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eSIM-Karte wartet auf ihren Durchbruch

24.02.2017 | 13:10

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa-AFX

Berlin - Die Technik für umprogrammierbare SIM-Karten direkt im Smartphone ist schon seit Jahren marktreif. Doch Verbraucher müssen immer noch eine Plastikkarte mit einem Chip von ihrem Netzbetreiber in die Geräte stecken. Nach Einschätzung von Experten wird die Technologie sich letztlich durchsetzen, auch wenn das mindestens zwei Jahre dauern könnte.

"Die Handy-Hersteller hätten das lieber heute als morgen, weil es Platz spart - das Wertvollste, was es für Geräte-Hersteller derzeit gibt", sagt Olaf Acker von der Unternehmensberatung PwC Strategy&. Die Netzbetreiber dagegen fürchteten sich davor, weil sie sich immer noch nicht sicher seien, ob das nicht ihr Kerngeschäft gefährden werde. Die eSIM genannten Chips übernehmen die Funktion der SIM-Karte, können aber per Funk auf einen anderen Netzbetreiber umprogrammiert werden, während man heute beim einem Wechsel erst eine neue SIM-Karte bekommen muss.

Smartphone-Hersteller könnten eSIM durchsetzen

Bisher kamen umprogrammierbare SIM-Karten vor allem in Autos oder Industriemaschinen zum Einsatz. Apple gilt in der Branche schon seit Jahren als Verfechter der eSIM, auch um das Design der iPhones zu vereinfachen. Der Konzern rüstet bereits seit 2014 iPad-Tablets zum Teil mit einer umprogrammierbaren SIM aus, dabei blieb es bisher jedoch. Laut Acker hätten zumindest die großen Smartphone-Anbieter die Macht, den Wandel durchzusetzen: "Wenn Apple sein neues iPhone mit einer eSIM ausstatten will - oder Samsung sein Galaxy S -, könnten sich die Telekom-Firmen dem nicht wirklich versperren, dafür sind die Geräte zu wichtig."

Mehr Wettbewerb unter Mobilfunkanbietern?

Der Experte rechnet nicht damit, dass die Entwicklung zu einem Preiskampf unter den Mobilfunk-Firmen in Europa führt. Es sei ein Markt mit wenigen Anbietern. Schon jetzt gebe es in Deutschland durchaus günstige Angebote - aber keine großen Wechselbewegungen der Nutzer. Die Zukunft könnten Verträge mit Bündelangeboten von Geräten beziehungsweise für Familien sein.