Vertrag mit Handy – nach zwei Jahren Kostenfalle vermeiden

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Heidelberg - Ein subventioniertes Smartphone ist nach 24 Monaten abbezahlt, doch die Vetragskosten bleiben gleich. Kunden sollten vor Ablauf der zwei Jahre handeln: Nur eine rechtzeitige Kündigung verhindert Zusatzkosten.

Viele Mobilfunkkunden nutzen Vertragspakete aus Handy und Tarif, so genannte Bundle-Verträge. Damit erhalten sie mit dem Tarifabschluss ein neues Handy – das dann über die Dauer der Vertragslaufzeit abbezahlt wird. Was viele nicht wissen: Nach 24 Monaten ist das Gerät zwar abbezahlt. Doch läuft der Vertrag dann weiter, werden die Kosten keineswegs angepasst. Stattdessen bleibt die monatliche Grundgebühr in unveränderter Höhe und Verbraucher zahlen weiter – für eine Leistung, die sie gar nicht erhalten.

Tipp: Treue zahlt sich gerade bei Bundle-Verträgen nicht aus – kündigen Sie rechtzeitig zum Laufzeitende Ihren Vertrag und vermeiden Sie unnötige Kosten.

Wird der Handyvertrag nicht fristgerecht gekündigt, verlängert er sich automatisch um ein weiteres Jahr. Viele Verbraucher werden von der unveränderten Rechnung völlig überrascht: Die meisten gehen von einer automatischen Preissenkung aus. Doch stattdessen zahlen sie bis zu 15 Euro im Monat zusätzlich.

Verbrauchern bleibt dann nur die Möglichkeit, die Zusatzkosten hinzunehmen – oder den Vertrag um weitere zwei Jahre zu verlängern und so ein neues Smartphone zu finanzieren. Es gibt zwar Ausnahmen der beschriebenen Praxis, doch nur bei einzelnen Bündelverträgen wird in der Kalkulation des Vertrags eine Trennung zwischen Hardware und Vertrag vorgenommen.

Welche Vorteile haben Bundle-Tarife?

Wer sein Handy nicht separat kauft, sondern über einen Handyvertrag subventioniert, muss die Gerätekosten nicht auf einen Schlag leisten. Stattdessen werden sie auf 2 Jahre aufgeteilt und auf die monatliche Grundgebühr aufgeschlagen. Gerade wer auf teure, topaktuelle Smartphones setzt, kann so hohe Anschaffungskosten leichter stemmen.

Übrigens: Betrachten Sie Angebote kritisch, bei den Smartphones als 1-Euro-Schnäppchen oder gar umsonst angepriesen werden. Die Mobilfunkanbieter holen sich die Hardwarekosten über die monatliche Grundgebühr wieder rein.

Bei alten Verträgen zahlen Verbraucher drauf

24-Monats-Verträge gehören generell vor Ablauf der Mindestlaufzeit auf den Prüfstand. Noch immer stecken etliche Kunden in alten Verträgen mit deutlich schlechteren Konditionen als heute.