keiner so leicht los. Nikotinpflaster und ähnliche Mittel können den Entzug erleichtern. Doch Willensstärke lässt sich leider nicht in der Apotheke kaufen.

Nichtraucher werden fällt schwer

"So gut wie jeder Raucher hat es schon mal versucht, aber der dauerhafte Rauchstopp fällt oft schwer", sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. Ohne die regelmäßige Dosis Nikotin entstehen Entzugssymptome wie Unruhe, Reizbarkeit oder Schlafstörungen.

Rezeptfreie Arzneimittel mit Nikotin können die körperlichen Entzugssymptome abmildern. Doch in einen Nichtraucher verwandeln sie leider keinen. Wer zu Neujahr einen Rauchstopp plant, sollte sich entsprechende Medikamente rechtzeitig in der Apotheke besorgen, wenn man glaubt, es nicht ohne Hilfe zu schaffen. Erhältlich sind beispielsweise:

  • Kaugummis
  • Lutschtabletten
  • Sprays
  • Pflaster

Alte Gewohnheitsmuster durchbrechen

Wer dauerhart mit dem Rauchen aufhören will, wird aber nur mit einer veränderten inneren Einstellung erfolgreich sein. Wichtig ist eine Gewohnheitsänderung. Wer immer nach dem Essen raucht, sollte sich nach einem alternativen Genussmittel umsehen, zum Beispiel Kaffee. Wer allerdings immer gerne eine Zigarette zum Kaffee raucht, muss sich etwas anderes suchen, zum Beispiel eine Tasse Tee oder Obst oder Nüsse.

Nicht gleich aufgeben

Die E-Zigarette ist übrigens ein zumindest sehr umstrittenes Ersatzmittel, um mit dem Rauchen aufzuhören. Raucher sollten lieber erst gar nicht darauf umsteigen. Entscheidend ist am Ende allein die Willensstärke. Und wer am 1. Januar nicht schon mit der Entwöhnung erfolgreich war, sollte nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Fürs Nichtrauchen sind meist mehrere Anläufe notwendig – doch es lohnt sich.