Der Countdown läuft: 3G wird abgeschaltet

29.06.2021 | 18:17

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli wird Vodafone Deutschland das 3G-Netz endgültig abschalten. Wenn das alte Netz in den Ruhestand geht, kommen die freiwerdenden Frequenzen der LTE- und 5G-Netzabdeckung zugute.

Abschied vom 3G-Netz – freie Fahrt für LTE

Die 3G-Abschaltung soll rund eine Woche dauern und bis zum 7. Juli abgeschlossen sein. Wer mit seinem Smartphone das Vodafone-Netz nutzt, wird danach kein 3G-Zeichen mehr auf dem Display sehen. Nutzer und Nutzerinnen surfen danach fast flächendeckend mit der wesentlich schnelleren LTE-Geschwindigkeit. Die freiwerdenden UMTS-Frequenzen bringen mehr Bandbreite für LTE, was sich besonders bei hoher Netzauslastung bemerkbar macht. Weitere Vorteile: LTE verbraucht für die gleiche übertragene Datenmenge rund siebenmal weniger Strom als 3G und ist somit energieeffizienter. LTE ist zudem ungefähr zehnmal schneller als der alte Standard, der mobiles Surfen seinerzeit alltagstauglich machte.

Nach Einschätzung des Providers dürfte so gut wie niemand mitbekommen, dass der 20 Jahre alte Standard vom Netz geht. Das zeigen Ergebnisse aus zahlreichen Pilotstädten. Für die mobile Datennutzung ist das alte Netz ohnehin kaum noch von Bedeutung – weniger als zwei Prozent des gesamten Datenverkehrs werden noch über 3G übertragen.

Auch bei der Deutschen Telekom ist Ende Juni Schluss mit 3G. Mitbewerber Telefonica will sich bis zum Jahresende vom alten Netz verabschieden und beginnt ab 1. Juli mit der schrittweisen Abschaltung.

LTE-Tarife sind längst Standard

Mobilfunktarife sind inzwischen für LTE freigeschaltet. Außerdem unterstützen fast alle seit 2016 erschienenen neuen Marken-Smartphones den aktuellen Netzstandard. Lediglich ältere Geräte können noch auf 3G limitiert sein.